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DOK Co-Pro Market 2018: Die Welt im Blick

35 Projekte aus 30 Ländern. Die Dokumentarfilmprojekte des 14. DOK Co-Pro Markets thematisieren die gesellschaftlichen und politischen Umstände, in denen wir leben. Immer wieder fällt dabei der Fokus auf Russland und Europa.

Bereits zum 14. Mal erhalten internationale Projekte, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden, die Möglichkeit, auf dem DOK Co-Pro Market Koproduktions- und Finanzierungspartner zu finden.

Rund 270 Projekte wurden in diesem Jahr eingereicht, von denen nun 35 für die Plattform ausgewählt wurden. Sie kommen aus 30 Ländern auf der ganzen Welt. Von Schweden bis Montenegro, Argentinien bis zur Ukraine, dem Libanon bis Ungarn. Mitverantwortlich für die Auswahl waren die luxemburgische Produzentin Marion Guth (a_BAHN) und Georg Gruber, Sales Agent bei Magnetfilm in Deutschland.

Immer wieder geht es in den ausgewählten Filmprojekten um die Umstände, in denen wir leben. Die Filmprojekte thematisieren nicht nur die politische Situation in Russland oder Europa, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Mittleren Osten. So porträtiert „Iraq’s Invisible Beauty“ von Mohamed Al Daradji den Fotografen Latif Al Ami, der sein Land in seinen goldenen Zeiten abbildete, bevor dieses vom Krieg zerstört wurde.

Eine deutsche Produktion wirft dagegen den Blick auf Russland und untersucht in „Serebrennikov. Russian Society, Art and Power“, unter der Regie von Katia Fedulova und produziert von Saxonia Entertainment, warum der berühmte russische Theaterregisseur Kirill Serebrennikov vor Gericht steht. Die deutsch-kroatische Koproduktion „Berlin Valley“ (Regie: Jasmila Žbanić) geht darüber hinaus nach Berlin-Kreuzberg und zeigt, wie sich eine Nachbarschaft gegen Google stellt, weil das Unternehmen dort einen sogenannten Google Campus errichten möchte.

Aber es geht auch um mehr als politische und gesellschaftlich Zustände abzubilden. So erzählt die britisch-deutsch-bulgarische Koproduktion „Daughters of the Revolution“ von Dolya Gavanski etwa von bedeutenden Frauen in der Sowjetunion, die ein neues Gesellschaftsbild prägten. Von einer anderen Art von Emanzipation erzählt „Lessons of Love“ von Małgorzata Goliszewska und Katarzyna Mateja – ein Film über eine Frau, die im hohen Alter den Mut fasst, sich von den Zwängen ihrer Ehe frei zu machen. Außerdem kehrt der ungarische Regisseur Bálint Révész zurück nach Leipzig, im Gepäck sein neues Projekt „The Olympic Tribe“. Sein Film „Granny Project“ gewann 2017 im Next Masters Wettbewerb den MDR-Filmpreis für einen herausragenden osteuropäischen Film.

„In den letzten 14 Jahren DOK Leipzig hat unser DOK Co-Pro Market zunehmend an Bedeutung gewonnen, wenn es um die Stärke der Projekte geht, die über den Open Call eingereicht werden, aber auch das Interesse von internationalen Entscheidern und potenziellen Koproduzenten“, sagt Brigid O’Shea, die Leiterin von DOK Industry. „Mittlerweile dürfen wir überwältigend viele wichtige internationale Branchenvertreter beim DOK Co-Pro Market begrüßen. Deshalb haben wir unser Programm neu strukturiert, um es auf ihre Bedürfnisse sowie die unserer vertretenen Projekte anzupassen. Wir danken allen Partnern, die es uns ermöglichen, weiterhin Projekte, die sich noch in der Entwicklung befinden, nach Leipzig zu holen, damit sich diese auf unserer international relevanten Plattform präsentieren können. Natürlich möchten wir unseren Teil dazu beisteuern, dass auf der ganzen Welt kreative Dokumentarfilme gefördert und letztlich umgesetzt werden können.“

Am 29. und 30. Oktober 2018 treffen Produzent/innen in rund 800 Einzeltreffen auf potenzielle Partner/innen, darunter internationale Finanziers und Koproduzent/innen wie etwa ARTE, PBS/POV, ARD, Fork Films, Mubi und World Cinema Fund.

Insgesamt werden im Rahmen des DOK Co-Pro Markets drei Preise verliehen. Zum zweiten Mal sponsert der Zonta Club Leipzig Elster e.V., der Frauen im Berufsleben fördert, den Zonta Club Leipzig Elster Female Talent Development Prize, ein Reisekostenstipendium im Wert von bis zu 1.000 Euro. Unterstützt wird in diesem Jahr die philippinische Regisseurin und Produzentin Josef Dielle Gacutan, die mit ihrem Projekt „Miss Universe in Jail“ nun die Möglichkeit bekommt, am DOK Co-Pro Market teilzunehmen und beim Festival zu netzwerken.

Darüber hinaus wird nach Abschluss des Co-Pro Markets bereits zum dritten Mal der DOK Leipzig & EWA Development Prize, ein Preis an das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin, verliehen. Die Auszeichnung wird in Kooperation mit EWA, dem European Women’s Audiovisual Network, vergeben. EWA unterstützt Frauen, die in der audiovisuellen Branche tätig sind, um Geschlechtergleichheit herzustellen. Schirmherrin des Preises ist Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Neu in diesem Jahr ist der Current Time TV and DOK Co-Pro Development Prize, der ein Dokumentarfilmprojekt aus Ost- oder Mitteleuropa auszeichnen wird. Er ist mit 2.000 US-Dollar dotiert und wird von DOK Leipzig und dem russischsprachigen Sender Current Time TV vergeben. Die Preise werden beim Abschlussdinner des DOK Co-Pro Markets vergeben.

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Foto: Pixabay

Die vergangenen Wochen waren ohne Frage keine einfache Zeit. Insbesondere in Bezug auf die eigene Fitness macht die außergewöhnliche Corona-Lage einem das Leben schwer. Inzwischen sind zwar die ersten Fitnessstudios wieder geöffnet, doch mit den strengen Hygiene- und Abstandregelungen sind die Workouts dort nur in eingeschränktem Maße möglich. Auch Sportvereine können ihre Angebote derzeit noch nicht wieder anbieten. Höchste Zeit also, sich auch anderweitig fit zu halten. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Beitrag.
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Corona bedingt können die Wachauer Festival-Nächte 2020 nicht wie geplant stattfinden. Gemeinsam mit der Stadt Markkleeberg und dem Landkreis Leipzig konnte jedoch kurzfristig eine Alternativ-Variante erarbeitet werden, um das beliebte, alljährlich in der Kirchenruine Wachau stattfindende, Festival nicht ausfallen lassen zu müssen.
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Abschiedsdisco © DEFA-Stiftung Rigo Dommel

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Im sächsischen Jahr der Industriekultur 2020 haben sich der Bergbau-Technik-Park e.V., das Soziokulturelle Zentrum KuHstall e.V. und das KulturKino zwenkau zusammengeschlossen, um im Landkreis Leipzig eine Veranstaltungsreihe zum Thema Braunkohlenbergbau in Film und Literatur zu veranstalten. An sehr unterschiedlichen Orten wird es Gelegenheit geben, Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme und Literatur der letzten 40 Jahre zu diesem Thema zu erleben.
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Die Beethovenstraße kurz vor der Bibliotheca Albertina. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einem Jahr ist die Beethovenstraße offiziell Fahrradstraße. Aber viele Radfahrer/-innen haben nicht das Gefühl, dass die blauen Schilder irgendetwas geändert hätten. Noch immer drängen sich hier die Kraftfahrzeuge durch, als müssten sie auf Radfahrer und Fußgänger keine Rücksicht nehmen. Die Linksfraktion sieht da nur einen logischen Folgeschritt: Der Straßenraum vor der Bibliotheca Albertina muss entwidmet werden.
Piktogramm und Umsetzungskonzept für Fahrradstraßen sollen bald kommen
Ausweisung für eine Fahrradstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa waren wir nicht die Einzigen, die einige wichtige Zusagen der Verwaltung im Ohr hatten. Zum Beispiel die zur Vorstellung eines Piktogramms für Fahrradstraßen. So um Ostern herum sollte es eigentlich vorgestellt werden. Aber um Ostern herum kämpfte sich Leipzig gerade aus dem strengen Corona-Shutdown heraus. Was die SPD-Fraktion nicht davon abhielt, zwei etwas ungeduldige Stadtratsanfragen zu stellen.