DOK Leipzig richtet auch seine 65. Festivalausgabe in den Leipziger Kinos und Spielstätten aus. Damit macht sich das Festival einmal mehr für die Rückkehr zur Kinokultur und für gemeinsame Festivalerlebnisse stark.

Vom 17. bis 23. Oktober zeigt DOK Leipzig neue Dokumentar- und Animationsfilme aus der ganzen Welt, kreative XR-Arbeiten und thematische Filmreihen in den Festivalkinos. Das Festivalteam freut sich darauf, zahlreiche internationale Filmemacher/-innen und Gäste in Leipzig zu begrüßen und ihre Werke gemeinsam mit ihnen und dem Publikum bei Filmgesprächen und in Meisterklassen zu diskutieren.

Mit dem Schwerpunkt auf Vor-Ort-Veranstaltungen reagiert DOK Leipzig auf das Bedürfnis von Besucher/-innen und Branche nach direkten Begegnungen und Austausch, das in den vergangenen zwei Jahren deutlich spürbar war.

Einige Onlineangebote werden in reduzierter Form beibehalten, darunter aufgezeichnete Gesprächsformate. Im „DOK Stream“ stehen im Anschluss an das Festival deutschlandweit erneut ausgewählte Filme on Demand zur Verfügung – in diesem Jahr soll der Fokus auf den Preisträgerfilmen liegen.

Auch DOK Industry setzt den Schwerpunkt wieder auf die Festivalteilnahme in Präsenz. In der Festivalwoche werden die Branchenvertreter*innen bei den Fachveranstaltungen vor Ort zusammenkommen. Livestreams von Projektpräsentationen und Talks machen die Präsenzformate online zugänglich. An zwei Tagen nach Ende des Festivals können sich Fachteilnehmer*innen zusätzlich online vernetzen.

Das diesjährige Festivalmotiv wurde wie in den Vorjahren von dem Leipziger Grafiker Stefan Ibrahim entworfen. Es zeigt den Schlüssel einer Einbausicherung, die vielen noch aus DDR-Zeiten bekannt sein dürfte. Während des Festivals sowie online kann das Publikum weitere Schlüsselvarianten entdecken.

„Unser Motiv lässt ganz bewusst viele Deutungen zu“, so Festivalleiter Christoph Terhechte. „Die Filme und Arbeiten in unserem Programm vereint ihre Neugierde auf die Welt. Sie eröffnen sozusagen neue Perspektiven oder erschließen bislang unbekannte Lebenswelten. Der Schlüssel ist aber auch immer wieder ein Sinnbild für Heimat – oft behalten Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, ihren Wohnungsschlüssel als Symbol der Verbundenheit mit ihrem Zuhause, ihrer Herkunft und Vergangenheit. Als Festival mit ostdeutsch geprägter Geschichte haben wir uns bei dem Schlüssel für ein DDR-Modell entschieden.“

Einige Themen des Festivalprogramms stehen bereits fest. In diesem Jahr betont DOK Leipzig seine langjährige Verbindung mit Osteuropa mit einem Programm aus aktuellen Langfilmen, die Einblicke in Lebensrealitäten osteuropäischer Länder bieten. Auch die Vernetzung von Dokumentar- und Animationsfilmer*innen will das Festival durch neue Formate verstärkt fördern. Gleich vier Filmreihen des Festivalprogramms erkunden zudem verschiedene künstlerische Spielarten des Animationsfilms.

Mit der Retrospektive 2022 richtet DOK Leipzig den Blick auf die dokumentarischen Werke von Filmemacherinnen der DDR. Die Hommage ist der renommierten serbischen Dokumentarfilmerin Mila Turajlić gewidmet, deren Werk die historische Bedeutung bewegter Bilder erkundet. Zwei weitere Programme versammeln Filme, die sich mit Klimakrise, Ressourcenknappheit und Umweltaktivismus beschäftigen.

Seit gestern können sich alle Festivalfans bis zum 15. Juli eine Early-Dove-Akkreditierung zum reduzierten Preis sichern, mit der sie Zugang zu Filmscreenings, Gesprächen mit inspirierenden Gästen und Branchenangeboten erhalten.

Freikarten für Filmscreenings gibt es für alle, die an der Publikumsbefragung von DOK Leipzig teilnehmen. Das Festival möchte mit der Umfrage Feedback von ehemaligen und zukünftigen Besucher*innen einholen und sein Publikum besser kennenlernen. Die Teilnahme ist ab 16. Juni über dok-leipzig.de möglich.

Noch bis 1. Juli können Filme und XR-Arbeiten für DOK Leipzig eingereicht werden. Die Frist für den DOK Co-Pro Market endet am 21.7.

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