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Hunderte bunte Luftballons als Zeichen zur Früherkennung primärer angeborener Immundefekte

ImmunDefektCentrum Leipzig am Klinikum St. Georg beteiligt sich an „Weltweiter Primärer Immundefekt-Woche“

Auch in diesem Jahr macht das ImmunDefektCentrum Leipzig (IDCL) des Klinikums St. Georg wieder mit einer farbenfrohen Aktion auf die seltene Erkrankung eines primären Immundefektes aufmerksam. Am Montag, dem 29. April werden ab 14 Uhr unmittelbar neben der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Haus 9) gemeinsam mit Immundefekt-Familien und weiteren Kindern hunderte bunte, heliumgefüllte Luftballons gen Himmel geschickt.

Jedem Ballon hängt eine Postkarte an, die den Finder über das seltene Krankheitsbild informiert und auf Warnzeichen hinweist. Das Leipziger Spezialzentrum beteiligt sich damit erneut an der weltweiten Aktion im Rahmen der Primären Immundefekt-Woche, die auch von der Jeffrey Modell Foundation (JMF) organisiert wird.

„Allein in Deutschland leiden rund 100.000 Menschen an einer angeborenen Abwehrschwäche, darunter auch viele Kinder. Die Krankheit geht mit einer hohen Infektionsanfälligkeit einher. Aufgrund der unspezifischen Symptome wird sie jedoch häufig nicht oder viel zu spät erkannt. Mit der weltweiten Aktion am 29. April 2019 wollen wir die Menschen für diese schwere Krankheit sensibilisieren und primäre Immundefekte stärker in das Bewusstsein aller rücken. Wir hoffen deswegen, dass die Luftballons weit über die Stadtgrenzen hinaus getragen werden“, erklärt Chefarzt Professor Dr. Michael Borte, Direktor des ImmunDefektCentrums Leipzig, das 2004 gegründet wurde.

Als eines von nur wenigen JMF-Zentren europaweit hat sich das IDCL auf die Diagnose und Therapie von Immundefekten spezialisiert und betreut Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit primären Immundefekten aus ganz Deutschland. Hier werden über 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Immundefekten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nord-Bayern und Brandenburg betreut.

Parallel zur Behandlung hat es sich die Einrichtung zum Ziel gemacht, über angeborene Immundefekte aufzuklären, ihre vielfältigen Ursachen zu erforschen und besonders die frühzeitige Diagnostik und Therapie zu verbessern. Die Mediziner arbeiten dabei eng mit der Deutschen Selbsthilfe für angeborene Immundefekte (DSAI) zusammen.

„Den hohen Wert ihrer Arbeit bekamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IDCL in diesem Jahr gleich doppelt bestätigt. Zum einen wurde das ImmunDefektCentrum Leipzig ein weiteres Mal erfolgreich rezertifiziert. Zum anderen wurde der am IDCL neu entwickelte Bluttest zur Früherkennung seltener, angeborener Immundefekte in das Routine-Screening für Neugeborene aufgenommen und steht ab August 2019 bundesweit zur Verfügung“, betont Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Klinikums.

Hintergrund:

Die „Weltweiten Primären Immundefektwochen (WPIW)“ werden von der Jeffrey Modell Foundation (JMF) mit organisiert und von vielen Immundefektzentren weltweit unterstützt. Gegründet wurde die Jeffrey Modell Stiftung von dem US-amerikanischen Ehepaar Vicky und Fred Modell, nachdem in den 1980er Jahren ihr Sohn Jeffrey, der an einem unheilbaren Immundefekt litt, verstarb.

Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, Spendengelder einzuwerben, um damit solche Immundefektzentren finanziell zu unterstützen, die die Früherkennung sowie die Diagnostik und Erforschung dieser Krankheitsbilder vorantreiben und damit das Krankheitsbild stärker ins Bewusstsein von Bevölkerung, Medizinern und Wissenschaftlern rücken. Das ImmunDefektCentrum Leipzig (IDCL) ist eines dieser JMF-Zentren.

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