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Zukunft im Programm

15. Designers‘ Open begeistern 16.600 Besucher mit nachhaltigen Designideen

Vom Upcycling über regionale Produktionen bis hin zu innovativen Materialien – die Designers’ Open standen in diesem Jahr ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Angelockt durch die umweltbewussten Designideen kamen 16.600 interessierte Besucher sowie verstärkt auch Fachbesucher in die KONGRESSHALLE am Zoo, in der in vier Ausstellungsbereichen vielfältige Produkte von mehr als 160 Akteuren und Labels präsentiert wurden. Das Rahmenprogramm rund um den Themenschwerpunkt DO! FUTURE MATTER begeisterte ebenso wie die acht kreativen DO / Spots und die neue DO / Blue Hour, die erstmals alle Designfans zur nächtlichen Shoppingtour einlud.

„Die 15. Ausgabe der Designers’ Open war zukunftsorientierter denn je,“ sagt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für die gesamte Designbranche ist, hatte sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet. Mit dem Themenschwerpunkt DO! FUTURE MATTER wollten wir dem eine Plattform geben – und es hat sich gelohnt: Internationale und nationale Aussteller, ein spannendes Rahmenprogramm sowie die vielfältigen DO / Spots sorgten für ein rundum gelungenes Designwochenende – der perfekte Mix aus umweltbewussten Produkten und neuen Impulsen für die Designbranche.“

In der KONGRESSHALLE am Zoo boten mehr als 160 Akteure und Labels aus zehn Ländern in den vier Areas DO / Fashion & Accessories, DO / Interior & Furniture, DO / Graphic & Media und DO / Research & Industry innovative Designprodukte an, die Besucher zum Kauf verführten. Wie jedes Jahr luden auch die DO / Spots zur Zukunftstour durch das gesamte Leipziger Stadtgebiet, unter anderem die PILOTENKUECHE, das Freie Theater LOFFT und das Atelierhaus als neue außergewöhnliche Designspots.

So sehen die Designs der Zukunft aus

DO! FUTURE MATTER war der Schwerpunkt der diesjährigen Designers’ Open und genau dieses Zukunftsthema zog sich wie ein roter Faden durch Ausstellungsbereich und Rahmenprogramm. Das Open Panel lockte mit spannenden Workshops und Vorträgen, innovative Produkte wurden in Sonderschauen und Award Shows honoriert und auch die sechste Grafikkonferenz POSITIONS überzeugte mit vielfältigen Grafikpositionen.

Kuratiert wurde der Themenschwerpunkt von Trendforscher Niels-Holger Wien, der am Freitagabend mit seinem Vortrag im Open Panel selbst einen umfassenden Überblick darüber gab, was Nachhaltigkeit bedeutet. Für Inspiration sorgte auch die begleitende Ausstellung, die mit innovativen nachhaltigen Designlösungen, wie ein aus Weide gewachsener Stuhl oder einem Rucksack aus Bananenfasern, überraschte.

Ein Publikumsmagnet war die Sonderschau des Gwangmyeong Upcycling Art Center im Schiller-Saal. Die südkoreanischen Upcycling-Künstler bewiesen, dass Elektronikschrott nicht auf Mülldeponien landen muss, sondern zu Kunst werden kann. Besonders beliebt – und bis auf den letzten Platz belegt – waren die begleitenden Workshops, bei denen Besucher selbst kreativ werden und Abfall in Kunstwerke verwandeln konnten.

Zukunftsorientierte Produkte und Designs wurden in den zahlreichen Award Shows vorgestellt und gewürdigt, die in diesem Jahr passend zum Themenschwerpunkt ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit standen. So wurden beim zweiten SMILE Business Award gezielt Geschäftsideen gesucht, die sich mit zukunftsträchtigen Themen beschäftigen. Ausgezeichnet wurde am Freitagabend die Firma ScobyTec, die die Jury mit alternativen Werkstoffen auf Basis von bakterieller Zellulose als Leder- und Baumwollersatz überzeugte.

Neue DO / Blue Hour begeisterte nicht nur Nachtschwärmer

Premiere feierte ebenfalls die DO / Blue Hour, die in diesem Jahr erstmals alle interessierten Designfans auf nächtliche Shoppingtour in die KONGRESSHALLE am Zoo einlud. „Die Vernissage hat sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit erfreut. Die besondere Atmosphäre, die Fashionshow – all das hat sich natürlich nicht nur unter den geladenen Gästen herumgesprochen“, berichtet Ulrike Lange, Projektdirektorin der Designers’ Open und ergänzt: „Mit der Blue Hour wollten wir der großen Nachfrage nachkommen und jedem Designfan die Möglichkeit geben, mit einem Freitagsticket in den Genuss des schillernden Abendevents zu kommen. Wie sich gezeigt hat, war das genau die richtige Entscheidung: Begeisterte Besucher, zufriedene Aussteller und eine tolle Stimmung – ein perfekter Start für die Blue Hour.“

Als krönender Abschluss lockte dabei wieder die Fashionshow zahlreiche modebegeisterte Zuschauer vor die Bühne im Großen Saal. Unter dem Motto „Culture Club“ präsentierten in diesem Jahr 13 Absolventen der Modefachschule Sigmaringen ihre Interpretationen von Kulturenvielfalt und sorgten mit einem bunten Mix aus Streetstyle-Kollektion, farbenfroher Wintermode und weit fallenden Tüll-Kreationen für tosenden Applaus.

Die nächsten Designers’ Open finden vom 23. bis 25. Oktober 2020 statt.

Ausstellerstimmen zu den Designers’ Open 2019

„Viele interessierte, neugierige Besucher“
Elena Gasulla Tortajada von Liebre Style: „Ich war vor einigen Jahren bereits bei den Designers’ Open in der Messehalle als Newcomerin dabei. Den Ortswechsel finde ich richtig klasse. Die KONGRESSHALLE ist viel zentraler gelegen und das Gebäude ist traumhaft. Ich konnte bereits viele interessierte und neugierige Besucher kennen lernen und habe positives Feedback erhalten. Bereits am Freitag war unser Stand schon gut besucht. Deshalb kann ich mir sehr gut vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.“

„Großartige Chance, um unsere Abschlusskollektionen zu präsentieren“
Sophie Kolomyjczuk von der Modefachschule Sigmaringen: „Die Designers’ Open bieten uns eine großartige Chance, unsere Abschlusskollektionen vor einem großen, sehr interessierten Publikum auf der Bühne zu präsentieren. Das ist natürlich eine sehr schöne Erfahrung für unsere Abschlussschülerinnen und -schüler. Zudem sind die Designers’ Open ein tolles Forum, um mit interessierten Nachwuchsdesignern ins Gespräch zu kommen. Auch wir konnten dadurch neue Zielgruppen erschließen, nützliche Kontakte knüpfen und vielversprechende Gespräche führen. Wir sind bereits das zweite Mal dabei und werden sicher nächstes Jahr wiederkommen.“

„Viele umweltbewusste Besucher“
Elisabeth Leitner, Elvi OG: „Wir sind zum ersten Mal dabei und die Designers’ Open bieten uns die Möglichkeit, spannende Gespräche mit einem sehr aufgeschlossenen Publikum zu führen.  Die Location ist ein Traum und wir sind sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Auch die Organisation im Vorfeld verlief reibungslos. Das Publikum ist sehr am Thema Nachhaltigkeit interessiert. Viele umweltbewusste Konsumenten kommen zu uns an den Stand und wollen sich beraten lassen. Wir möchten nächstes Jahr auf jeden Fall wiederkommen.“

„Immer wieder ein schönes Erlebnis“
Fabian Eicher, HTWK Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig:
„Wir sind bereits zum dritten Mal dabei und es ist immer wieder ein schönes Erlebnis. Ich bin überrascht darüber, wie viele Leute an unseren Stand kommen. Unsere Bank ist aus Holzwerkstoff und ist hier in der Halle ein wahrer Blickfang. Wir sind daher mit unserer Standplatzierung sehr zufrieden. Spannend finde ich auch das gemischte Publikum von alt bis jung und von klein bis groß. Viele Besucher kommen explizit auf uns zu, weil sie sich für recycelte Baustoffe und digitales Design interessieren. Das ist für uns natürlich eine großartige Chance, neue Zielgruppen zu gewinnen“

„Meine Produkte finden großen Anklang“
Laura Krettek, Lauramo: „Ich fühle mich als Ausstellerin sehr wohl auf den Designers’ Open. Das Publikum ist auf Nachhaltigkeit fokussiert und das freut mich sehr. Mein Kleid aus recycelten Kabelbindern findet großen Anklang. Auch der Standaufbau und die Organisation vorab verliefen sehr unkompliziert.“

„Es macht einfach Spaß hier Austeller zu sein“
Johannes Buchmann, Rapidobject GmbH: „Die Interaktion mit den Besuchern ist hier auf den Designers’ Open besonders spannend für uns. Es kommen wirklich viele interessierte Leute auf uns zu und suchen das Gespräch. Uns überrascht, wie aufgeschlossen vor allem auch die älteren Besucher gegenüber dem 3D-Druck sind. Im Fokus unserer Arbeit steht die Individualisierbarkeit unserer Produkte und auf den Designers’ Open haben wir die Möglichkeit, genau das zu präsentieren.“

„Nachhaltigkeit ist das Trendthema“
Mara Michel, VDMD e.V. Netzwerk Deutscher Mode – und Textildesigner e.V.: „Ich bin überrascht darüber, wie viele Leute gezielt auf unseren Stand zusteuern und uns ansprechen, da wir als Netzwerk ja keine eigenen Produkte anbieten. Viele Modeinteressierte haben mich bezüglich eines Quereinstiegs in die Modebranche um Rat gebeten. Das mag ich so sehr an den Designers’ Open. Es eröffnet uns die Möglichkeit, auf einzelne Designer und Modeinteressierte einzugehen. Zudem ist es ist in diesem Jahr eine wichtige Plattform für das Trendthema Nachhaltigkeit“

„Besondere Atmosphäre“
Lisett Frankhänel, Fraunhofer IMWS: „Die Designers’ Open strahlen für mich eine angenehme und besondere Atmosphäre aus. Wir haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und viel positives Feedback von den Besuchern erhalten und finden hier genau unsere Zielgruppe.“

 

MelderDesigners‘ Open
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Filmstill aus Georg Pelzers Film "FLUTEN". Foto: FLUTEN

Foto: FLUTEN

Für alle LeserAm 29. Oktober ist Kinopremiere für den ungewöhnlichen Film eines jungen Leipziger Regisseurs in der Kinobar Prager Frühling: „FLUTEN“ heißt er und ist improvisiertes Drama. Eines, das von einem Drama erzählt, das viele junge Menschen in diesem Corona-Jahr ebenfalls erlebt haben: Der gerade erst so glücklich erworbene Arbeitsplatz wird gekündigt. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Alle schlechten Selbstwertgefühle kommen auf einmal hoch. Und wie sagt man das den Menschen, deren Achtung man nicht verlieren will?
In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des Deichs am Ratsholz
Stopp: Baustelle am Ratsholzdeich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bauzäune stehen, Stoppschilder untersagen das Betreten der Baustelle. In dieser Woche beginnt ein Projekt am Ratsholzdeich im Leipziger Süden, das zukunftsweisend ist. Zum ersten Mal wird ein Deich geöffnet, damit künftig auch kleinere Hochwasser ins Ratsholz im südlichen Leipziger Auenwald gelangen können. Im April hatte die Landesdirektion Sachsen das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Landestalsperrenverwaltung hat Baurecht und kann jetzt loslegen.
Erster Schreck überwunden: Leipziger Wirtschaft löst sich langsam aus der Corona-Schockstarre
Entwicklung der Stimmungslage im Kammerbezirk Leipzig. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserNatürlich kann auch Leipzig die Corona-Panemie wirtschaftlich bewältigen. China schafft es ja auch. Nicht alle Branchen sind gleichermaßen betroffen. Und die Unternehmer in Leipzig sind nach dem Schreckmoment im Frühjahr mittlerweile deutlich zuversichtlicher, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Denn auch mit Auflagen funktioniert Wirtschaft – nur nicht in allen Branchen.
Prozess gegen „Das Wunder von Mals“: Auch dem Geschäftsführer des Oekom Verlags droht wegen „übler Nachrede“ eine Anklage
Alexander Schiebel. Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Für alle LeserDer Oekom Verlag hatte 2017 schon den richtigen Riecher, als er Alexander Schiebels Buch „Das Wunder von Mals“ mit dem Untertitel versah: „Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet“. Auch wenn es jetzt ein Südtiroler Landesrat und 1.600 Südtiroler Obstbauern zu sein scheinen, die neben Alexander Schiebel auch Karl Bär, Agrarreferent im Umweltinstitut München, vor Gericht gezerrt haben. Nun wollen sie auch noch Oekom-Verleger Jacob Radloff anklagen lassen. Deutlicher kann die ach so stille Agarindustrie gar nicht zeigen, wie sehr ihr dieser Münchner Verlag ein Dorn im Auge ist.