15.1 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Landesdirektion untersagt Winterfest vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig Gohlis

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Die Landesdirektion Sachsen hat ein für den 14. Dezember 2019 geplantes Winterfest auf dem Parkplatz der Geflüchtetenunterkunft in der Leipziger Max-Liebermann-Straße untersagt. Das Fest, das von verschiedenen Gruppen und Initiativen organisiert wird, soll trotzdem stattfinden.

    „Die Landesdirektion schickte uns bislang keine schriftliche Begründung, weshalb sie das Fest verbietet. Wir vermuten, es liegt daran, dass dem Fest ein politischer Kundgebungscharakter unterstellt wird“, erklärt Flo Linde für die Organisator*innen. Zu diesen gehört unter anderem die Gruppe „Protest LEJ“, die im Sommer mehrfach zum Protest gegen Abschiebungen in der Max-Liebermann-Straße aufgerufen hat.

    Willkommensfeste müssen politisch sein

    „Ein Willkommensfest zu veranstalten und dabei unpolitisch zu sein, würde die Situation, die Wünsche und Ängste der Geflüchteten vollkommen ignorieren“, stellt Linde fest und erklärt: „Während in den vergangenen Jahren Menschen aus größter Not Zuflucht in Deutschland gesucht haben, wurden die Asylgesetze verschärft, Abschiebungen nach Afghanistan wurden wieder ermöglicht und der Rassismus innerhalb von Politik und Gesellschaft wurde stärker. Wir können nicht so tun, als würden wir in dieser Situation ein rundum unbeschwertes Fest feiern. Stattdessen wollen wir Solidarität zeigen und Unterstützung anbieten. Außerdem wollen wir innerhalb der Zivilgesellschaft die Solidarität und die Aufmerksamkeit für diese Themen stärken.“

    „Selbstverständlich stehen bei alldem das Fest, Feierstimmung und schöne Begegnungen im Vordergrund“, so Linde. „Es soll Musik geben, heiße Getränke, Kaffee und Kuchen, einen Umsonstbasar und zahlreiche Möglichkeiten des Beisammenseins. Während wir all das klar von einer politischen Kundgebung unterscheiden können, ist die Landesdirektion dazu anscheinend nicht gewillt oder nicht in der Lage.“

    Das Fest wird stattfinden

    Das Winterfest „Wir feiern zusammen! Wir halten zusammen!“ wird dennoch von 14 bis 18 Uhr in der Max-Liebermann-Straße stattfinden. „Gezwungenermaßen haben wir nun eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe zur Unterkunft angezeigt“, berichtet Linde und schließt: „Mit dem Verbot hat die Landesdirektion uns nun auch ein aktuelles politisches Thema aufgezwungen, das wir vor Ort natürlich ansprechen werden. Dennoch wollen wir weiterhin vor allem eines: Mit allen Menschen vor Ort ein tolles gemeinsames Fest veranstalten.“

    Alle interessierten und solidarischen Menschen sind herzlich dazu eingeladen, am Fest teilzunehmen.

    Sie finden eine mehrsprachige Einladung zum Fest unter: https://protestlej.wordpress.com/2019/12/07/winterfeier-am-14-12-19/

    Unter ein Statement zur Untersagung unter: https://protestlej.wordpress.com/2019/12/11/landesdirektion-untersagt-das-winterfest-vor-der-erstaufnahmeeinrichtung-in-leipzig-gohlis/

     

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige