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Gebhardt: Betriebsverlagerung der Meleghy Automotive in Bernsbach hinterfragen

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    Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, Rico Gebhardt, hat in dieser Woche den Betriebsrat der Meleghy Automotive GmbH in Bernsbach besucht. Die Beschäftigten des Blechformwerkes sollen ihre Standorte in Bernsbach und Lößnitz verlassen und nach Reinsdorf bei Zwickau umziehen, wo seit 2019 eine neue Fabrikhalle entsteht. Dagegen wehrt sich die Belegschaft.

    Gebhardt erklärt:

    „Seit 2013 befinden sich die traditionsreichen Blechformwerke Bernsbach nach einem Insolvenzverfahren im Eigentum der Meleghy International aus Nordrhein-Westfalen. Der Betriebsrat kritisiert, dass der Investitionsbedarf seitdem bekannt gewesen, aber nicht behoben worden sei – entgegen anderslautender Zusagen und offenbar mit Kalkül. Am neuen Standort, der näher an der Autobahn liegt, sollen nur 250 der bisher 400 Arbeitsplätze erhalten werden. Weil nur die Endfertigung übrigbleiben soll, fallen viele hoch qualifizierte Jobs weg.

    Anstelle der etwa 12.000 Teile umfassenden Blechverarbeitung mit breitem Kundenstamm sollen künftig vor allem Bauteile für Elektroautos von VW entstehen. Eine solche Abhängigkeit wäre hoch problematisch, nicht zuletzt vor dem Hintergrund möglicher Rechtsstreite, wie VW sie etwa mit der Prevent-Gruppe geführt hat – zulasten der Beschäftigten beim Zulieferer.

    Die Geschäftsleitung sollte prüfen, ob es neben dem neuen Werk in Reinsdorf eine Perspektive für die beiden alten Standorte gibt, zumal noch Aufträge bis 2026 vorliegen. Eine breite Produkt- und Kundenpalette ist ein Wettbewerbsvorteil und kann Luft verschaffen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Staatsregierung sollte in dieser Richtung Einfluss nehmen.

    In der Automobilindustrie drohen durch die Umstellung auf Elektromobilität tausende Jobs wegzufallen. Die Regierung muss diese Prozesse mit gezielter Industriepolitik begleiten, um einem Kahlschlag entgegenzuwirken. Die IG Metall hat gute Vorschläge gemacht, die wir auch im Landtag erheben. Dazu zählen ein Transformationskonzept und ein Frühwarnsystem für Unternehmen in Not.

    Ein Fonds soll die Umstellung auf klimagerechte Mobilität erleichtern. In Berlin sollte Sachsens Regierung für ein Transformations-Kurzarbeitergeld streiten. Warme Worte werden es ebenso wenig richten wie der Markt. Jeder Betrieb verdient individuelle Begleitung.“

    Der Leipziger OBM-Wahlkampf in Interviews, Analyse und mit Erfurter Begleitmusik

     

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