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Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau: Stadträte sollen gegen weitere Ausgliederungen stimmen

Von ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft fordert die Zwickauer Stadträte auf, in der am 28. Mai stattfindenden Ratssitzung gegen weitere Ausgliederungen von Klinikbereichen zu stimmen. Nachdem bereits das Medizinische Versorgungszentrum Poliklinik West, die Reinigung und die Küche sowie die Labordiagnostik ausgegliedert wurden, sollen weitere Bereiche folgen.

    Simone Bovensiepen, Gewerkschaftssekretärin im Bereich Gesundheitswesen für die Region Zwickau, nennt die von Ausgliederung betroffenen Bereiche:

    Controlling einschließlich Medizincontrolling, Arbeits- und Umweltschutz, Qualitätsmanagement, technischer- und medizintechnischer Dienst, ärztlicher Sekretariatsdienst, Unternehmenskommunikation, Informatik, Patientenabrechnung, Einkauf, Sozialdienst, Bibliothek, Finanz- und Rechnungswesen, Personalverwaltung, Justiziariat sowie die Medizinische Berufsfachschule.

    Begründet werden die Ausgliederungen mit Fachkräftemangel und tarifvertraglich geregelten Lohn- und Gehaltssteigerungen.

    „Widersprüchlicher kann eine Begründung nicht sein“, empört sich die Gewerkschafterin. „Gerade gute Arbeitsbedingungen ziehen Fachkräfte an. Vielmehr geht es der Geschäftsführung um finanzielle Einsparungen im Personaletat.“

    „Wir fordern die Stadträte auf, gegen die Ausgliederungen zu stimmen und damit eine weitere Aufspaltung der Beschäftigten zu verhindern. Stattdessen sollten sie darüber nachdenken, die bereits vollzogenen Ausgliederungen zurück zu nehmen. Beispiele hierfür gibt es in der benachbarten Pleißental-Klinik Werdau und im Klinikum Chemnitz.“

    Unterstützt wird die Forderung mit der Petition: Outsourcing im Zwickauer Heinrich-Braun-Krankenhaus stoppen!

    https://www.openpetition.de/petition/online/outsourcing-im-zwickauer-heinrich-braun-krankenhaus-stoppen

    Die Tarifverhandlungen am Krankenhaus laufen seit über einem Jahr, Gehaltsregelungen sind vereinbart, weiter Regelungen zu den Arbeitsbedingungen stehen noch aus.

    Gastkommentar von Christian Wolff: 71 Jahre Grundgesetz – Demokratie kennt keine Quarantäne

     

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