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Inklusives internationales Freiwilligencamp – Zwölf Jugendliche werkeln und bauen in Engelsdorf

Wiederholt heißt es in diesem Jahr: Inklusives internationales Freiwilligencamp in Leipzig-Engelsdorf. In diesem Jahr unter Corona Bedingungen mit einem Hygienekonzept und auf die andere Art.

Das Freiwilligencamp in Leipzig Engelsdorf ist in diesem Jahr interkulturell. Die Teilnehmer/-innen haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Einzig zwei Teilnehmerinnen kommen aus Ungarn und Griechenland. Seit vergangener Woche engagieren sie sich beim Aufbau von SALVIA. Dies ist ein barrierfreier Bildungsgarten, in welchem Menschen mit und ohne Behinderung lernen und arbeiten.

Die Idee hatte der gemeinsam grün e.V. In Zusammenarbeit mit der VILLA initiierten sie seit vergangenem Jahr Jugendbegegnungen. Gegenwärtig gärtnern die Jugendlichen, bauen Kräuter und Duftpflanzen an, ernten Obst und schaffen barrierearme Lernräume für Besucher:innen. Unterstützt werden sie an einigen Tagen durch eine Klasse der Förderschule Thonberg.

Gemeinsam sind der Bau von Hügelbeeten, ein Insektenhotel und die Schaffung einer Bienenfläche geplant. In naher Zukunft wird das barrierefreie Imkern möglich. Nebenbei erwerben die Kinder und Jugendlichen Wissen rund um die Tier- und Pflanzenwelt.

Seit Mittwoch helfen die zwölf Teilnehmer:innen im Ökohaus Markkleeberg beim Bau von Hochbeeten und einem Kompost. Noch bis Freitag sind sie hier tätig, bevor es für die letzte Woche noch einmal nach Engelsdorf geht.

Jessica Reinsch, Europäische Jugendarbeit in der VILLA: „Es ist klasse, dass sich jedes Jahr ein Stück Bildungsgarten ob in Engelsdorf oder Markkleeberg erweitert. Doch viel spannender ist, dass die Jugendlichen aus verschiedenen Nationen mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen gut miteinander auskommen. Sie haben drei Wochen Spaß. Das verbindet sie!“ Das Workcamp läuft noch bis zum 11. September 2020.

Normalerweise engagieren sich Freiwillige aus verschiedenen europäischen Ländern in den Workcamps. Ausgerichtet werden diese vom Soziokulturellen Zentrum „Die VILLA“ in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern. Infolge der ungewissen Situation sagte das Zentrum Begegnungen in diesem Jahr ab oder sie finden verändert statt.

Ermöglicht wird die Europäische Jugendarbeit durch das Europäische Solidaritätskorps +. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

HINTERGRUND

Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“

Die Geschichte der VILLA begann im Frühjahr 1990. Seinerzeit besetzte eine Gruppe junger, engagierter Menschen die Stadtleitung der Freien Deutschen Jugend in Leipzig. Seitdem sind knapp 30 Jahre ins Land gegangen und mehr als 40 Vereine, Initiativen und Organisationen nutzen die Räume und Möglichkeiten des Soziokulturellen Zentrums in der Lessingstraße 7 in Leipzig.

Es entstand eine Angebotsvielfalt, welche in Leipzig kein zweites Mal existiert: Über 100 Veranstaltungen und Angebote und deutlich über 1.500 Besucher die Woche sind eine stolze Bilanz. Das Haus ist offen für jeden. Ein Begegnungsort für Menschen jedweden Alters und unabhängig von deren Herkunft. Ein Raum für eigene Ideen und Projekte. Für jeden Einzelnen eine Möglichkeit, seinem Anliegen einen Ausdruck zu verleihen.

Die Arbeit der VILLA richtet sich an ein breites Publikum. Hier werden Besucher zu Nutzern und agieren gemeinsam auch über Generationsgrenzen hinweg. Die VILLA schafft einen Freiraum für Kunst und Kultur, für gesellschaftliches und politisches Engagement in ihrem unmittelbaren Umfeld und über dessen Grenzen hinaus. Sie gibt durch ihre zentrale Lage und Konzeption auf verschiedene gesellschaftliche Bedingungen die richtige Antwort.

Die Vision der VILLA ist die gleichberechtigte, selbstbestimmte und engagierte Teilhabe von Menschen aus Leipzig an ihrer Nachbarschaft und der Gesellschaft. Mit der Initiierung verschiedener Angebote und Projekte aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kultur und Bildung soll dies realisiert werden.

Träger des soziokulturellen Zentrums ist die VILLA gGmbH. Mit ihren knapp 50 Mitarbeitern ist sie zudem an anderen Standorten der Stadt Leipzig wie zum Beispiel mit dem KOMM-Haus in Grünau, dem Makerspace im Leipziger Norden, dem Seniorenhaus in Plagwitz oder dem Müzik.Stüdyo.74 im Leipziger Osten aktiv.

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 82: Große Anspannung und Bewegte Bürger

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Foto: privat

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Ausgezeichneter kritischer Journalismus: Zwei Mal Unterstützung für Leipziger Journalisten durch die Otto-Brenner-Stiftung
Michael Kraske: Der Riss. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 17. November zeichnet die Otto-Brenner-Stiftung wieder herausragende Leistungen für kritischen Journalismus aus. Diesmal gehen zwei Auszeichnungen an Journalisten aus Leipzig. Beide konnten wir mit ihren Büchern schon in der L-IZ vorstellen. Die Preisverleihung findet aufgrund der Corona-Pandemie am 17. November in Berlin ohne Publikum statt – sie wird für alle Interessierten ab 18 Uhr im Livestream über die Internetseiten der Stiftung zu verfolgen sein.