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Schlichtung in der ostdeutschen Glasindustrie erfolgreich

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    Die Schlichtung zwischen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Bundesarbeitgeberverband Glas & Solar ist erfolgreich gewesen: In erster Instanz einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber gestern in Düsseldorf auf einen Tarifabschluss für die 3.000 Beschäftigten in der ostdeutschen Glasindustrie.

    Durch ihr völlig unzureichendes Angebot in der zweiten Verhandlungsrunde hätte die Arbeitgeberseite das Scheitern der Verhandlungen erzwungen, so IG-BCE-Verhandlungsführer Markus Kraft. „Jetzt haben wir einen tragbaren Kompromiss gefunden, mit dem die Beschäftigten an den Erfolgen der Glasbranche beteiligt werden.“

    Die Beschäftigten erhalten einen steuerfreien Corona-Bonus in Höhe von 200 Euro, Auszubildende bekommen 100 Euro. Ausgezahlt wird der Bonus spätestens im Dezember dieses Jahres. Entgelt und Ausbildungsvergütungen steigen stufenweise um insgesamt 2,5 Prozent, ab dem 1. November 2020 um 1,5 Prozent und ab dem 1. April 2021 um 1,0 Prozent.

    Wie mit dem Tarifabschluss 2018 beschlossen, arbeiten die Beschäftigten bei vollem Lohnausgleich ab dem 1. Januar 2021 nur noch 37,5 Stunden pro Woche. Damit gibt es bei der Wochenarbeitszeit keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Gleichzeitig wird das Entgelt weiter dem Westniveau angepasst, um mindestens 1,2 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 18 Monate bis zum 31. Dezember 2021.

    Der Flächentarifvertrag in der Glasindustrie Ost umfasst unter anderem die Herstellung von Glas für die Automobilindustrie, für den Spirituosenmarkt, individuell gestaltete Flakons, Bau- und Spezialprodukte, die Herstellung von Quarzglasmaterialien wie zum Beispiel Zylindern und Rohren, Glasverpackungen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie sowie die pharmazeutische Branche.

    Große Betriebe sind Saint Gobain in Torgau, Pilkington in Aken, Wiegand-Glas in Schleusingen und Großbreitenbach, Johns Manville Schuller in Steinach, Heinz Glas in Piesau, QSIL GmbH in Ilmenau, O-I Glasspack in Bernsdorf und die beiden Ardagh-Standorte in Drebkau und Neuenhagen bei Berlin.

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