14.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Eierkennzeichnung „ohne Kükentöten“ für viele unzureichend und verwirrend

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Jährlich werden rund 45 Millionen männliche Küken in Deutschland getötet, weil Hähne der Legehennenrassen nicht für die Mast geeignet sind. Das Töten ist aber nicht alternativlos: Erzeuger/-innen können auch Bruderhähne trotz ihres geringen Fleischansatzes aufziehen und die Mehrkosten ausgleichen, indem sie die Eier der Schwesterhennen mit einem Preisaufschlag anbieten.

    Eine andere Methode ist die Geschlechtsbestimmung im Brutei mit anschließendem Aussortieren der Eier mit männlichen Embryonen. Im Handel finden sich verschiedene Label, die Eier aus solchen Produktionsweisen auf dem Karton kennzeichnen. „Für Verbraucher*innen ist jedoch nicht immer nachvollziehbar, was genau sich dahinter verbirgt“, sagt Dr. Birgit Brendel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen.

    Ziel einer repräsentativen GfK- Befragung war es daher, das Verbraucherverständnis zu diesen Labeln zu ermitteln.

    In einem Punkt sind die Ergebnisse der im Dezember 2020 durchgeführten Erhebung eindeutig: 85 Prozent der 1003 Befragten lehnen das Töten männlicher Küken ab.

    Bei der Vorlage von vier verschiedenen Eierpackungen mit Labeln zum Schutz männlicher Küken wird die Verwirrung der Verbraucherschaft deutlich: Nur zwei der Label („Huhn & Hahn“ sowie „Hähnlein“) konnten mehr als zwei Drittel der Befragten richtig einordnen.

    Die Bedeutung der anderen beiden Label „Bruderhahn-Patenschaft“ (Dein Landei) und „Ohne Kükentöten“ (respeggt) wurde von einem großen Teil der Verbraucher/-innen falsch interpretiert. 38 Prozent der Befragten akzeptieren die Angabe „ohne Kükentöten“ nur für die Aufzucht der männlichen Küken, nicht aber für die Geschlechtsbestimmung im Ei. 45 Prozent finden den Hinweis für beide Alternativen angemessen. In der Praxis finden beide Verfahren Anwendung.

    Demzufolge wünschen sich die meisten Befragten mehr Transparenz: 73 Prozent fordern, dass zusätzlich zur Angabe „ohne Kükentöten“ die Methode genannt wird, mit der der Kükentod vermieden wird. Zudem wird eine Erläuterung des Verfahrens auf oder in der Verpackung gewünscht.

    „Die Ergebnisse zeigen, dass ein Teil der aktuellen Kennzeichnungen und insbesondere die alleinige Angabe „ohne Kükentöten“ nicht verbraucherfreundlich ist“, so Brendel. „Wir erwarten eine eindeutige und transparente Kennzeichnung. Neben der eingesetzten Methode sollte auch darüber informiert werden, wie und wo Bruderhähne aufgezogen werden.“

    Das massenweise Töten männlicher Küken soll ab 2022 verboten werden.
    Weitere Ergebnisse der Umfrage sowie Informationen zu den Eierkennzeichnungen unter: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/toetung-von-eintagskueken-diese-alternativen-gibt-es-11924

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige