Nachdem die 5. Tarifverhandlung mit dem Berlin-Brandenburger Arbeitgeberverband VME ergebnislos beendet – und eine weitere Verhandlung für den 7. Mai vereinbart wurde, ruft die IG Metall heute rund 16.100 Beschäftigte in Sachsen und Brandenburg zu ganztägigen Warnstreiks auf. Seit 20. April beteiligten sich einschließlich Mittwoch mehr als 53.000 Kolleginnen und Kollegen an Warnstreiks.

Eine Welle der Solidarität erreicht die IG Metall aus Betrieben, Gesellschaft und Politik. Bis gestern Morgen haben mehr als 1.800 Betriebsräte ihre Solidarität erklärt. Sie sprechen damit stellvertretend die Solidarität für 1,6 Millionen Beschäftigte aus.

Auf der Internetseite www.igmetall-bbs.de/angleichung hat die IG Metall am Freitagabend eine Soli-Unterschriftenaktion gestartet. Bis heute Abend haben schon mehr als 3.500 Menschen unterzeichnet.

Metall- und Elektroindustrie

ganztägige Warnstreiks am Mittwoch, 28. April, in Brandenburg und Sachsen:

Brandenburg

4.00 Uhr Ganztägiger Warnstreik ZF Brandenburg
Caasmannstr. 9, 14770 Brandenburg
Redner um 9 Uhr: Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der
IG Metall und um 12 Uhr: Pascal Meiser, MdB, Die Linke

Sachsen

6.00 Uhr Ganztägiger Warnstreik Volkswagen Sachsen Fahrzeugwerk Zwickau
Glauchauer Str. 40, 08058 Zwickau

6.00 Uhr Ganztägiger Warnstreik Volkswagen Sachsen Gläserne Manufaktur
Lennestr. 1, 01069 Dresden

6.00 Uhr Ganztägiger Warnstreik Porsche Leipzig
Porschestr. 1, 04158 Leipzig

6.00 Uhr Ganztägiger Warnstreik GKN Driveline Deutschland
Glauchauer Str. 38, 08058 Zwickau

6.00 Uhr Ganztägiger Warnstreik SAS Autosystemtechnik
Industriepark 5, 08393 Meerane

Aktuelle Informationen auf www.igmetall-bbs.de

Hintergrund:

Die IG Metall fordert ein Volumen von 4 Prozent für Entgelterhöhungen oder zur Beschäftigungssicherung. Außerdem geht es um Zukunftstarifverträge, um die Transformation zu gestalten, und tariflich verbesserte Übernahmeregeln für Ausgebildete. D

azu fordert die IG Metall im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen für die rund 290.000 Beschäftigten (110.000 in Berlin-Brandenburg und 180.000 in Sachsen) ein Tarifliches Angleichungsgeld, damit 30 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich Schluss ist mit der Ungleichbehandlung der Beschäftigten in Ost und West.

- Anzeige -

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar