Albrecht Pallas, Sprecher für Innenpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Evaluation der Waffenverbotszone in Leipzig: „Die Waffenverbotszone in Leipzig sollte nach Vorliegen des Evaluationsberichtes abgeschafft werden. Mit ihr und der Möglichkeit verdachtsunabhängiger Kontrollen wurden Bürger/-innenrechte viel zu stark eingeschränkt.“

„Zudem hatte sie in Leipzig keinen nennenswerten Erfolg bei der Kriminalitätsbekämpfung und führte maximal zur Verdrängung krimineller Handlungen an andere Orte. Die Waffenverbotszone ist ein untaugliches Mittel zur Bekämpfung der Probleme an der Eisenbahnstraße in Leipzig“, bewertet Innenexperte Albrecht Pallas den Evaluationsbericht.

Dennoch gibt es, und das kann niemand abstreiten, ein Kriminalitätsproblem rund um diese Abschnitte der Leipziger Eisenbahnstraße. Diese muss aber eben mit wirksamen Mitteln und nicht mit Law-and-Order-Symbolpolitik bekämpft werden. Das heißt: Mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt und dadurch mehr sichtbare Sicherheit – wie vom Leipziger Stadtrat und der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung gefordert.

Besonders wichtig ist aber auch, dass es soziale Maßnahmen und Präventionsarbeit vor Ort gibt, um die Ursachen der Kriminalität anzupacken und für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt im Stadtteil zu sorgen. Nur so kann man mittel- und langfristig das Problem lösen“, ist sich der gelernte Polizist Pallas abschließend sicher.

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar