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DIAKOMED erhält Auszeichnung von Sozialministerin Petra Köpping

Von Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
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    Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, sprach bei der gestrigen Ehrung des DIAKOMED-Diakoniekrankenhauses Chemnitzer Land allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihren Dank aus. Sie erklärte: „Das Krankenhaus ist ein Vorbild. Die Organspende wird hier als selbstverständlicher Teil des Versorgungsauftrages angesehen.“

    Im Rahmen einer Feierstunde übereichte die Ministerin gemeinsam mit der Geschäftsführenden Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in der Region Ost, Dr. med. Katalin Dittrich, eine Auszeichnungsurkunde an die Vertreter des Krankenhauses.

    Petra Köpping führte weiter aus: „Die beiden Transplantationsbeaufragten im DIAKOMED erfüllen ihre Aufgabe mit großem Engagement. Sie haben klare Zuständigkeiten und Handlungsabläufe für den Ablauf einer Organspende in ihrem Haus geschaffen. Dies ist nicht nur für ein Gelingen der Organspende, also aus Sicht der Patientinnen und Patienten auf der Warteliste, wichtig. In einer guten Struktur erhalten zudem auch die Angehörigen die Sicherheit, dass respektvoll mit dem oder der Verstorbenen umgegangen wird. Nur wenn dieses Gefühl besteht, ist eine Entscheidung für die Organspende auch bei den Angehörigen auf Dauer stabil.“

    Der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und interdisziplinäre Intensivmedizin, Dr.med. Frank-Günter Mewes, ist ärztlicher Transplantationsbeauftragter im DIAKOMED. Unterstützt wird er von der pflegerischen Transplantationsbeauftragten Stephanie Möckel. Dr. Frank-Günter Mewes erklärte: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. In unserem Krankenhaus ist eine Organspende ein seltenes Ereignis. Umso bedeutsamer ist, für den akuten Fall vorab festzulegen, welche Schritte zu tun sind. Es ist notwendig, regelmäßig zu informieren und alle Kolleginnen und Kollegen zu sensibilisieren. Ein wichtiger Teil unserer Aufgabe ist für uns aber auch die Betreuung der Angehörigen.“

    Dr. med. Katalin Dittrich, Geschäftsführende Ärztin der DSO in der Region Ost, führte aus: „Wir danken den beiden Transplantationsbeauftragten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DIAKOMED für die gute Zusammenarbeit und die starke Identifikation mit dem Thema Organspende. Als Koordinierungsstelle für die Organspende sind wir auf die Unterstützung der Kliniken und besonders auf die Kooperation mit den Transplantationsbeauftragten angewiesen. Wir hoffen, die heutige Auszeichnung ist auch eine Motivation für alle Krankenhäuser, die Organspende weiterhin zu unterstützen. Dabei stehen die Koordinatorinnen und Koordinatoren der DSO rund um die Uhr für Fragen und zur Unterstützung im Organspendeprozess zur Verfügung.“

    Die DSO ist die Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende gemäß Transplantationsgesetz und bietet den rund 1200 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland umfassende Unterstützungsangebote bei den Abläufen der Organspende an – von der Beratung zur medizinischen Eignung eines potentiellen Spenders, über Unterstützung im Gespräch mit den Angehörigen bis zu Koordinierung der Organentnahme und der Transportlogistik zu den Transplantationszentren.

    Dazu gehören auch Vorträge und Beratungen in den Kliniken, Fort- und Weiterbildungen, ein zertifiziertes E-Learning-Fortbildungsprogramm sowie fachbezogene Informations- und Arbeitsmaterialien. In der Region Ost (Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen) gibt es 141 Krankenhäuser, zu deren Aufgaben es gehört, mögliche Organspender zu erkennen und an die DSO zu melden.

    Seit vielen Jahren zeichnet die DSO gemeinsam mit den jeweiligen Landesministerien Krankenhäuser aus, die sich besonders vorbildlich für die Organspende engagieren. Ziel ist es, die Anstrengungen einzelner Krankenhäuser zu würdigen und sie weiter zu motivieren. Wichtige Kriterien dabei sind die kontinuierliche Fortbildung der Transplantationsbeauftragten sowie Schulungen für die Mitarbeiter der Intensivstationen, die Erarbeitung interner Richtlinien für den Fall einer Organspende, die enge Zusammenarbeit mit der DSO, z.B. regelmäßige Analysen aller Todesfälle mit Hirnschädigung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Angehörigen.

    Außerdem soll die Auszeichnung andere Kliniken anspornen, ebenfalls optimale Voraussetzungen für mögliche Organspenden zu etablieren. Die Zahl durchgeführter Organspenden ist hingegen kein vorrangiges Kriterium. Die Auswahl der zu ehrenden Kliniken erfolgt jeweils in Abstimmung mit dem regionalen Fachbeirat einer DSO-Region. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern der regionalen Transplantationszentren, der Landesärztekammern, der gesetzlichen Krankenversicherer und der Krankenhäuser der Region sowie einem Vertreter des jeweiligen Bundeslandes.

    In Sachsen gab es im Jahr 2020 insgesamt 68 Organspender (2019: 66). Es konnten 227 Organe für die Transplantation entnommen werden (2019: 205). Etwa 460 Menschen aus Sachsen standen Ende Dezember 2020 auf der Warteliste für eine Transplantation. Von Januar bis Ende April 2021 spendeten 15 Menschen in Sachsen nach dem Tod ihre Organe, im selben Vorjahreszeitraum waren es 25.

    Am Samstag, dem 5. Juni, findet der diesjährige bundesweite Tag der Organspende statt. Weitere Informationen finden sich unter www.tagderorganspende.de.

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