Wie lässt sich der italienische Neofaschismus heute über seine politischen Inhalte hinaus verstehen? Diese ethnologische Studie analysiert, was es heißt, Faschist in Italien zu sein, und berücksichtigt dabei besonders mehrgenerationale Bezüge.

Dieser innovative Ansatz erlaubt eine mehrdimensionale Interpretation des Neofaschismus als Zusammenspiel gesellschaftlicher Marginalisierungsprozesse, familiärer Dynamiken, religiöser Elemente und politischer Wirksamkeit. Indem Mechanismen der Verdrängung und der Weitergabe von Tradition und Trauma in römischen Familien systematisch aufgearbeitet werden, kann die zentrale Bedeutung des vorpolitischen Raums für die Existenzsicherung der Subkultur in einer auf kollektivem Antifaschismus basierenden Nachkriegsrepublik konzise erklärt werden.

DR. LENE FAUST, Ethnologin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern. Sie promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Teilnahmegebühr nach Selbsteinschätzung | Teilnahmelink: https://lecture.senfcall.de/fra-acp-eon oder unter www.frauenkultur-leipzig.de/programm

Mi, 27. 10. 2021 | 18.00 Uhr
ONLINE-VORTRAG & DISKUSSION
Neofaschismus in Italien
DR. LENE FAUST

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