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Sturmtief: Feuerwehren und Straßenmeistereien im Dauereinsatz

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    Die Landkreisverwaltung hat eine Bilanz der starken Herbststürme vom Donnerstag (21.10.22) gezogen. Nach Angaben des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mussten die Freiwilligen Feuerwehren in allen Teilen Nordsachsens zu rund 200 Unwetter-Einsätzen ausrücken. In den meisten Fällen waren Bäume und große Äste auf Straßen gestürzt. Vielerorts hatten sich zudem Dachziegel gelockert.

    In Welsau (Stadt Torgau) kippten die Orkanböen einen Transporter um, in Leisnitz (Gemeinde Liebschützberg) einen Lastkraftwagen. In Gastewitz (Naundorf) drohte ein Strommast umzustürzen. In Hohenprießnitz (Zschepplin), Dahlenberg (Trossin) und Bortewitz (Dahlen) waren Bäume in Freileitungen gefallen.

    Auch die fünf Straßenmeistereien des Landkreises waren im Dauereinsatz, um Kreis-, Staats- und Bundesstraßen zu beräumen, einige konnten erst am Freitag (22.10.21) wieder freigegeben werden. Zudem hatte der Sturm zahlreiche Verkehrszeichen und Lichtsignalanlagen verdreht. Um die Schäden entlang eines Waldstücks zu beseitigen, bleibt die Kreisstraße zwischen den Naundorfer Ortsteilen Nasenberg und Raitzen noch bis Montag (25.10.21) gesperrt.

    Das Landratsamt selbst wurde ebenfalls vom Sturmtief getroffen. Am Verwaltungsstandort Torgau mussten der Hauptzugang und Teile des Innenhofes von Schloss Hartenfels wegen herabfallender Dachziegel gesperrt werden. Am Standort Delitzsch stürzte zwischen den Häusern A und C ein Baum um, wodurch eine Fensterscheibe zu Bruch ging.

    Nordsachsens Landrat Kai Emanuel dankte den Einsatzkräften allerorten für ihr schnelles und beherztes Eingreifen: „Sie standen mitten im Sturm, um Straßen und Wege frei zu räumen, Schaden zu begrenzen oder fernzuhalten.“ Besonders erfreulich sei, dass keine Personen verletzt wurden.

    Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig war der Sturm aus westlicher Richtung mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 111 Stundenkilometern über Nordsachsen gefegt. Die Regenmengen blieben hingegen vergleichsweise gering: 1,6 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden in Oschatz, zwei Liter am Flughafen in Schkeuditz.

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