Wie jetzt öffentlich bekannt wurde, ist die Kündigung des Standortes der Konsumfiliale in der Demmeringstraße in Altlindenau gerichtlich bestätigt worden. Das bedauern wir sehr. Seit Monaten protestierten die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner im Kiez gegen die drohende Schließung. Weit über 2.000 Unterschriften wurden für den Erhalt der Filiale gesammelt.

Der Stadtrat der Linksfraktion für Alt-West, Dr. Volker Külow, und das Mitglied des SBB Alt-West, Thomas Naumann, erklären angesichts der neuen Situation: „Die nunmehr drohende Schließung des Konsums und der Einzug eines Biomarktes würde für Altlindenau einen Gentrifizierungsschub auslösen und die soziale Zusammensetzung des Ortsteils erheblich gefährden.

Auch wenn die Stadt keine rechtlichen Möglichkeiten zum Eingreifen hat, trägt sie doch eine politische Verantwortung, diese Entwicklung möglichst zu verhindern. Wir haben mündlich und schriftlich sowohl den Oberbürgermeister als auch den zuständigen Bürgermeister Dienberg mehrmals zum Handeln aufgefordert und u.a. ein Mediationsverfahren angeregt. Leider erfolgten bislang keinerlei Aktivitäten seitens der Verwaltungsspitze.“

Eine kleine Chance gibt es jetzt noch. Wer unbedingt einen Biomarkt in diesem Stadtteil ansiedeln will, findet genug alternative Standorte. Bei dieser Suche sollte die Stadt den Berliner Investor unterstützen, um zumindest damit kurz vor Ultimo einen kleinen Beitrag zur Rettung des Konsums zu leisten.

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