Die Europäische Kommission hat mit der EU-Taxonomie klargestellt, wer und was unter die für Geschäftsbeziehungen wichtigen ESG-Kriterien (Umwelt (Environment), Soziales (Social), verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance)) fällt. An der Kategorisierung orientieren sich Banken und Investoren, um sich ein möglichst nachhaltiges und grünes Portfolio aufzubauen. Die Nichtaufnahme der wehrtechnischen Industrie als ESG-relevante Branche könnte den heimischen Unternehmen schweren Schaden zufügen.

„Wenn die EU-Kommission die Sicherheitsindustrie nicht als nachhaltig klassifiziert, erfüllt die Branche nicht die ESG-Kriterien und muss mit schwerwiegenden Nachteilen bei Banken rechnen. Hier muss die neue Bundesregierung zügig einschreiten! Andernfalls können die Unternehmen sich langfristig nicht mehr finanzieren und müssten damit praktisch ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Wenn die neue Bundesregierung hier nicht schnellstens gegensteuert, kann sie sich zehntausende Arbeitslose auf die Fahne schreiben“, sagt Jens Lehmann, direkt gewählter CDU-Bundestagsabgeordneter aus Leipzig und Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages.

Durch den Trend zu nachhaltiger Ausrichtung verweigern immer mehr Banken Geschäftsbeziehungen zur wehrtechnischen Industrie bzw. schränken ihre Zusammenarbeit mit der Branche deutlich ein.

„Das kann nicht im Interesse Deutschlands sein. Wenn wir weiter in Frieden und Sicherheit leben wollen, müssen wir dafür auch etwas tun. Das geschieht durch die Bundeswehr und die Polizei, aber eben auch durch die Sicherheitsbranche, die deren Ausrüstung produziert. Wird der Branche durch die EU-Kommission der Zugang zu Banken und Investoren erheblich erschwert, dann kann sich Deutschland, aber auch Europa, langfristig nicht mehr selbst schützen. Frieden und Wohlstand kann man so nicht erhalten“, so Jens Lehmann abschließend.

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