Schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen sind sowohl bei einer Grippe- als auch bei einer Corona-Infektion möglich. Schwangere, chronisch Kranke und ältere Menschen gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen. Die BARMER rät, den Impfschutz gegen Influenza und Corona jetzt aufzufrischen.

„COVID-19 und Influenza bleiben ernstzunehmende Infektionskrankheiten, auch wenn viele die Furcht vor ihnen verloren haben mögen. Außer den Risikogruppen sollten sich auch die Beschäftigten in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen impfen lassen“, sagt Monika Welfens, Landesgeschäftsführerin der BARMER Sachsen.

Die BARMER übernimmt die Kosten für eine Corona- und Grippeschutzimpfung auch unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe. Gegen Grippe können sich BARMER-Versicherte ab 18 Jahren auch in einer Apotheke impfen lassen. Sie müssen hierfür nur ihre Gesundheitskarte vorlegen. Die Apotheke rechnet die Impfkosten direkt mit der BARMER ab. Für die Corona-Schutzimpfung sollte ein Termin beim Hausarzt bzw. der Hausärztin vereinbart werden.

2022/2023 so viele Grippe-Infektionen wie lange nicht mehr

In den Jahren 2020 und 2021 war eine Grippewelle wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ausgeblieben. In der vergangenen Grippesaison 2022/2023 verzeichnete die BARMER mehr als dreimal so viele Krankschreibungen wegen einer Influenza als in der Grippesaison 2021/2022. „Die Grippeschutzimpfung sollte jedes Jahr neu durchgeführt werden, da sich die Grippeviren ständig weiterentwickeln. Dagegen hilft nur der jedes Jahr neu angepasste Grippeimpfstoff“, erklärt die BARMER-Landeschefin.

Da der Körper nach Verabreichung des Impfstoffs etwa 14 Tage benötigt, bis ein Impfschutz vollständig aufgebaut ist, sollte die Impfung vor Beginn der Grippesaison, am besten jetzt im Oktober oder November, durchgeführt werden. In diesem Zeitraum sollte auch der Impfschutz gegen COVID-19 aufgefrischt werden. „Je mehr Menschen sich in den kommenden Wochen impfen lassen, desto besser stehen die Chancen, schwere Infektionswellen im Herbst und Winter zu verhindern.“

Grippeimpfung jetzt auch in der Apotheke

Rechtzeitig zur Grippesaison können sich alle erwachsenen BARMER-Versicherten nun auch in Apotheken gegen die Grippe impfen lassen. Damit erweitert die BARMER ihr Angebot über die medizinische Regelversorgung hinaus. Diese sieht eine Impfung in Apotheken nur für bestimmte Risikogruppen wie zum Beispiel Personen über 60 Jahre oder Pflegende vor. Für die Impfung aller erwachsenen Versicherten in der Apotheke hat die BARMER einen Vertrag mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) geschlossen und ihre Satzung um die neue Leistung ergänzt.

„Die Grippeimpfung ist der einfachste und effektivste Schutz gegen die Influenza. Durch die Kooperation mit dem Deutschen Apothekerverband öffnen wir gemeinsam mit den Apotheken einen weiteren Zugang zu einem wirkungsvollen Infektionsschutz“, sagt die BARMER-Chefin.

Trotzdem! – AHA-Regeln nicht vergessen

Dass die Hygieneregeln nachweislich wirken, haben die vergangenen Jahre gezeigt. So sollte an Abstand halten, regelmäßiges Händewaschen und falls erforderlich im Alltag Maske tragen, gerade jetzt wieder verstärkt gedacht werden.

„Jeder Einzelne kann und sollte etwas tun, um sich und andere vor Infektionen zu schützen. Das Einhalten von Hygieneregeln sowie prophylaktische Impfungen bieten eigenen Schutz und helfen gleichzeitig die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu minimieren“, sagt Monika Welfens. Rücksichtnahme, Verantwortung und Disziplin seien gerade in den typischen Erkältungsmonaten besonders wichtig.

Mehr zur Grippeschutzimpfung: www.barmer.de/a000053

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar