Es ist knapp zehn Meter lang, wiegt 26 Tonnen, fasst 11.300 Liter Wasser plus 250 Liter Schaumbildner: das neue Großtanklöschfahrzeug (GTLF) für den Katastrophenschutz im Landkreis Nordsachsen. Seit dieser Woche ist es bei der Freiwilligen Feuerwehr in Torgau stationiert und ergänzt den sogenannten Löschzug Wald. Dieser besteht nunmehr aus einem Führungsfahrzeug, vier Tanklöschfahrzeugen TLF 3000 und dem neuen Giganten auf sechs Rädern.
Zur Verfügung gestellt wurde das rund 500.000 Euro teure GTLF vom Freistaat Sachsen. „Da es in Nordsachsen überwiegend Wälder mit hohem Gefährdungspotenzial gibt, müssen Brand- und Katastrophenschutz hier besonders gewappnet sein“, sagt der zuständige 2. Beigeordnete des Landkreises, Jens Kabisch.
Als ebenso „gigantischen Fortschritt für die Freiwilligen Feuerwehren“ bezeichnet er auch eine weitere Neuanschaffung: Nordsachsens erste mobile Atemschutzübungsanlage (MOBAS). Diese besteht aus zwei großen Containern, ist seit wenigen Tagen in Oschatz stationiert und kommt auf Anforderung per Wechsellader zu den örtlichen Wehren. Bislang gab es nur eine stationäre Anlage in Torgau sowie am Flughafen Leipzig/Halle.
Der Bedarf ist groß: „Von den 3.705 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten in Nordsachsen sind 1.754 als Atemschutzgeräteträger qualifiziert. Diese müssen ihre Befähigung regelmäßig nachweisen. Darum hat sich der Landkreis entschlossen, die rund 350.000 Euro teure Anlage mit Unterstützung des Freistaates anzuschaffen“, sagt Jens Kabisch.
Die Übungsstrecke absolvieren die Feuerwehrleute jeweils paarweise mit Atemschutzgerät in Einsatzausrüstung – bei völliger Dunkelheit, begleitet von Nebel, Geräusch- und Lichteffekten. Zur MOBAS gehört auch ein Sport- und Untersuchungsraum für die gleichfalls vorgeschriebene Überprüfung der körperlichen Belastbarkeit.






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