Die städtischen Museen Leipzigs verzeichnen weiterhin eine sehr hohe Zufriedenheit ihrer Besucherinnen und Besucher. Das zeigt die aktuelle Besucherbefragung 2025 des Kulturamtes und des Amtes für Statistik und Wahlen. Demnach bewerteten 97 Prozent der Befragten ihren Besuch als gut oder sehr gut.
Dies spiegelt sich auch in der hohen durchschnittlichen Besuchsdauer und in den vielen Mehrfachbesuchen der Leipzigerinnen und Leipziger wider, von denen zwei Drittel mehr als einmal in den Museen zu Gast waren. Mehr als die Hälfte aller Besucherinnen und Besucher nutzten den 2024 eingeführten freien Eintritt in die Dauerausstellungen, für jeden fünften Gast war dies gar der Grund das Museums zu besuchen.
„Die Ergebnisse der Besucherbefragung 2025 zeigen deutlich, dass sich die Entscheidung für den freien Eintritt in die Dauerausstellungen bewährt hat. Unsere Museen erreichen mehr Menschen und werden noch stärker als offene Orte der Bildung, Begegnung und kulturellen Teilhabe genutzt.
Durch die Entgeltfreiheit verändern sich die Museen: Sie werden noch stärker zu einladenden Orten des Austauschs, an denen Menschen selbstverständlich zusammenkommen. Die hohe Zufriedenheit der Besucherinnen und Besucher bestärkt uns darin, den Weg einer offenen und zugänglichen Kulturpolitik konsequent weiterzuverfolgen“, sagt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.
Zwischen Oktober und Dezember 2025 wurden insgesamt 1.476 Besucherinnen und Besucher in den Leipziger städtischen Museen befragt. 65 Prozent bewerteten ihren Museumsbesuch als „sehr gut“, weitere 32 Prozent als „gut“. Damit hat sich das ohnehin hohe Zufriedenheitsniveau im Vergleich zu den Vorjahren nochmals verbessert.
Besonders geschätzt werden die thematische Vielfalt der Ausstellungen sowie der Museumsbesuch als gemeinsames Erlebnis. Die Besucherinnen und Besucher verbringen durchschnittlich rund 1 Stunde und 40 Minuten in den Museen. Knapp drei Viertel besuchen die Einrichtungen in Begleitung.
Entgeltfreiheit stärkt den Zugang zu Kultur
Rund 53 Prozent der Befragten nutzten den kostenfreien Eintritt in die Dauerausstellungen. Die Zahlen zeigen, dass die Entgeltfreiheit weiterhin eine wichtige Rolle für die kulturelle Teilhabe spielt: 22 Prozent der Besucherinnen und Besucher, die das kostenlose Angebot nutzten, erklärten, dass sie das Museum bei Eintrittspflicht nicht besucht hätten. Insgesamt wären nach den Ergebnissen etwa 13 Prozent weniger Besuche zu erwarten, wenn der Zugang kostenpflichtig wäre.
Das kostenfreie Angebot wird auch häufiger von Gästen genutzt, die außerhalb Leipzigs wohnen. Gleichzeitig aber zeigt sich, dass viele Leipzigerinnen und Leipziger die Museen regelmäßig besuchen – zwei Drittel der lokalen Besucherinnen und Besucher waren bereits mehrfach dort. Im Naturkundemuseum gaben Gäste an, dass die fehlende finanzielle Barriere sehr zum Wohlfühlen in der Ausstellung beigetragen hat.
Museen erreichen Publikum aus Leipzig, Region und Ausland
Rund 37 Prozent der Befragten wohnen in Leipzig und 9 Prozent im Umkreis von 40 Kilometern, während 47 Prozent aus anderen Regionen Deutschlands anreisen. Die übrigen Besucherinnen und Besucher kommen aus dem Ausland. Damit bleiben die Museen wichtige kulturelle Anziehungspunkte über die Stadtgrenzen hinaus.
Die Alters- und Sozialstruktur der Besuchenden ist im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend stabil geblieben. Die Befragung zeigt zugleich, dass Ausstellungsthemen das Publikum gezielt erweitern können.
Die Besucherbefragung wurde von Oktober bis Dezember 2025 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Haus Böttchergäßchen und Altes Rathaus), Museum der bildenden Künste Leipzig, Naturkundemuseum Leipzig und GRASSI Museum für Angewandte Kunst durchgeführt. Befragt wurden ausschließlich Individualbesucherinnen und -besucher ab 18 Jahren.
Grundlage für Weiterentwicklung der Museumsangebote
Die Besucherbefragung wird seit mehreren Jahren in vergleichbarer Form durchgeführt und ermöglicht damit belastbare Zeitvergleiche. Die Ergebnisse dienen den Museen und dem Kulturamt als wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Angebote sowie für die Vorbereitung der nächsten Befragungsrunde im Jahr 2026. Ziel ist es, den Zugang zu kulturellen Angeboten möglichst niedrigschwellig und publikumsorientiert zu gestalten.
Für die einzelnen Häuser wurden verschiedene Details abgefragt. Im Alten Rathaus wird von Besuchern beispielsweise begeistert geschildert, wie schön es ist, dass man so nah an die Ausstellungsstücke heran darf und wie eindrucksvoll das Stadtmodell ist. Im Haus Böttchergäßchen begrüßen die Gäste besonders die vielen Mitmachstationen für Kinder.
Die städtischen Museen Leipzigs verstehen den Erfolg des Jahres 2025 als Bestätigung ihres Kurses und als Auftrag zugleich, die Museen als offene, zeitgemäße und leistungsstarke Orte kultureller Bildung weiterzuentwickeln. Sie sind nicht nur Orte der Bildung und kulturellen Teilhabe, sondern auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor für Leipzig.
Denn die Leipziger Museen tragen wesentlich zur Standortattraktivität bei. Sie stärken Leipzigs Profil als Kultur- und Tourismusstadt, erhöhen die Aufenthaltsqualität und sind ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung von Fachkräften, Unternehmen und Studierenden für den lebenswerten Standort.






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