Aufregung herrschte am heutigen Freitagmittag am und im Museum der bildenden Künste (MdbK) in der Leipziger Innenstadt. Gegen 12 Uhr schreckte ein Feueralarm die zu diesem Zeitpunkt etwa 40 Besucherinnen und Besucher des Museums aus ihrem Kulturgenuss. Sie mussten das Gebäude ebenso umgehend verlassen wie die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Feuerwehr fuhr vor und Einsatzkräfte eilten mit Atemschutzmasken hinein.

Gerade einmal fünf Minuten nach Auslösen des Alarms im Hause war die Feuerwehr Leipzig mit einem Löschfahrzeug und einem Hubrettungsfahrzeug vor Ort in der Katharinenstraße. Was war passiert? Dass der Leitstelle der Polizei auf Nachfrage der Leipziger Zeitung (LZ) zu diesem Einsatz keine Informationen vorlagen, war schon mal als gutes Zeichen zu werten. Diese Vermutung bestätigte kurze Zeit später Jörg Dittmer, der Leiter Marketing, Presse und Event des MdbK.

„Es handelte sich um einen Probealarm“, teilte er der LZ im Telefonat mit. Ein solcher Alarm sei gesetzlich in bestimmten Abständen vorgeschrieben. Unter anderem werde so getestet, ob die Räumung des Hauses funktioniere, ob sich die Lüftungsklappen öffnen – und ob überhaupt alles flutscht wie erforderlich. Der Probe-Schreck lief reibungslos über die Bühne. Nach rund einer halben Stunde konnten die evakuierten Personen das Museum wieder betreten.

Der Feuerwehr-Einsatz am MdbK erfolgte glücklicherweise nur wegen eines Probealarms. Foto: privat
Der Feuerwehr-Einsatz am MdbK erfolgte glücklicherweise nur wegen eines Probealarms. Foto: privat

Jörg Dittmer nahm das unerwartete Prozedere gelassen auf. „Ich bin schon zu lange dabei, als dass mich das erschrecken könnte“, gestand er schmunzelnd. Denn in seiner Zeit dort hat er solche Probealarme schon öfter mitgemacht. Auch sei es ein-, zweimal tatsächlich zu kleineren Rauchentwicklungen gekommen, die aber schnell unter Kontrolle waren. „Daher weiß ich, dass es selbst in einem solchen Fall keine wirkliche Katastrophe ist.“

Die Besucherinnen und Besucher konnten dann also wieder beruhigt durch die Ausstellungen des Museums der bildenden Künste flanieren. Bis zum 10. September ist dort zum Beispiel noch „Re-Connect. Kunst und Kampf im Bruderland“ zu sehen. Die dreiteilige Ausstellung widmet sich der Einwanderungsgeschichte der DDR und den damit verbundenen Folgen.

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