Kommentar: Reiches Heiz-Preis-Hammer kommt! Wo bleibt der Aufschrei bei den üblichen Verdächtigen?

Katherina Reiche im Bundestag.
Katherina Reiche (CDU) bei der Regierungsbefragung am 25.06.2025, Foto: Juliane Sonntag/photothek

Das Bundeskabinett hat am 13. Mai 2026 den Gesetzentwurf zur Gebäudemodernisierung (GModG) beschlossen. Mit dem Bild einer Wärmepumpe als Aufmacher wurde uns mitgeteilt, dass auch Gas- und Ölheizungen nun wieder zulässig sind. Es ist, wenn man der Veröffentlichung glaubt, ein Stück Freiheit für die Besitzer von Gebäuden bei der Wahl der Heizungssysteme, also die Abkehr von “Habecks Heizhammer”. Ist das wirklich so? Es wird ein wenig polemisch, das nur als Vorwarnung.

Aufmacher BMWE Übersicht zum GEG. Screenshot: LZ

Zum GModG stellen sich Fragen


Frage 1: Glauben Sie, dass nach dem Ende des Iran-Konflikts, egal wie dieser ausgeht, die Preise für Öl und Gas auf das Niveau von 2021 oder früher zurückgehen? Wenn ja, dann kennen Sie die Akteure auf dem Öl- und Gasmarkt, für die Wirtschaftsministerin Reiche lobbyiert, schlecht. Selbst wenn die Situation entstehen würde, dass es wieder russische Lieferungen gäbe, ist ein Preisrückgang auf dieses Niveau äußerst unwahrscheinlich. Ausreden der Akteure wird es in Hülle und Fülle geben.

Frage 2: Glauben Sie, dass der Verzicht auf eine Steigerung der CO₂-Abgabe im Jahre 2027 für Sie positive Effekte hat? Diese Frage stellt sich selbstverständlich nur, wenn Sie zu den Menschen gehören, bei denen Merz & Co. zukünftig sparen wollen, also zu 70 – 80 % der Bevölkerung. Das Geld für die CO₂-Abgabe war schließlich im Haushalt eingeplant, irgendwo anders muss man es sich ja holen.

Frage 3: Glauben Sie an das Märchen von „Biomethan, Bioheizöl, biogenem Flüssiggas oder aber grünem, blauem, orangenem oder türkisfarbenem Wasserstoff einschließlich daraus hergestellter Derivate“ zur Wärmeerzeugung, welches die Bundesregierung propagiert? Die Frage richtet sich besonders an diejenigen, die gegen den Ausbau der erneuerbaren Energien polemisieren. Ja, blühende Landschaften mit ökologisch und für die Ernährung nutzlosen Energiepflanzen, die vom Wirkungsgrad her weitaus mehr Fläche verbrauchen als Solaranlagen oder Windräder mit gleicher Leistung, mögen schöner aussehen. Aber wo soll der Strom für die Erzeugung des grünen Wasserstoffs herkommen?

Man könnte den Fragenkatalog noch weiterführen, belassen wir es dabei. Allerdings darf man nicht fragen:

Ist Katherina Reiche die schlechteste deutsche Wirtschaftsministerin aller Zeiten? Die Antwort wäre: JA, sie ist ja auch die Erste. Also eine sinnlose Frage.

Was ist nun mit dem Heiz-Preis-Hammer?

Fakt ist: Ab 2028 steigt die CO₂-Abgabe erneut, und zwar kräftig. Das wird zu weiteren Preissteigerungen bei allen fossilen Brennstoffen führen.

Webseite Viessmann: CO₂-Steuer Höhe Folgen und Tipps zum Energiesparen. Screenshot: LZ

Fakt ist: Wie die Preisgestaltung für die oben genannten „grünen Zusätze“ zu fossilen Brennstoffen aussehen wird, denken wir nur an Wasserstoff, den „Champagner der Energiewende“, ist vollkommen offen.

Fakt ist: Wenn diese Zusätze nicht ausreichend zur Verfügung stehen, wahrscheinlich wird es im endgültigen Gesetzestext heißen „Lieferbarkeit vorausgesetzt“, dann wird eben mit Öl oder Gas geheizt und die „Bio-Treppe“ bleibt ein theoretisches Konstrukt.

Webseite Viessmann: Infos zur GEG-Novelle. Screenshot: LZ

Fakt ist: Die Kosten, die durch die Bio-Treppe auf die Vermieter zukommen, werden diese in irgendeiner Weise auf die Mieter umlegen. Es sei denn, sie merken, dass das GModG den ökonomischen Zwang zum Verzicht auf Öl und Gasheizungen nur besser versteckt hat, als „Habecks Heizhammer“.

Bio-Treppe Kostenteilung, BMWE Übersicht zum GEG. Screenshot: LZ

Fazit: Hinter dem Märchen „Es gilt jetzt eine freie Heizungswahl für alle Gebäudeeigentümer.“ verbirgt sich ein knallharter ökonomischer Zwang auf die Gebäudeeigentümer zum Heizungstausch. Zum einen müssen sie den Eigenanteil an den Kosten für die „grünen Brennstoffe“ tragen, zum anderen müssen sie mit Widerstand der Mieter, auch der Firmen die Gewerbeobjekte gemietet haben, rechnen. Das Gebäude-Modernisierungs-Gesetz ist geschrieben von der Öl- und Gas-Lobby, die ihre Profite auf Kosten der Allgemeinheit sichern will. Es ist Reiches Heiz-Preis-Hammer.

Ach ja, dann ist ja noch die Frage: Was ist mit dem Klima? Dazu ein anderes Mal.

Spendenkonto des Weissen Rings e. V. für Opfer nach Amokfahrt in Leipzig

Menschen stehen vor Blumen und Kerzen und halten inne.
In Trauer und Zusammenhalt vereint: Menschen gedenken am Paulinum der Opfer der Leipziger Amokfahrt. © Lucas Böhme

Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer bietet Betroffenen der Amokfahrt vom 4. Mai 2026 schnell und unbürokratisch Hilfe und hat ein Spendenkonto eingerichtet, teilt die Stadt Leipzig mit. Der Schock und die Trauer nach der Tat sitzen immer noch tief.

„Die Grimmaische Straße liegt in der Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt, viele Menschen sind hier tagtäglich unterwegs. Wir sind erschüttert über diese schreckliche Tat“, sagt Mandy Hennig, Landesvorsitzende des Weissen Rings in Sachsen.

Der klare Appell: „Ich möchte alle, die jetzt Hilfe brauchen, ermutigen, sich bei uns zu melden. Niemand muss ein solch einschneidendes Erlebnis alleine durchstehen.“ Das Angebot des Vereins richtet sich an Verletzte ebenso wie an Angehörige und Hinterbliebene sowie Augenzeuginnen und -zeugen.

Kontaktmöglichkeiten für betroffene Menschen

Hilfesuchende können sich über das Landesbüro unter der Telefonnummer 0351 85074496 an den Weissen Ring wenden oder per E-Mail an sachsen@weisser-ring.de.

Die professionell ausgebildeten ehrenamtlichen Opferhelferinnen und Opferhelfer des Weissen Rings sind für die Betroffenen da, begleiten sie und versuchen, Halt zu geben. Neben finanzieller Soforthilfe hilft der Weisse Ring auch dabei, psychologische Unterstützung zu erhalten und die richtigen Ansprechpartner bei Behörden zu finden.

Worte des Dankes von Oberbürgermeister Jung

Burkhard Jung sagt: „Auch wenn der Alltag langsam zurückkehrt, bleibt das Geschehene vom 4. Mai unfassbar. Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Gewalttat, unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen, ihren Freunden und Familien. Leipzig zeigte sich an jenem Tag von seiner mitfühlenden Seite. Viele Menschen leisteten sofort Hilfe, spendeten Trost, wandten sich zu. Ich bin sehr dankbar für gezeigten Mut, selbstloses Handeln, beherztes Eintreten für Hilfebedürftige. Dieser Zusammenhalt tut gut!

Ich möchte all jenen meinen Dank aussprechen, die in diesen schweren Stunden geholfen haben: Feuerwehrleuten, Polizistinnen, Rettungskräften, Seelsorgern – und all den Menschen, die selbstlos handelten. Liebe Leipzigerinnen und Leipziger, danke für den Zusammenhalt, für Besonnenheit und Anteilnahme. Das ist nicht selbstverständlich. Wir sind eine Stadt, die zusammensteht.“

Weitere Informationen

https://leipzig-stadt-sachsen.weisser-ring.de/

Spendenkonto Weisser Ring e. V.

IBAN DE26 5507 0040 0034 3434 00

Stichwort: „Opferhilfe für Leipzig“

Ende nach mehreren Jahren: Zwei Verfahren nach DHL-Blockade eingestellt

Blockade an Zufahrsstraße 2021.
Die Blockade einer Zufahrtsstraße zum Flughafen am 9. Juli 2021. Foto: Tim Wagner

Rund fünf Jahre nach einer Protestaktion am Flughafen Leipzig/Halle wurde gegen zwei teilnehmende Personen jeweils eine Einstellung des Strafverfahrens erwirkt: Das teilte die Solidaritätskampagne „Repression Nicht Zustellbar“ am Dienstag, dem 12. Mai 2026, mit. Damit seien nach jetzigem Stand der Dinge noch sieben offene Verfahren an verschiedenen Gerichten Sachsens anhängig.

Ein Berufungsverfahren wegen des Vorwurfs der Nötigung am Leipziger Landgericht gegen zwei Frauen fand in dieser Woche wegen der erfolgten Einstellung nicht mehr statt. Dem waren Freisprüche am Eilenburger Amtsgericht vorausgegangen, gegen welche die Staatsanwaltschaft ursprünglich Rechtsmittel eingelegt hatte.

Blockade am Flughafen

Der Hintergrund des Geschehens liegt fast fünf Jahre zurück: Mehr als 50 Personen hatten am 9. Juli 2021 die Hauptzufahrt zum DHL-Gelände am Flughafen Leipzig-Halle blockiert. Lkw konnten ihre Fracht nicht wie vorgesehen abladen. Das Unternehmen hatte wegen der verzögerten Abläufe zunächst einen Millionenschaden geltend gemacht und auf Schadenersatz geklagt, sich aber später nach unten korrigiert und einen Vergleich angeboten.

Straßenblockade, Aktivisten sitzen auf der Fahrbahn, rings herum ist es dunkel und es brennen Laternen.
Die Blockade einer Zufahrtsstraße zum Flughafen am 9. Juli. 2021. Foto: Tim Wagner

Die Staatsanwaltschaft wertete den Vorfall als Nötigung und erhob Anklage. In ersten Verhandlungen erfolgten Freisprüche. Streitpunkt war die Frage, ob die Lkw-Fahrer tatsächlich am Erreichen ihres Ziels gehindert waren und ob Behinderungen im Zuge einer Protestversammlung nicht auch in einem gewissen Maße hinzunehmen seien. So begründeten es die Gerichte, wenn sie Angeklagte freisprachen, die Anklagebehörde sah es anders.

Zähe Aufarbeitung vor Gericht

Und hatte teilweise Erfolg: Im Frühjahr kippte das Oberlandesgericht auf eine staatsanwaltschaftliche Revision hin den Freispruch von vier an der Blockade-Aktion beteiligten Personen. Damit wird eine neue Verhandlung anberaumt. Die juristische Aufarbeitung – sie ist zäh und unübersichtlich. Nicht nur die Aktivistinnen und Aktivisten der Kampagne kritisieren diesen Umstand, zumal sie die Blockade als legitim werten.

„Was die Aktivist*innen da gemacht haben, war mutig und notwendig, der Vorwurf der Nötigung ist aus der Luft gegriffen. Es ist absurd, in Zeiten der Klimakrise einen Flughafen ausbauen zu wollen. Genauso absurd ist das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft seit dem Protest. Alle Aktivist*innen gehören endgültig freigesprochen“, sagt Kampagnensprecher Axel Schäfer.

Kampagne kritisiert Auswirkungen auf Leben Betroffener

Hinzu komme, dass die persönliche Lebensplanung von Angeklagten durch die langwierige Aufarbeitung vor Gericht massiv eingeschränkt gewesen sei. So sei jemandem das Stipendium an einer ausländischen Universität versagt geblieben, weil die betroffene Person mit Blick auf das laufende Verfahren für ein Visum abgelehnt wurde, so Axel Schäfer.

Dabei habe das Eilenburger Amtsgericht zu dieser Zeit bereits einen Freispruch verkündet, die Staatsanwaltschaft das Verfahren mit einer Berufung jedoch weiter in die Länge gezogen.

Zumindest die zwei betroffenen Frauen können nun aufatmen: Landgerichts-Sprecher Johann Jagenlauf bestätigte die vorläufige Einstellung auf LZ-Anfrage, diese sei mit Zahlung von jeweils 800 Euro an den Ökolöwen verbunden. Nach Angaben der Soli-Kampagne sind aber noch eine Reihe erstinstanzlicher Verhandlungen wegen der Blockade von 2021 offen. Derzeit scheint unklar, ob sich die als Teilerfolg gesehene Verfahrenseinstellung in diesem Fall auch auf andere Fälle auswirken wird.

Neue Ausstellung: Grassi Museum zeigt die Seele von Objekten

Wiese, Grassi-Museum und blauer Himmel.
Das Grassi-Museum in Leipzig. Foto: Sabine Eicker

Mit Kunst aus Lateinamerika wartet das Grassi Museum für Angewandte Kunst noch bis zum 27. September 2026 auf. Die Ausstellung „The soul of objects. Angewandte Kunst aus Lateinamerika“ präsentiert mehr als 200 Objekte von 56 Künstlerinnen und Kunsthandwerkern aus 13 Ländern. Die Vielfalt dieser Kunst aus Lateinamerika steht erstmals im Fokus einer großen Ausstellung im deutschsprachigen Raum.

Die Schau ermöglicht einen Überblick auf die lebendige, vielschichtige und heterogene Kunstszene in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Kolumbien, Mexiko, Peru, Paraguay, Uruguay und Venezuela. Dort entstehen Gegenstände nicht in großen Industrien oder durch automatisierte Technologien, sondern in handwerklicher Arbeit.

Gerade diese Spezifik des Handwerks, Dinge mit den eigenen Händen zu schaffen, verleiht den Objekten eine besondere Qualität. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein das Objekt, sondern auch das Wissen, die Erfahrung und die kulturellen Traditionen der Menschen, die an seiner Herstellung beteiligt sind.

Kunstobjekte tragen Essenz der Region in sich

Fragen nach Ressourcen, Arbeit und Konsum werden neu verhandelt – häufig im Wissen um die Praktiken der Vorfahren. Gleichzeitig spiegeln diese Arbeiten einen eindringlichen Appell wider, der aus vielen indigenen Gemeinschaften kommt: den Aufruf, unseren Planeten mit Respekt zu behandeln.

Viele der in der Ausstellung gezeigten Projekte tragen die DNA der Region in sich: Widerstandsfähigkeit, Kreativität und die Fähigkeit, den Mangel als Chance zu begreifen. Sei es durch Recycling, Wiederverwendung und Neuinterpretation von Materialien. Gleichzeitig verfolgen sie soziale und ökologische Ziele. Zahlreiche Initiativen schaffen inklusive Arbeitsstrukturen, stärken lokale Gemeinschaften und sichern Einkommen für
ihre Mitglieder – oft Frauen, die in vielen Familien die Hauptversorgerinnen sind.

Präsentiert werden Arbeiten namhafter indigener Gruppen, bekannter Kunsthandwerker und Künstlerinnen ebenso wie Newcomern ihres Faches. Die ältesten Objekte stammen aus den 1940er Jahren, die neuesten werden heute noch so hergestellt. Die Exponate bestehen häufig aus natürlichen Materialien wie Holz, Pflanzenfasern oder Wolle, aber auch aus Ton und verschiedenen Metallen.

Neben ihrer Funktion als Kleidung, Möbelstücke oder Gefäße tragen sie oft eine spirituelle oder rituelle Bedeutung in sich: Talismane sollen ihre Träger schützen, kleine Figuren Schmerzen lindern, und kunstvoll gestaltete Wandteppiche erzählen von uralten Überlieferungen oder ganz persönlichen, auch heutigen Geschichten.

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet.

Zeit und Ort

7. Mai bis 27. September 2026

Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, Feiertage: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Mittwoch: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

Grassi Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig

Weitere Informationen

https://www.grassimak.de

Mittwoch, der 13. Mai 2026: Arschbomben platschen in Markranstädt, Feuerwehr-Bilanz, Lok will alles raushauen

Arschbomben-Wettbewerb. Feierliche Eröffnung des Stadtbades Markranstädt sowie 100 Jahre historisches Stadtbad, 13.05.26. Foto: Jan Kaefer

Mit einem zünftigen Arschbomben-Wettbewerb wurde in Markranstädt das neue Stadtbad feierlich eröffnet. Über 10.500 Mal war die Leipziger Feuerwehr im vergangenen Jahr zum Einsatz ausgerückt. Noch viel mehr Fakten wusste heute die Branddirektion. Und: Die Kicker des 1. FC Lok stehen vor dem entscheidenden Meisterschaftsspiel. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Arschbomben platschen in Markranstädt

Sechs Jahre lang musste die Stadt vor den Toren Leipzigs auf ihr Freibad verzichten. Wegen der Corona-Pandemie musste das historische Bad im Jahr 2020 schließen und wurde danach nicht wiedereröffnet. Doch ab heute wird wieder geplanscht. Bürgermeisterin Nadine Stitterich gab den 6,8 Millionen teuren Neubau mit einer festliche Rede für die Markranstädter Badefans frei. Erhellende Zahlen und Fakten hat LZ-Kollege Benjamin Weinkauf bereits im heutigen Tagesstart präsentiert.

Bei abwechselndem Regen und Sonnenschein unterzogen ein paar wenige mutige junge Menschen die neue breite Rutsche schon mal einer Feuerprobe – oder besser Wasserprobe. Dreizehn weitere Unverzagte traten nach der Eröffnungzeremonie zum großen Arschbomben-Wettbewerb vom Drei-Meter-Turm an. Die Jury legte dabei unter anderem Wert auf den erzielten Splash-Faktor, die Kreativität des Sprunges und des dabei getragenen Kostüms oder auch auf die hervorgerufenen Publikumsreaktionen. Die meisten Punkte aus den Kategorien sammelte Karsten Krone, der sich im farbenfrohen Clownskostüm in die Fluten stürzte. Tanzende Kinder, singende Herren, Glühwein und Bratwurst machten den Tag rund. Ab morgen ist das Stadtbad wieder ganz regulär geöffnet.

Branddirektion stellt Jahresbilanz vor

Die Branddirektion Leipzig hat heute in der Hauptfeuerwache am Goerdelerring Bilanz für das Jahr 2025 gezogen. Insgesamt musste die Feuerwehr zu 10.552 Einsätzen ausrücken. Diese Zahl bedeutet im Vergleich zum Vorjahr 2024 einen Rückgang von mehr als 500, was in etwa den Niveau von 2023 entspricht. Über die Hälfte der Einsätze waren kleinere technische Hilfeleistungen. Allerdings mussten auch 2.267 Brände gelöscht werden, darunter immerhin 89 große und 788 mittlere. ABC-Einsätze, also bei Freisetzung gefährlicher Stoffe und Materialen, zwangen Kameradinnen und Kameraden insgesamt 644 Mal zum Tätigwerden.

Stark nachgefragt waren auch die Rettungsdienste. Deren Einsatzzahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an. Waren es 2020 noch 74.255 Einsätze, steht 2025 bereits eine Zahl von 88.338 in der Statistik. Monatlich kamen rund 20.000 Notrufe rein, mit Spitzen in den Sommermonaten. Insgesamt waren das über das gesamte Jahr 229.175 Notrufe.

Von links: Axel Schuh (Leiter der Branddirektion), Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke), Torsten Kolbe (Branddirektion), Jahresbilanz der Feuerwehr Leipzig, Hauptfeuerwache, 13.05.2026. Foto: Jan Kaefer

Die Branddirektion, die beim Pressetermin mit Amtsleiter Axel Schuh und Torsten Kolbe vertreten war, sowie Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) zogen unterm Strich ein positives Fazit der Arbeit. Besonders frisch sind dabei noch die Eindrücke vom Großeinsatz wegen der tödlichen Amokfahrt vom 4. Mai.

„Man kann vorher sehr viel üben und vorbereiten, aber wenn man dann im aktiven Einsatzgeschehen ist, muss es trotzdem punktgenau funktionieren“, so Rosenthal. Er attestierte der Feuerwehr, in dieser Situation „einen sehr guten Dienst geleistet“ zuhaben. Aktuell befindet sich dieser Einsatz in der Auswertungsphase. Amtsleiter Schuh hat bereits „einige kleine Stellschrauben“ ausgemacht, an denen in der Folge noch nachjustiert werden soll. Abgeschlossen wird diese Rückschau aber erst in voraussichtlich zwei Wochen sein.

Einen wichtigen Meilenstein konnte die Branddirektion Ende vergangenen Jahres zum Abschluss bringen. Denn seit Dezember verfügt die Feuerwehr über eine neue Drehleitergeneration. Sechs Stück wurden angeschafft und dafür sechs Millionen Euro investiert. Bis Vollzug gemeldet werden konnte, war ein langer Weg zu gehen. Das Projekt hatte bereits im Januar 2021 mit der Mittelanmeldung begonnen. Ab 2023 gingen die Fahrzeuge in Bau. Und noch ein paar Zahlen zum Abschluss: Bei der Berufsfeuerwehr Leipzig sind 709 Mitarbeitende angestellt, davon 63 Frauen. Bei den 21 Freiwilligen Feuerwehren, samt 20 Jugendfeuerwehren, sind insgesamt 1.335 Ehrenamtliche aktiv, davon 650 Einsatzkräfte.

Lok Leipzig vor entscheidendem Saisonfinale

Es zählt nur ein Sieg. Mit diesem Bewusstsein gehen die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Lok in ihr letztes Meisterschaftsspiel am kommenden Samstag gegen Magdeburg II. Im Fernduell mit dem FC Carl Zeiss Jena konkurrieren die Probstheidaer um den Titel und damit um die Teilnahmeberechtigung an den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga. Aktuell sind beide Teams punktgleich, doch ist Lok durch das um vier Treffer bessere Torverhältnis weiterhin Spitzenreiter.

„Wir können in diesem einen Spiel so viel erreichen, das muss dann auch auf dem Platz zu sehen sein“, macht Lok-Trainer Jochen Seitz beim heutigen Pressegespräch klar. „Wir müssen alles raushauen, was wir haben, denn wir wollen die Meisterschale wie im letzten Jahr hochhalten!“ Aktuell dreht sich beim Seitz 24 Stunden täglich alles um Fußball. Er finde wenig Schlaf und mache sich viele Gedanken über die anstehende Partie, gewährt er einen Einblick in sein Seelenleben. Ein gewisser Druck sei zu spüren, da es um die ganze Mannschaft, den ganzen Verein geht. „Ruhe bewahren, konzentriert und fokussiert bleiben“, lautet daher seine Devise.

„Angespannt aber nicht nervös“, fühlt sich auch Lok-Stürmer Ayodele Adetula. Der 28-Jährige ist mit 15 Saisontreffern aktuell erfolgreichster Torjäger der Probstheidaer. Auf ihm ruhen nicht wenige Hoffnungen, die Blau-Gelben zum Titel zu schießen – zumal mit Stefan Maderer und Jonas Arcalean die Schützen von insgesamt 19 weiteren Toren verletzt zuschauen müssen. Um so wichtiger wird auch die Unterstützung von den Rängen. Trainer Seitz wünscht sich, dass die Zuschauer sein Team stimmungsmäßig „nach vorne peitschen“ werden.

Eine große Kulisse deutet sich bereits an: Rund 6.500 Tickets sind bisher verkauft. „Tribüne, Dammsitz, Zusatztribüne und Fankurve sind schon ausverkauft“, verkündete Lok-Pressesprecher Carsten Muschalle. Für die Heimfans steht insgesamt ein Kartenkontingent von exakt 10.001 Plätzen zur Verfügung. Je nachdem, wie der Vorverkauf weiterläuft, könnten bis zum Spieltag möglicherweise „Ausverkauft!“ vermeldet werden. Wer nicht draußen stehen will, sollte sich also sputen.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Brutale Überfallserie auf Spielotheken und Wettbüros: Räubertrio kassiert hohe Haftstrafen

Hallo Leipzig: So startet Mittwoch, der 13. Mai 2026

Tacheles in Leipzig: Dieses Programm der kommenden Wochen lässt jüdische Kultur aufleben

Wegweiser barrierefreie Orte in Leipzig: Was lange währt, ist schon ganz gut geworden

Was sonst noch wichtig war:

Das Bundeskabinett will mit einem neuen Gesetzentwurf erreichen, dass Vergewaltigungen mit K.o.-Tropfen künftig härter bestraft werden.

Wegen Vorteilsannahme ist der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolberg zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt werden. Bisher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Dass die Tafel Milka-Schokolade nur noch 90 statt 100 Gramm wiegt, aber in derselben Verpackung daherkommt und außerdem teurer geworden ist, ist Mogelei. Das wurde vom Bremer Landgericht bezüglich einer Klage der Verbraucherzentrale Hamburg entschieden.

US-Präsident Donald Trump reist zum Staatsbesuch nach China, wo er sich mit Präsident Xi trifft. Als Themen steht unter anderem die Situation im Iran und in Taiwan sowie die Zollpolitik auf dem Zettel.

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„Train-Surfing“ – Ein Spiel mit dem Tod

Schild mit der Aufschrift Bundespolizei Leipzig
Bundespolizei Leipzig. Foto: Sabine Eicker

Vergangenen Sonntag wurde durch eine Streife der Leipziger Bundespolizei zwei „Trittbrettfahrer“ festgestellt. Die zwei vermummten Jugendlichen fuhren in den späten Abendstunden auf dem Trittbrett einer S-Bahn vom Bahnhof-Borsdorf in Richtung Leipzig-Engelsdorf mit. Als die Einsatzkräfte die beiden Jugendlichen am Bahnhof Borsdorf festgestellt hatten, wurden umgehend die Erziehungsberechtigten Personen informiert. Bei der Durchsuchung wurden mehrere Tatmittel sichergestellt, darunter ein Smartphone mit diversen Videoaufnahmen und Fotos, welche bei der Aktion gefertigt wurden.

Auch in den frühen Montagabendstunden wurden wieder zwei unbekannte „Subway-Surfer“ festgestellt. Diese kletterten am Haltepunkt Plagwitz auf die Kupplung einer S-Bahn. Dabei wurden sich durch einen Bahnmitarbeiter erwischt. Dieser hielt zunächst eine Person fest, jedoch riss sich der Tatverdächtige los. Anschließend konnten beide Personen flüchten.

Hinweise von Zeugen nimmt die Bundespolizeiinspektion Leipzig gern telefonisch unter 0341 99799 0 oder per E-Mail unter bpoli.leipzig@polizei.bund.de entgegen.

Bereits vor einigen Monaten berichteten wir über den tödlichen Trend des S-Bahn-Surfens, der vor allem in sozialen Netzwerken gefeiert wird. Dabei kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen.

Die Bundespolizei weist daher noch einmal auf die erheblichen Gefahren, die damit einhergehen hin: Es sind nicht nur die offensichtlichen Risiken, wie das Herabstürzen vom Zug, welche das S-Bahn-Surfen so gefährlich machen. Auch Hindernisse, wie Tunnel oder Querbalken können zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Zudem bieten die Oberleitungen Gefahren für Leib und Leben. Selbst ohne direkte Berührung können Stromüberschläge den Surfer treffen und zu schwersten, oftmals auch tödlichen Verletzungen führen.

In der Regel leitet die Bundespolizei Ermittlungsverfahren ein. Möglich ist aber auch die Verfolgung vom S-Bahn-Surfen als Ordnungswidrigkeit. Hier kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro erhoben werden.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem lebensgefährlichen Trend und hat gegen die beiden Vermummten ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

„Train-Surfing“ ist kein Trendsport, sondern ein Spiel mit dem Tod!

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Radtour des Oberbürgermeisters führt nach Grünau

Radtour mit Burkhard Jung (Archivbild). Foto: Steffen Peschel
Radtour mit Burkhard Jung (Archivbild). Foto: Steffen Peschel

Gemeinsam mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Leipzig e. V. lädt Oberbürgermeister Burkhard Jung am 20. Mai 2026, 16 Uhr, zu einer Radtour ein. Auf der zweistündigen Tour werden Radverkehrsanlagen im Leipziger Westen, Lindenau und Grünau getestet. 

Die etwa sieben Kilometer lange Rundfahrt beginnt mit einer Begrüßung am Cottaweg 7 und führt über folgende Route: Erich-Köhn-Straße, William-Zipperer-Straße, Hebelstraße, Demmeringstraße, Plautstraße, Lindenauer Hafen, Lützner Straße, Schönauer Straße, Dölziger Weg, Suhler Straße und Jupiter Straße. Die Radtour endet am Schulzentrum Grünau. 

Der ADFC e. V. wird eine mögliche Radvorrangroute vorstellen, die es ermöglichen soll, zügig und sicher vom Zentrum der Stadt nach Grünau zu gelangen. Alle interessierten Radfahrerinnen und Radfahrer sind herzlich zur Radtour eingeladen.

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Geflügelmärkte und -ausstellungen sind wieder erlaubt

Glückliche Gänse. Foto: Sabine Eicker
Glückliche Gänse. Foto: Sabine Eicker

Das Veterinäramt des Landkreises Leipzig hebt die Allgemeinverfügung vom 11. November 2025 auf, die Märkte, Vogelbörsen, Ausstellungen und den mobilen Handel mit Geflügel untersagt hatte. Damit können im Kreisgebiet Märkte und Schauveranstaltungen ab dem 13. Mai wieder stattfinden. Die ursprüngliche Verfügung war erlassen worden, weil sich die Geflügelpest zum damaligen Zeitpunkt stark ausbreitete.

So mussten allein in Sachsen zwischen Dezember und März sieben Ausbrüche in Geflügelhaltungen bekämpft werden, zwei davon im Landkreis Leipzig und zwei weitere in unmittelbarer Umgebung. Die Gefahr, dass das Virus auch auf Ausstellungen und durch mobilen Handel von einer Haltung zur nächsten getragen wird, war groß. Mittlerweile schätzt das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) dieses Risiko als moderat ein.

Lage entspannt sich 

Inzwischen hat sich die Lage grundsätzlich deutlich beruhigt. Die Zahl der Ausbrüche bei Hausgeflügel und Wildvögeln ist stark zurückgegangen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden seit vier Wochen keine neuen Fälle gemeldet. Das Friedrich-Löffler-Institut erwartet, dass sich dieser Trend im laufenden Monat Mai fortsetzt, auch wenn noch nicht von einer generellen Entwarnung gesprochen werden kann. Meist entspannt sich die Situation über die Sommermonate weiter, weil das Virus dann schlechter überlebt.

Sicherheitsmaßnahmen dringend einhalten

Die Aufhebung betrifft alle Tiere, egal ob sie Fleisch, Eier oder andere Produkte liefern, für die Zucht gehalten werden, zur Wiederauffüllung von Wildbeständen dienen oder auf Tierschauen, Wettflügen und Turnierkämpfen gezeigt werden. Wer Märkte oder Ausstellungen organisiert, wird darauf hingewiesen, die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen dringend einzuhalten und kranke oder verendete Tiere sofort melden, damit keine neuen Infektionen entstehen.

Das Veterinäramt bedankt sich bei allen Haltern, die während der Hochrisikophase vorsichtig gehandelt haben. Märkte und Ausstellungen sind wieder möglich, aber der Schutz der Tiere bleibt weiterhin entscheidend.

Weitere Informationen zur Geflügelpest

Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5 des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) vom 08.05.2026 https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00070945/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2026-05-08.pdf

Weitere Informationen zu den erforderlichen Biomaßnahmen: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00050612/Empfehlungskatalog-AI_2022-12-09_bf.pdf und https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00049676/Checkliste-Gefluegelpest-2017-03-17_bf.pdf sowie https://www.efsa.europa.eu/de/no-birdflu#bereitgestelltematerialien.

 Risikoampel der Universität Vechta zur Verfügung:
 https://risikoampel.univechta.de/plugins.php/aisurveyplugin/ai/survey?disease_id=1.

Kostenlose Biosicherheitsberatung in Geflügelhaltungen der Sächsischen Tierseuchenkasse:
https://www.tsk-sachsen.de/tiergesundheitsdienste/rindergesundheit/beihilfenleistungenrinder/515-biosicherheitsberatung-rind.

Wichtige Hinweise zur Newcastle-Krankheit

 Das Veterinäramt weist ergänzend zu dieser und den Pressemitteilungen des Landratsamtes vom 04.03.2026 und 20.03.2026 darauf hin, dass das Seuchengeschehen der Newcastle-Krankheit (ND) weiterhin aktiv ist.

Zwischen Ende Februar und Ende April 2026 wurden in Bayern und Brandenburg insgesamt 53 Ausbrüche der Newcastle-Krankheit in Geflügelhaltungen mit Hühnern und Puten festgestellt. Zur Eindämmung der Tierseuche mussten die betroffenen Geflügelbestände getötet werden.

Vor diesem Hintergrund erinnert das Veterinäramt erneut daran, dass in Deutschland eine gesetzliche Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit für Hühner und Puten besteht – unabhängig von der Größe des Bestandes. Die Impfpflicht gilt somit bereits ab dem ersten gehaltenen Huhn beziehungsweise der ersten gehaltenen Pute.

Die Impfung stellt einen zentralen Baustein der Seuchenprävention dar und leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, größere Ausbrüche n zu verhindern. Unvollständige oder fehlende Impfungen gefährden nicht nur einzelne Tierbestände, sondern die gesamte Geflügelpopulation.

Für die ordnungsgemäße Umsetzung der Impfpflicht sind die Tierhalterinnen und Tierhalter selbst verantwortlich. Bei Fragen zur Durchführung der Impfung wenden Sie sich bitte an Ihre betreuende Tierarztpraxis.

Weiterführende Informationen sowie eine Stellungnahme der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin zur Impfpflicht finden Sie unter den folgenden Links:

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00034829/Stellungnahme_ND_2021-01-01.pdf; https://stiko-vet.fli.de/de/aktuelles/einzelansicht/die-newcastle-disease-hat-deutschland-erreicht/

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Verkehrsinformationen für die Autobahnen A14 und A72

Baustellenschilder auf einem Anhänger
Vorsicht Baustelle. Foto: Sabine Eicker

A14: Sperrungen innerhalb der Anschlussstelle Leipzig-Messegelände in beiden Fahrtrichtungen

Vom 18.05.2026 bis 19.05.2026 kommt es tagsüber für jeweils wenige Stunden zu verschiedenen Sperrungen der Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Leipzig-Messegelände in beiden Fahrtrichtungen. Grund für die Maßnahme sind Bodenuntersuchungen. Die Umleitung ist jeweils ausgewiesen.

A14: Sperrungen innerhalb der Anschlussstelle Leipzig-Mitte in beiden Fahrtrichtungen

Am 20.05.2026 kommt es tagsüber für jeweils wenige Stunden zu verschiedenen Sperrungen der Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Leipzig-Mitte in beiden Fahrtrichtungen. Grund für die Maßnahme sind Bodenuntersuchungen. Die Umleitung ist jeweils ausgewiesen.

A14: 15-minütiger Verkehrsstopp zwischen den Anschlussstellen Döbeln-Nord und Leisnig in beiden Fahrtrichtungen

Am 20.05.2026 kommt es zwischen 21:30 Uhr und 22:00 Uhr zu einem maximal 15-minütigen Verkehrsstopp zwischen den Anschlussstellen Döbeln-Nord und Leisnig in beiden Fahrtrichtungen. Grund dafür ist der Rückbau einer Leitung.

A72: Wechselnde Reduzierung eines Fahrstreifens zwischen dem Parkplatz Niedercrinitz und der Anschlussstelle Chemnitz-Süd in beiden Fahrtrichtungen

Bis zum 22.05.2026 kommt es tagsüber zwischen dem Parkplatz Niedercrinitz und der Anschlussstelle Chemnitz-Süd in beiden Fahrtrichtungen vereinzelt zur Reduzierung eines Fahrstreifens. Grund dafür sind Markierungsarbeiten. Der Verkehr wird auf dem verbleibenden Fahrstreifen an der Maßnahme vorbeigeführt.

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Polizeibericht 13. Mai: Einbruch in Imbisslokal, Zwei Unfälle mit Straßenbahnen

Das Polizeirevier in der Dimitroffstraße
Das Polizeirevier in der Dimitroffstraße. Foto: LZ

Einbruch in Imbisslokal

Ort: Leipzig (Wahren), Zeit: 12.05.2026, 05:49 Uhr bis 06:10 Uhr

Ein Trio aus drei Männern brach am frühen Dienstagmorgen in einen Imbiss ein und löste dabei einen stillen Alarm aus. Die verständigte Polizei traf vor Ort einen 30-Jährigen (deutsch) an, der für einen 33-Jährigen und einen 35-Jährigen (beide deutsch), die noch im Verkaufsraum waren, Ausschau hielt.

Wie erste Ermittlungen ergaben, gelangten die Tatverdächtigen durch das Aufhebeln eines Fensters in den Imbiss und durchsuchten diesen. Dabei entwendeten sie verschiedene elektronische Geräte, Kleingeld sowie Getränke und Lebensmittel im Gesamtwert von rund 1.200 Euro. Durch den Einbruch entstand ein Sachschaden von rund 1.500 Euro.

Bei der Durchsuchung der Männer konnten zudem bei dem 30-Jährigen eine Geldkarte und ein Ausweis festgestellt werden, die jeweils nicht auf ihn ausgestellt waren. Die Polizei ermittelt nun wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls sowie Unterschlagung. Die Männer wurden in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht, eine Vorführung beim Haftrichter ist für den heutigen Tag geplant.

Zwei Unfälle mit Straßenbahnen

Ort: Leipzig (Grünau-Mitte), Ratzelstraße und Leipzig (Gohlis-Nord), Landsberger Straße, Zeit: 12.05.2026, 16:20 Uhr und 18:45 Uhr

In Leipzig kam es am Dienstag gleich zu zwei Unfällen mit verletzten Personen, bei denen auch Straßenbahnen beteiligt waren.

Fall 1:

Zuerst gab es auf der Ratzelstraße gegen 16:20 Uhr eine Kollision zwischen einem VW Passat und einer Straßenbahn der Linie 1. Hierbei wollte der VW-Fahrer (27, deutsch) von der Ratzelstraße in den Berkaer Weg abbiegen und übersah dabei die vorfahrtsberechtige Straßenbahn. Durch die Kollision wurde sowohl der Fahrer des VW leicht verletzt, als auch ein 47-jähriger Fahrgast in der Straßenbahn.

Der 27-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, der Fahrgast benötigte keine medizinische Versorgung. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von circa 20.000 Euro. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung wurden aufgenommen.  

Fall 2:

Wenige Stunden später kam es auch auf der Landsberger Straße zu einem Unfall, bei dem eine 87-Jährige mit ihrem VW Golf eine Straßenbahn übersah. Die Seniorin war in südöstliche Richtung unterwegs, als sie zwischen der Max-Liebermann-Straße und dem Viertelsweg die Straßenbahnschienen queren wollte. Hierbei übersah sie die Straßenbahn der Linie 4 und es kam zum Zusammenstoß, bei dem der VW gegen einen parkenden Mazda geschoben wurde.

Die 87-Jährige wurde durch den Unfall verletzt. Während der Unfallaufnahme musste die Straße für circa eine Stunde gesperrt werden. Zudem kam es zu Verkehrseinschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr. Es entstand ein Sachschaden von ungefähr 40.000 Euro. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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