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Sanierung der Demmeringstraße in Lindenau: Startschuss für die Aufwertung des Quartiers

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    Von März bis Mai 2013 soll die Demmeringstraße in Lindenau zwischen der Cranachstraße und dem S-Bahn-Haltepunkt Bahn saniert werden. Ein entsprechender Bau- und Finanzierungsbeschluss wird aktuell in den städtischen Gremien diskutiert. Stadtplaner Fritjof Mothes sieht darin den Startschuss für den Prozess zur Aufwertung des Quartiers.

    So beschloss es in der Vorwoche die Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Kostenpunkt: 420.000 Euro. Davon werden nach Angaben der Stadtverwaltung 75 Prozent aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kommen, das rechtliche Viertel trägt die Stadt Leipzig.

    Zur Einfügung der Maßnahme im EFRE Programmgebiet Lindenau/Plagwitz in die städtische Etatplanung hat das Dezernat Stadtentwicklung und Bau den städtischen Gremien einen „Bau- und Finanzierungsbeschluss Demmeringstraße, 1. Bauabschnitt von der Cranachstraße bis Eisenbahnunterführung, Straßenbäume und -gestaltung incl. einer überplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung“ nach sächsischer Gemeindeordnung in Höhe von 374.000 Euro vorgelegt. Der Beschlussentwurf steht nun als Drucksache Nr. V/2320 zur Beratung an.Mit dem Geld sollen die Gehwege und in Teilen auch die Fahrbahn saniert werden. Zur Aufwertung des Straßenabschnitts zählen weiterhin 15 neue Bäume an der nördlichen Straßenseite und 14 Fahrradbügel. Hiervon soll vor allem die Einfahrt zum Robert-Schumann-Gymnasium an der Demmeringstraße 84 profitieren.

    „Bereits dieses Jahr soll die Möglichkeit zur geradlinigen Führung des Radverkehrs über den Knoten Merseburger Straße in die Demmeringstraße geschaffen werden“, heißt es aus dem Neuen Rathaus weiter. Denn die Demmeringstraße insgesamt soll als Verbindungsstraße für den langsameren Verkehr aufgewertet werden, betont Norbert Raschke aus dem hiesigen Stadterneuerungsamt ASW.

    Diese Verbindungsfunktion für Radfahrer und Fußgänger soll die Straße perspektivisch vom Rasenballsport-Trainingszentrum am Cottaweg über den S-Bahn-Haltepunkt Lindenau bis zum künftigen Areal am Lindenauer Hafen übernehmen. Für diese Verkehrsteilnehmer bietet sie dann eine echte Alternative zur verkehrsreichen Lützner Straße, die gerade zur Stadtbahntrasse ausgebaut wird.Damit erhält die Demmeringstraße ein Stück weit ihre ursprüngliche Funktion zurück. Denn als Hauptstraße, Poststraße und Schönauer Straße bildete sie ursprünglich die Verbindungsstraße zwischen den benachbarten Dörfern Lindenau und Schönau. Nach der 1891 erfolgten Eingemeindung Lindenaus nach Leipzig erhielt der Straßenzug den Namen eines Lindenauer Kaufmanns, Gemeinderats und Stifters, der von 1809 bis 1869 lebte. Im Zusammenhang mit den Hafenplänen im Leipziger Westen kam es 1930 auch zur Eingemeindung Schönaus in die Messestadt.

    Stadtplaner Fritjof Mothes sieht in dem Beginn der Straßensanierung zugleich den „Startschuss für den Prozess zur Aufwertung des Quartiers“. Wie in anderen Leipziger Quartieren auch, sollen Straßensanierung und Baumpflanzungen private Investitionen anstoßen, so Mothes, der an der Moderation des Prozesses beteiligt ist.

    Welche Konturen der Kiez annehmen kann, darüber ist das Quartiersmanagement Leipziger Westen bereits mit den Akteuren im Gespräch. Im Mai 2012 saß man bei einem Themenabend „Demmeringstraße und Blockentwicklung zwischen Demmering- und Lützner Straße“ in der Aula des dortigen Robert-Schumann-Gymnasiums zusammen.

    „Die Eigentümer werden so in einer ganz frühen Planungsphase mit einbezogen“, betont Mothes gegenüber L-IZ. Eine konkrete Forderung besteht in einer weiteren Durchwegung zwischen Demmeringstraße und Lützner Straße. „Dort ist die Gründerzeit nicht fertig geworden“, charakterisiert Mothes die Chancen des Projekts. Mit dem Kriegsbeginn 1914 sei die Blockbebauung zum Erliegen gekommen.

    Miteinander könne man nun die Ziele definieren, die das vorhandene Grün im Kiez halten und die die Entwicklung der vorhandenen Immobilien ermöglichen.

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