Bürgermeister träumen vom Tourismus, Experten warnen vor einem Verdrängungswettbewerb an den Seen

Was kommt eigentlich dabei heraus, wenn die LVZ eine 156 Seiten dicke Studie liest? Wieder nur die Hälfte, wie am 14. Juli zu lesen war. Denn die jetzt veröffentlichte Studie „Sozioökonomische Effekte der Braunkohlesanierung“ des Berliner Instituts für Sozialforschung GmbH besteht aus zwei Teilen, eigentlich sogar aus drei. Die Befragung der Bürgermeister in den Braunkohlesanierungsgebieten war nur ein Teil davon.
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In Auftrag gegeben hat die Studie die Bund-Länder-Geschäftsstelle für die Braunkohlesanierung des Steuerungs- und Budgetausschusses. Aus aktuellem Grund: Mit harten Bandagen wird derzeit verhandelt, ob es eine weitere Anschlussfinanzierung für die Braunkohlesanierung in Ostdeutschland gibt oder ob nach 2017 finito ist, nachdem über 10,5 Milliarden Euro in die Sanierung der Hinterlassenschaften des Braunkohlebergbaus aus DDR-Zeiten ausgegeben worden sind.

Zu Recht thematisieren die befragten Bürgermeister, dass noch längst nicht alle Folgeprobleme behoben sind. Noch immer werden die einstigen Bergbaureviere in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit langwierigen Problemen konfrontiert – von der Belastung der Gewässer über den Grundwasseranstieg bis hin zu instabilen Berglagen. Andererseits leiden alle vom Bergbau betroffenen Regionen unter starker Abwanderung, deutlich überm Durchschnitt der betroffenen Länder. Vor allem junge Frauen und Besserqualifizierte sind in den vergangenen Jahren abgewandert, weil ihre Region ihnen keine qualifizierten Arbeitsplätze mehr bieten kann. Das ist übrigens der zentrale Teil der Studie, in dem die Autoren einfach mal alle verfügbaren Fakten und Daten zur Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung zusammengetragen haben.

Wo bleiben die Jobs?

Und da wird es interessant. Natürlich belegen die Zahlen, dass vor allem die Tourismusbranche zugelegt hat. Was ja kein Wunder ist: Sie ist ja mit dem Fertigstellen der Seen oft erst entstanden.

Und dann tauchen wieder diese halben Erkenntnisse der LVZ auf, die aus der Studie herausliest: „Welche Auswirkung hatte das auf die Beschäftigung? – Der Anteil der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigen an der erwerbsfähigen Bevölkerung ist in diesen Gebieten in der Regel gestiegen, und zwar stärker als in den jeweiligen Bundesländern. ‚Positiv fällt auf, dass die Arbeitslosenzahlen sowohl in den Sanierungsgebieten als auch in den zum Vergleich herangezogenen Bundesländern zurückgegangen sind‘, heißt es wörtlich.“

Das ist dann schon sehr bunt durcheinandergequirlt, denn die Studie sagt eindeutig, dass die Entwicklung in den verschiedenen Revieren durchaus unterschiedlich war. In einigen Regionen stieg das Pendlerverhalten deutlich an, die Menschen fanden Arbeit in benachbarten Industriezentren oder gleich in der großen Nachbarstadt. Der Südraum Leipzig ist typisch für diese Entwicklung. Während anderswo die sanierte Landschaft genutzt wurde, auch wieder neues Gewerbe anzusiedeln, ist das statistisch im Südraum Leipzig kaum erfolgt.

Insbesondere die Geiseltal-Region in Sachsen-Anhalt und das Lausitzer Seenland werden als beispielgebend für neue Gewerbeansiedlungen genannt. Welche Effekte das auf den Arbeitsmarkt hat, wird auch deutlich: Während gerade im Bereich des Geiseltalsees die Zahl von Personen im Verarbeitenden Gewerbe von 1998 bis 2013 um 36 Prozent anstieg, ist die im Leipziger Südraum um 23,7 Prozent zurückgegangen.

Und da käme man zu den Bürgermeistern – wenn die denn in der Studie auch noch regional zugeordnet worden wären. Sind sie aber leider nicht.

122 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hat man angeschrieben. 31 hat man dann wieder aus der Auswertung genommen, weil in der betroffenen Gemeinde keine Bergbausanierungen (mehr) stattfinden.

 

Beste Chancen für „Tourismus“?

Blieben also 91 betroffene Gemeinden, aus denen es dann insgesamt 53 Rückmeldungen gab. Die Studienautoren finden, das sei repräsentativ. Aber in Wirklichkeit werden die Zahlenwerte dabei ziemlich klein. Was dann die Frage zu den „Zukunftschancen“ ziemlich durchwachsen macht und die scheinbar so eindeutige Antwort aus der LVZ zumindest infrage stellt. Da war zu lesen: „Eindeutig die besten Chancen räumen Kommunalpolitiker dem Tourismus ein, aber auch Handwerk, Industrie und Baugewerbe bescheinigen sie gute Aussichten. Kaum Chancen werden dagegen erneuerbaren Energien eingeräumt.“

Die Fragestellung selbst war – na ja – ziemlich widersprüchlich. Gefragt hatten die Autoren „In welchen Wirtschaftsbereichen sehen Sie die besten Zukunftsaussichten für Ihre Gemeinde?“

Aber ankreuzen konnten die befragten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dann drei völlig andere Felder: „gute Möglichkeiten“, „wenig Möglichkeiten“ und „gar keine Möglichkeiten“.

Es steht zwar was von „beste“ drüber, aber nicht drin. Tatsächlich haben 30 der Befragten angekreuzt, dass sie im Tourismus „gute Möglichkeiten“ sehen, 20 machten ihr Kreuz auch bei Handwerk, jeweils 17 auch bei Baugewerbe und Industrie, 15 bei Landwirtschaft. Mitgemacht haben hier übrigens immer nur 36 bis 42 der teilnehmenden 53 Gemeinden. Und da es keine Übersicht gibt, aus welchen Gemeinden die jeweiligen Antworten kamen, ergibt sich tatsächlich kein qualifiziertes Bild.

Erst recht, wenn man auch noch liest, dass die meisten Gemeinden unter einem großen Mangel an Fachkräften leiden. Die sind ja in großen Scharen abgewandert in den vergangenen Jahren.

Was das für Probleme mit sich bringt, haben vor allem die 32 befragten Expertinnen und Experten betont, die für die Studie befragt wurden. Den Teil hat die LVZ gleich ganz ignoriert. Denn da erscheint Manches deutlich anders als aus Sicht der Bürgermeister.

Zum Beispiel die Problemsicht auf die verfügbaren Arbeitskräfte: „Betont wird einheitlich, dass vor allem die jüngeren Frauen und die höher Qualifizierten abgewandert sind, und dass sich insbesondere die ländlichen Räume tendenziell weiter entleeren. Durchaus nicht selten sind Klagen über mangelnden Unternehmergeist der verbliebenen Bevölkerung sowie über fehlende Fach- und Nachwuchskräfte gerade im Tourismus und in der Gastronomie.“

Fachkräftenachwuchs fehlt

Man darf einfach stutzen an so einer Stelle: Schon jetzt fehlt der Nachwuchs für Gastronomie und Tourismus und trotzdem sehen die Bürgermeister hier große Zukunftschancen? – Das beißt sich nicht unbedingt, wird aber zum gordischen Knoten. Denn das Problem an den so gepriesenen Arbeitsplätzen im „Tourismus“ ist ihre saisonale Abhängigkeit: Sie funktionieren nur ein halbes Jahr, dann werden die meisten Einrichtungen über den Winter eingemottet. Das sind nun einmal keine attraktiven Arbeitsfelder. Schon gar nicht, wenn die jungen Fachkräfte direkt in der Nachbarschaft ganzjährig Beschäftigung finden – nämlich in den touristischen Zielstädten Dresden, Leipzig, Halle, Merseburg.

Und es steht zumindest eine durchwachsene Einschätzung im Bericht: „Fachkräftemangel wird von einigen Expert/innen als ‚riesig‘ und von anderen als nicht existent eingeschätzt, was wohl im Kontext der jeweiligen Branchen und Regionen zu interpretieren ist. Im Wirtschaftszweig Tourismus seien die sog. atypischen Beschäftigungsverhältnisse (befristet,   Saisonarbeit, Zeitarbeit) weit verbreitet, was die Attraktivität der beruflichen Perspektiven in den entsprechenden Branchen mindere.“

Falsche Hoffnungen auf Tourismus

Deswegen empfehlen die 32 befragten Experten auch nicht den Tourismus als gewerbliche Zugmaschine. Das ist ein falscher Traum, auch wenn er scheinbar so naheliegt.

„Die 32 ausgewählten Expert/innen, die sich zum Thema der Studie geäußert haben, sind sich fast alle darin einig, dass eine Orientierung nur auf die Tourismuswirtschaft kaum eine ausreichende wirtschaftliche Basis für die BKS-Regionen darstellt.“

Genau so steht es da. BKS ist die Braunkohlesanierung. Und der Satz ist eine Warnung. Natürlich an die Bürgermeister, aber auch an Landräte und Landesregierungen: Setzt nicht aufs falsche Pferd. „Notwendig sei, entsprechend den Aussagen dieser Funktionsträger und Akteure, vielmehr die Ansiedlung von Industrie und Handwerk. Manche Expert/innen warnen sogar vor einem Verdrängungswettbewerb im Tourismus.“

Der Wettbewerb ist in vollem Gang, denn statt an den um das Jahr 2000 vereinbarten Zielen festzuhalten, jedem See im Leipziger Revier ein unterschiedliches Angebot und Antlitz zu geben und damit auch unterschiedliche Nutzergruppen anzusprechen, sind vor allem die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister direkt in Seenähe dazu übergegangen, ihren jeweiligen „Haussee“ mit touristischen Angeboten zu überladen. Jeder will an seinem See möglichst alles haben. Gerade versucht ja auch Delitzsch mit dem Werbeliner See in diesen Wettkampf einzusteigen.

Und ein Problem ist auch der Begriff Tourismus. Mit dem wird zwar irgendwie versucht alles zu umfassen, was an Freizeitangeboten rund um die Seen passiert – aber das Wenigste davon ist echter Tourismus. Einige der Seen – und gerade die im Leipziger Raum – funktionieren als Räume der Naherholung. Die Hauptthemen sind eindeutig Freizeit und Naherholung. Wenn man falsche Akzente setzt kann das teuer werden, nämlich dann wenn sich all die mit Steuergeldern hingebauten Strukturen nicht rechnen.

Und man ist ja nicht fertig. Deswegen haben ja die Kommunen im Regionalen Planungsverband Westsachsen, zu dem auch Leipzig gehört, jetzt wieder so etwas wie eine „Leipziger Erklärung“ geschrieben, wie die LVZ berichtet. Darin fordern sie eine Anschlussfinanzierung für die Bergbausanierung nach 2017. Darin lebt auch die Hoffnung, die ausstehenden Infrastrukturprojekte könnten die Region endlich wirtschaftlich wieder in Fahrt bringen. Auch die in der Studie befragten Bürgermeister äußerten sich so: „Am häufigsten werden mehr finanzielle Mittel nach § 4 des Verwaltungsabkommens gewünscht.  Dass dies gut drei Viertel der Bürgermeister/innen nennen, war zu erwarten, denn bei den anstehenden Problemen wird man mit den zur Verfügung stehenden  Mitteln kaum restlos zufrieden sein können.“

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