Bei Rackwitz, nördlich von Leipzig, wird ein großes Rechenzentrum mit 500 Megawatt Leistungsbedarf geplant. Das wäre eine Investition von bis zu sechs Milliarden Euro in ein Rechenzentrum, das vom Berliner Projektentwickler AM:PM Grund an der B184 zwischen Zschölkau und Rackwitz beplant wird. Das bereitzustellende Areal soll zwischen 32 und 44 Hektar umfassen, mit Gebäuden zwischen 23 und 30 Meter Höhe bebaut werden.
Der Projektsteuerer vom Leipziger Unternehmen Enersyngy, André Jaschke, spricht von einem Pilotprojekt, denn weitere Ansiedlungen in der Region seien in Planung:
Die Universität Leipzig baut ein modernes KI-Rechenzentrum auf der Alten Messe für 50 Millionen Euro aus Mitteln des Freistaates und des Bundes. Die Planung ist jetzt abgeschlossen, die Fertigstellung soll bis 2028 durch das SIB (Sächsische Immmobilien- und Baumanagement) erfolgen. Das Rechenzentrum startet mit einer IT-Leistung von 1,4 Megawatt, also mehr als genug für große Rechenkapazitäten. Bei Bedarf lässt es sich schrittweise auf 4,4 Megawatt ausbauen.
Außerdem erfüllt es strenge Umwelt- und Sicherheitsstandards, darunter das Umweltzeichen Blauer Engel, den IT-Grundschutz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie weitere Zertifizierungen.
Südlich von Leipzig gibt es lt. LVZ vom 9.11.2025 Pläne für ein 64 Hektar großes Rechenzentrum bei Böhlen. Auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche soll ein Technologiegebiet entwickelt werden. Das Projekt läuft unter dem Titel „Blue Future Technologiegebiet Böhlen-Großdeuben“. Vorgesehen ist eine Investitionssumme von bis zu einer Milliarde Euro, mit der Einrichtung von etwa 120 Arbeitsplätzen.
Zukunftsorientierte Entwicklungsplanung für Westsachsen
Für die zukünftige Entwicklung im Leipziger Raum steht jetzt aus verschiedenen Gesichtspunkten und insbesondere wegen der Bereitstellung von Flächen die entscheidende Frage an: Was sollte Vorrang haben – der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE), der Stromspeicherkapazitäten oder/und der Ausbau von Rechenzentren, der Bau von Umspannwerken?
Die Bereitstellung von bebaubaren Grundstücken ist ein knappes Gut und es sollte abgewogen werden zwischen Bodenversiegelung, Natur- und Landschaftsschutz, landwirtschaftlicher Nutzung und Entwicklungsbedarfen, siehe LZ-Artikel vom 16.10.2026 „Wertvoller Acker …“
Hierzu fehlt aus meiner Sicht ein schlüssiges Konzept seitens der Landesregierung bzw. bei der Regionalplanung. Denn immerhin ist auch die Ansiedlung von Großgewerbe auf dem neu zu erschließenden Gewerbegebiet Rackwitzer Allee am Leipziger Flughafen vorgesehen …
Eine Wichtung wäre notwendig: Was ist dringender für das Land Sachsen – der Ausbau von Stromspeichern oder der Bau von Rechenzentren? Wir können und sollten nicht alle landwirtschaftlichen Flächen weiter ungebremst zubetonieren.
Denn mindestens drei Kriterien sind für diesen Ausbau maßgebend:
a) die Bereitschaft der betroffenen Bürger und das Interesse am Ausbau für Gewerbe
b) die zur Verfügung stehenden begrenzten und erschließungsfähigen Flächen
c) die Bereitstellung von Netzanschlusskapazitäten.
Bürgerinitiative und Bürgerentscheid
Eine Bürgerinitiative in Rackwitz spricht sich gegen den Ausbau dieser Großrechenanlage aus und will das Rechenzentrum mit einer Petition über Change.org stoppen (https://www.change.org/p/stoppt-das-500-mw-rechenzentrum-in-rackwitz). Wichtige Kriterien zum Einspruch sind: Erzeugung von Luftschadstoffen, Lärm, Wasserverbrauch, hoher Strombedarf, Verkehr. Rechenzentren können schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Sie erzeugen erhebliche Mengen an Lärm und Verschmutzung, was zu Atemwegserkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen führen kann.
Zudem könnte der enorme Energiebedarf die CO₂‑Emissionen in unserer Region auf ein alarmierendes Niveau treiben. Unsere Landschaft, unser Wasser und ganz besonders unsere Luft sind durch solche Vorhaben akut gefährdet. Es wird ein Bürgerentscheid zum Rechenzentrum bei Rackwitz gefordert, in Anlehnung an den Bürgerentscheid von Wiedemar. Die Menschen vor Ort sind von den Veränderungen betroffen, sollen entscheiden und das letzte Wort haben.
Die Landesregierung ist weit weg und setzt andere Prioritäten, als die vor Ort Betroffenen. Immer wieder feststellbar bei den Schkeuditzer Flughafenausbauplänen
Um die Stromnetze stabil zu halten und Redispatch-Kosten zu senken, ist der Ausbau von Stromspeicherkapazitäten erforderlich
Der Ausbau der Stromspeicher ist unbedingt erforderlich, damit die Erzeugung von Erneuerbaren Energien (EE) aus Wind und Solar bei viel Wind und viel Sonne nicht abgeregelt werden muss, sondern dass dieser zeitweise überschüssige Strom durch Speicheranlagen aufgenommen werden kann, um diesen Strom dann zu Zeiten von wenig Stromerzeugung wieder mit Gewinn ins Netz einzuspeisen. Um die Rechenzentren und Server zu betreiben, sollte Strom aus EE genutzt werden. Auch deshalb will der Freistaat Sachsen den Ausbau der Windkraft- und PV-Anlagen befördern.
Zum Ausbau der Windenergie hat die Landesregierung gerade jetzt, Anfang Oktober 2026, aber das vollkommen falsche Signal gesetzt, mit dem Windkraft-Erlass zum Umgang mit laufenden Windenergievorhaben (siehe LZ vom 14.10.2026), also dem Stillstand bis Ende 2027 beim Ausbau von Windkraftanlagen.
Mitte 2025 wurde außerdem das Zurücksetzen der zweiprozentigen Ausweisung von Landesfläche für Windvorranggebiete in 2027 um fünf Jahre verschoben auf das Jahr 2032. Zudem ist Sachsen seit Jahren das Land mit dem geringsten Ausbau von Windkraftanlagen.
Engstelle Netzanschluss
Für den Anschluss aller Stromerzeugungs- und Stromnutzungsanlagen sind Netzanschlüsse erforderlich. Das ist derzeit einer der Schwachpunkte, da die Netzbetreiber zunehmend oft keine ausreichenden Netzanschlüsse anbieten können.
Die Netzbetreiber müssten für mehr Netzanschlüsse mehr Umspannwerke ausbauen und das ausreichende Leitungsnetz zur Durchleitung des Stromes. Aber Umspannwerke kosten viel Geld – ca. 10 bis 15 Millionen € je Werk – und Flächen werden benötigt. Zur rahmengesetzlichen Klärung muss der Bundesgesetzgeber, das Wirtschaftsministerium, wahrscheinlich noch getragen werden.
Zur Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) wird kontinuierlich und zunehmend mehr Strom benötigt
Der Bedarf an Rechenleistung wächst kontinuierlich. Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, Daten-Clouds, intelligente Systemsteuerung oder autonomes Fahren sind darauf angewiesen. Der Ausbau der KI ist aus der heutigen wirtschaftlichen Entwicklung, aus dem Berufsalltag, der Kommunikation und der Verwaltung nicht mehr wegzudenken.
KI und damit Serverleistungen gehören zur Schlüsseltechnologie für die Wirtschaft, die Verwaltung und die kritische Infrastruktur. Durch die zunehmende Nutzung der KI müssen KI-Rechenzentren ausgebaut werden und damit steigt der Strombedarf in Deutschland deutlich um voraussichtlich 80 bis 115 Terawattstunden (TWh) bis 2037.
Die Bereitstellung der Strommenge wäre nicht der Engpass, sondern es gilt, die Rechenzentren sicher ans Netz anzuschließen, ohne die Versorgung anderer Netznutzer zu beeinträchtigen. Der Schwachpunkt sind wieder die Netzanschlüsse und das erforderliche Leitungssystem. Um die Netzanschlüsse konkurrieren sämtliche Stromerzeuger (Windkraft-, Solaranlagen, Biomasse, andere Kraftwerke) und die Stromnutzer wie Industrieanlagen, die Bevölkerung, Behörden, Verkaufseinrichtungen, Verwaltungen, Batteriespeicher, Ladeparks, Rechenzentren usw.
Rechenzentren benötigen viel und beständig Strom, denn sie sind keine Speicheranlagen. Für ihre Leistung benötigen sie viel Strom zum dauerhaften Betrieb und Wasser zur Kühlung. Mit dem Betrieb wird laufend Abwärme produziert und Lärm. Für den Unterhalt werden sehr wenige Mitarbeiter erforderlich, die aber hochqualifiziert sein müssen zur Überwachung. Arbeitsplätze entstehen also bei einer Investitionssumme von 1 Milliarde € nur um die 100 bis 150.
Rechenzentren brauchen Platz, da man die Server nicht unbegrenzt übereinander stapeln kann. Rechenzentren sollten auch einen Teil des Stromes selbst erzeugen durch PV-Anlagen auf den Dächern und das Kühlwasser im Kreislauf nutzen. Der Lärm entsteht durch die Kühlaggregate. Diese sollten also eingehaust werden und die Abwärme sollte als Fernwärme zur Verfügung stehen.
Eine Großinvestition bei Rackwitz zwischen Delitzsch und Leipzig
Aussagen zum geplanten Rechenzentrum bei Rackwitz (RZZR):
– Mit 500 Megawatt (MW) Leistung, was dem Strombedarf einer mittelgroßen Stadt (über 100.000 Einwohner) entspricht, wäre es einer der größten Datenspeicher in Deutschland.
– Die Investitionssumme soll nach Auskunft von RZZR zwischen vier und sechs Milliarden Euro betragen.
– Doch erst einmal muss Baurecht für das Vorhaben geschaffen werden. Bis 13.9.2026 lief die Öffentlichkeitsbeteiligung. Am 27.8.2026 fand dazu in Rackwitz eine Informationsveranstaltung statt. Weitere sollen folgen. Die Bauplanung soll 2027 abgeschlossen werden, Baubeginn ist ab 2029 vorgesehen, der Betrieb soll ab 2030 mit einer Leistung von 100 MW starten.
– Stromversorgung – Als Auszug aus den Unterlagen zum Rechenzentrum: „Die Versorgung ist über ein ohnehin geplantes und im Bau befindliches Umspannwerk bei Delitzsch vom Netzbetreiber 50Hertz bzw. Mitnetz Strom vorgesehen, das über eine ebenso bereits geplante 110-kV-Trasse mit dem Plangebiet verbunden wird.“
Doch Aussagen der zuständigen Netzbetreiber gegenüber der LVZ ziehen diesen Zeitplan in Zweifel: 50Hertz, Betreiber des überregionalen Höchstspannungsnetzes, nennt als Inbetriebnahmeziel für das künftige Umspannwerk Delitzsch das Jahr 2045 – also 15 Jahre später.
Auch der regionale Verteilnetzbetreiber Mitnetz Strom bremst: Die Planungen stünden „ganz am Anfang“, man müsse technisch auf den Ausbau von 50Hertz warten. Und ausschlaggebend ist der erforderliche Netzanschluss.
Der Engpass Netzanschluss
Jetzt wird es etwas komplizierter: Vom Wirtschaftsministerium der Katherina Reiche soll noch im Jahr 2026 das überarbeitete EEG, jetzt EModG (Energiemodernisierungsgesetz), mit dem „Netzpaket“ verknüpft werden. Mit diesem „Netzpaket“ können die Netzbetreiber unter bestimmten Bedingungen Netzengpassgebiete ausweisen und der Vorrang für den Anschluss von EE bei den Netzanschlüssen soll damit entfallen.
Somit müssten die Verteilnetzbetreiber nicht mehr vorrangig Netzanschlüsse für EE und für Speicheranlagen bereitstellen. Die Verteilnetzbetreiber könnten sich also weiterhin Zeit lassen, das Geld für erforderliche Erweiterungen nicht bereitstellen und aussortieren, welche Leitungsnetze und Umspannwerke mit neuen Netzanschlüssen ausgebaut werden und wer/welche Firma den gewünschten (und oft dringend erforderlichen) Anschluss bekommt.
Also im Fall vom Rechenzentrum RZZR:
a) Es muss noch der Netzanschluss beantragt werden und
b) Der Netzanschluss und die 110‑kV-Zuleitung müssen rechtzeitig vom Netzbetreiber bereitgestellt werden, d.h. Investition in Millionenhöhe bis 2029/30. Die Frage ist, ob die Netzbetreiber das Risiko für eine relativ ungesicherte Großinvestition eingehen.
Kühlwasser, Abwärme und Lärm – die Planungen fürs RZZR sind zu überdenken:
Wasserbereitstellung und Entwässerung
Aber auch Wasser zur Kühlung wird benötigt. Allgemein rechnet man mit 19 Millionen Litern Wasser am Tag ab 1 MW Rechenleistung. Aussagen auf der Webseite von RZZR: „Die Kühlung soll in Rackwitz in einem geschlossenen Kreislauf erfolgen. Der Wasserbedarf beschränkt sich auf die Erstbefüllung der Kreisläufe mit Industriewasser, Sanitärwasser für die Beschäftigten wird dauerhaft dem Trinkwassernetz entnommen; Löschwasservorhaltung wird über eine eigene Löschwasseranlage auf dem Gelände gedeckt.“
„Das Gelände erhält ein vollständiges Regenwassersystem, bestehend aus Rückhaltebecken und Versickerungsflächen. Damit wird Niederschlagswasser auf dem Gelände gehalten, vor Ort versickert und gedrosselt an den Altlober abgegeben. Eine Ableitung von Regenwasser in das Kanalsystem ist ausgeschlossen. Das Entwässerungs- und Regenwasserkonzept wird mit dem Entwurf 2027 ausgelegt und von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises geprüft.“
Abwärme und Klimageräte – Kreislaufsystem überdenken und Fernwärmepotential nutzen
„Derzeitig vorgesehen ist, das die Abwärme über die Klimageräte auf den Dächern abgegeben wird, und diese wird demzufolge vor allem nach oben entweichen.“ Das ist zwar erst einmal preiswert, aber sinnlos und äußerst umweltbelastend. Diese Abwärme muss intern aufgefangen werden.
Für die Nutzung der Abwärme der Serveranlagen wären zwei getrennte Kreisläufe erforderlich. Der eine Kreislauf für die interne Abwärmeaufnahme würde mit „dem Kältemittel R1234ze oder R744 (CO₂) betrieben. Diese haben ein Treibhauspotenzial (GWP) von 7 (R1234ze) bzw. 1 (R744) – bei herkömmlichen Kältemitteln wie R134a liegt dieser Wert bei rund 1.400.
Der Betreiber verpflichtet sich im städtebaulichen Vertrag, die Abwärme an der Grundstücksgrenze für Wärmenetze bereitzustellen.“ Das bedeutet, dass ein großer Wärmetauscher installiert werden müsste, wo die Abwärme für ein Fernwärmesystem (zweiter Kreislauf) übernommen würde und was unbedingt vorzusehen ist, damit die Abwärme nicht ungenutzt an die Außenluft abgegeben wird. Nach Informationen vom Planer laufen derzeitig Gespräche u.a. mit den Stadtwerken Leipzig über die Abnahme eines Teils dieser Abwärme.
Lärmbelastung
Die Geräusche entstehen an den Rückkühlern auf den Dächern, die mit einer Sicht- und Lärmschutzfassade eingehaust werden. Die nächsten Wohnhäuser liegen rund 300 Meter vom Rechenzentrum entfernt und eine Baumplantage soll das Gelände umschließen. Die abschließende Schallprognose wird mit dem Entwurf 2027 ausgelegt.
Nach derzeitigem Planungsstand liegt der Pegel an den nächstgelegenen Wohnhäusern in Lemsel, Zschortau und der Friedenssiedlung deutlich unter den Richtwerten der TA-Lärm für allgemeine Wohngebiete, 55 dB(A) am Tag und 40 dB(A) in der Nacht. Weniger Lärmbelastung wäre erfoderlich.
Beleuchtung
Der Bebauungsplan setzt fest, dass die Außenbeleuchtung nach unten gerichtet sein muss. Die Sicherheitszäune werden offen gestaltet und sind höchstens 3,50 Meter hoch. Blickdichte Einfriedungen sind nicht zulässig.
Der dreireihige Gehölzstreifen schirmt das Gelände zusätzlich ab. Das Rechenzentrum soll sich lichttechnisch im Vergleich zu anderen Gewerbenutzungen zurücknehmen. Für die Lichtreduzierung sollten Bewegungsmelder an den Lichtanlagen eingesetzt werden.
Notstromversorgung
„Jedes Gebäudemodul erhält eine unterbrechungsfreie Stromversorgung aus Batterien und Netzersatzaggregaten. Die Batterien überbrücken kurze Störungen. Batterien allein können einen Netzausfall über Stunden angeblich nicht überbrücken, deshalb kommt kein Rechenzentrum ohne Aggregate aus.
Die Aggregate laufen nur bei einem längeren Netzausfall und für vorgeschriebene Testläufe am Tage. Vorgesehen sind Aggregate nach dem Stand der Technik mit SCR-Abgasnachbehandlung, vergleichbar mit „AdBlue“ beim Dieselmotor, ein späterer Betrieb mit E-Fuels wird vorbereitet. Diese Abgasschornsteine werden nach heutigem Stand voraussichtlich 35 bis 40 Meter hoch gebaut werden müssen.“
Um das Stromnetz im Leipziger Nordwesten zu stabilisieren, sind Stromspeicheranlagen erforderlich. Es ist der Bau von etlichen Stromspeichern im Gespräch. Warum kann nicht gleich für den Notfall ein Stromspeicher in der Umgebung von Rackwitz gebaut werden zur Mitversorgung für das RZZR?
Gewerbesteuer
„Die Bundesregierung hat im September 2026 den Entwurf des Einkommensteuerreformgesetzes 2027 vorgelegt. Danach soll die Gewerbesteuer von Unternehmen, die ausschließlich Rechenzentren betreiben, künftig zu 90 % nach der elektrischen Anschlussleistung der Standorte und nur noch zu 10 % nach den Arbeitslöhnen auf die Gemeinden verteilt werden – sie fiele damit ganz überwiegend dort an, wo das Rechenzentrum steht, also in Rackwitz. Die Regelung soll erstmals für 2027 gelten; das Gesetzgebungsverfahren ist aber noch nicht abgeschlossen.“
Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) sieht das Projekt als Befreiungsschlag: Der Grundstückserlös könnte die Gemeinde auf einen Schlag entschulden. Rackwitz hat aktuell rund 11,7 Millionen Euro Schulden und ist wirtschaftlich stark von wenigen Branchen (wie dem Alu-Werk) abhängig. Zudem rechnet man mit bis zu 150 dauerhaften Arbeitsplätzen und hohen Gewerbesteuereinnahmen, falls das Gesetz so kommt.
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