DHM 2017: David Storl und Alexander John holen Gold und Silber

Für alle LeserEs ist das, worauf sich die Blicke richten, das Metall um den Hals der Athleten. Und doch nicht das einzig Wichtige, wie auch der scheidende DLV-Präsident Clemens Prokop erklärte: „Es sollte nicht nur um Rekorde gehen, das kann auch Fehlanreize liefern oder gute Leistungen schmälern.“ Von diesen gab es am ersten Tag der 64. Deutschen Meisterschaften in der Halle allerdings genug.
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Als erste Leipziger Teilnehmerin ging Ronja Böhrer (SC DHfK) in den 1.500 Meter-Vorlauf. Dieser wurde von Favoritin Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) dominiert, die an ihrem 20. Geburtstag ein einsames Rennen an der Spitze lief. Böhrer lief die ersten Runden von Position vier, geriet aber nach 500 Metern in den hinteren Teil des Feldes. „Ich wollte mich eigentlich bei 1.000 Meter gut platzieren, so dass ich mein Tempo hätte laufen können, es gab aber in der Gruppe doch viele Positionskämpfe. Dabei war das Geschubse ganz schön anstrengend.“

Für das Finale reichte es so nicht. Nun hofft die 21-Jährige auf die U23-EM im Sommer über 3.000m Hindernis und wird bis dahin weiter Grundlagen trainieren und auch im Crosslauf mit der Mannschaft antreten. In 4:34,71 Minuten und mit dem 14. Platz bei zwölf Startplätzen im Finale war leider Schluss.

Ronja Böhrer (SC DHfK/ mi.) musste sich nach dem 1.500m-Vorlauf aus dem Wettkampf verabschieden. Foto: Jan Kaefer

Ronja Böhrer (SC DHfK/ mi.) musste sich nach dem 1.500m-Vorlauf aus dem Wettkampf verabschieden. Foto: Jan Kaefer

Über 800 Meter ging für Leipzig die 18-jährige Linda-Elisabeth Strigenz an den Start. Sie war nicht hundertprozentig zufrieden mit ihrem Vorlauf, aber froh über die Finalteilnahme am Sonntag. Mit 2:10,69 Minuten gelang ihr die Qualifikation als Siebente. „Morgen möchte ich agressiver laufen, ich habe mich zuwenig getraut und lief an fünfter statt von der dritten Position. Als ich dann bei 600 Meter angreifen wollte, war der Weg nicht frei.“

Denn die vor ihr Laufende hatte die gleiche Idee, und der Weg durch die Kurve wäre weit außen sehr lang gewesen. „Eine Zeit in Richtung meiner Bestzeit um die 2:08 Minuten ist für morgen das Ziel. Ich will zeigen, was ich kann.“ Anders als im Vorlauf, strebt sie dazu eine aussichtsreiche Position bei 500 Meter an und möchte auf den letzten 300 Metern „Gas geben“. Kraft sparen konnte dagegen ihr Vereinskamerad Robert Farken, denn die 800 Meter-Vorläufe der Männer fielen auf Grund des kleinen Feldes aus. Somit geht es für ihn gleich ins Finale am Sonntag.

Linda-Elisabeth Strigenz (SC DHfK) war mit ihrem 800m-Vorlauf nicht wirklich zufrieden, kann am Sonntag im Finale aber noch einmal angreifen. Foto: Jan Kaefer

Linda-Elisabeth Strigenz (SC DHfK) war mit ihrem 800m-Vorlauf nicht wirklich zufrieden, kann am Sonntag im Finale aber noch einmal angreifen. Foto: Jan Kaefer

Von einem Finale trennten Sprinter Roy Schmidt (SC DHfK) gleich zwei Läufe. Den Vorlauf über 60 Meter konnte er in Saisonbestleistung mit 6,73 Sekunden gewinnen. „So kann’s doch losgehen“, sagte er im Gespräch mit den Konkurrenten. Denn erst vor einer Woche stieg er in die Wettkampfsaison ein. „Mir fehlen sicher vier Wochen Training, ich nehme mir hier daher nichts vor. Das Finale sollte schon möglich sein, aber die Karten werden neu gemischt und der Zwischenlauf spannend.“ Denn im Bereich von zwei Hundertstelsekunden lagen viele Athleten beieinander.

In der Tat musste Schmidt zittern. Nach zwei abgebrochenen Starts (davon ein Technikfehler) ärgerte er sich: „Der erste Start war am Besten, die Reaktionszeit passte zwar auch, aber der Körperschwerpunkt kam echt tief. Ich bin froh, dass es mit wieder 6,73 nach all dem für das Finale reicht.“ Denn nur noch zwei Zeitschnellste schafften es aus dem zweiten Halbfinale. Im Finale dann kam er als Achter mit 6,77 Sekunden ins Ziel. Mit dieser Leistung war er nach überstandener Krankheit zufrieden.

Roy Schmidt (SC DHfK/ re.) schaffte es via Vor- und Zwischenlauf bis ins Finale und war nach mehreren Wochen Trainingsrückstand zufrieden. Foto: Jan Kaefer

Roy Schmidt (SC DHfK/ re.) schaffte es via Vor- und Zwischenlauf bis ins Finale und war nach mehreren Wochen Trainingsrückstand zufrieden. Foto: Jan Kaefer

Die Spannung nahm Kugelstoßer David Storl (SC DHfK) gleich mit seinem ersten Versuch aus dem Wettkampf. Mit 20,74 Metern stieß er in Weiten, die sonst kein Mitbewerber erreichen sollte. Es blieb die Frage, ob es für über 21 Meter und das persönliche Ziel reichen sollte. Wie es typisch für ihn ist, steigerte sich Storl im Lauf des Wettbewerbs. Auf 20,98 Meter im dritten Durchgang folgten zwei ungültige Stöße, bevor es noch einmal zu 20,51 Metern reichte und einem – wie in den anderen Jahren auch – großen Vorsprung vor der Konkurrenz.

Er bedankte sich beim Publikum, kritisierte aber, dass die Kugelstoßer zu viel auf andere Wettkämpfe hätten warten müssen. „Das ist echt kein Spaß was mit uns Kugelstoßern veranstaltet wird. Auf jede Präsentation und wegen jedem Halbfinale muss man warten, dazwischen noch die Ehrungen, während der man den Wettkampf auch mal laufen lassen kann. Eine gefühlte halbe Stunde zwischen den Versuchen ist nicht optimal“, wiederholte er seine Kritik auch nach der Siegerehrung. „Von der Form her fühle ich mich gut, technisch geht es besser. Ich kann die Dynamik noch nicht in den Ausstoß mitnehmen“, erklärte er noch zum sportlichen Aspekt.

Nur zwei Zentimeter fehlten an der ins Auge gefassten 21-Meter-Grenze. Trotzdem war der Meistertitel für David Storl (SC DHfK) nur Formsache. Foto: Jan Kaefer

Nur zwei Zentimeter fehlten an der ins Auge gefassten 21-Meter-Grenze. Trotzdem war der Meistertitel für David Storl (SC DHfK) nur Formsache. Foto: Jan Kaefer

Über 60m Hürden gab es mit Erik Balnuweit ein bekanntes Gesicht auf dem obersten Podium, allerdings im neuen Gewand des TV Wattenscheid. Es folgte mit Alexander John der einzig Verbliebene des vormals Leipziger Trios, denn auch Maximilian Bayer (jetzt MTV Ingolstadt) startet nicht mehr für den SC DHfK.

„Es ist schon ein bisschen lustig, dass wir es jahrelang nicht geschafft haben, als Leipziger auf dem Podest zu stehen, und nun in drei verschiedenen Trikots klappt es. Nach meiner OP im August bin ich schon froh, dass der fünfte Titel hintereinander geklappt hat“, sagte Erik Balnuweit nach dem Lauf. Alexander John zeigte sich zufrieden über Silber nach einem Vorlauf, bei dem er zwei Hürden umgerissen hatte.

Wie im Vorjahr landete Alexander John (SC DHfK/ mi.) über 60m Hürden auf dem Silber-Treppchen. Foto: Jan Kaefer

Wie im Vorjahr landete Alexander John (SC DHfK/ mi.) über 60m Hürden auf dem Silber-Treppchen. Foto: Jan Kaefer

Auch andere sächsische Starter sorgten für Aufsehen, beispielsweise Christina Schwanitz mit 18,50 Metern im Kugelstoßen. Sie stellte mit dieser Weite eine Deutsche Jahresbestleistung auf. Eine Überraschung war ihr vierter Hallen-Titel auf nationaler Ebene dagegen nicht. „Es war schade, dass ich nach dem guten ersten Versuch nicht noch etwas drauflegen konnte. Der Titel in der Halle ist ein schöner Abschluss der Saison. Das war mein letzter Hallenwettkampf, denn ich habe diesen nicht allein bestritten. Ich freue mich schon sehr auf den Juli, wenn mein Kind geboren wird.“

Schwanger und siegreich: Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) wird Deutscher Meister und bringt im Juli ihr erstes Kind zur Welt. Foto: Jan Kaefer

Schwanger und siegreich: Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) wird Deutscher Meister und bringt im Juli ihr erstes Kind zur Welt. Foto: Jan Kaefer

Einen Zweikampf lieferten sich die beiden Sächsinnen Jenny Elbe (Dresdner SC) und Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz) im Dreisprung der Frauen. Gierisch brauchte nach erstem ungültigem Versuch unbedingt eine Weite und zeigte sich mit den 13,39 Metern im zweiten Anlauf leidenschaftlich unzufrieden. Eine erste Reaktion, die sich trotz des zweiten Platzes durch alle Versuche zog, sich aber auch schnell legte.

„Ich habe eine schwere Zeit mit Schmerzen hinter mir und bin froh, dass ich hier angetreten bin. Der Rest kommt schon noch. Ich hoffe auf eine Nomierierung für die EM und will es dann besser machen.“ Die Siegerin Jenny Elbe ging mit Nervosität in den Wettkampf: „Mir haben die Beine gezittert. Zuerst war ich froh, dass ich in die Grube kam. Als ich 14,07 an der Tafel sah, war ich superfroh über die EM-Norm. Meine Diplomarbeit raubte mir seit Herbst einige Trainingszeit.“

Jenny Elbe (Dresdner SC 1898) verteidigte ihren Meistertitel im Dreisprung. Foto: Jan Kaefer

Jenny Elbe (Dresdner SC 1898) verteidigte ihren Meistertitel im Dreisprung. Foto: Jan Kaefer

Und über 60 Meter über die flache Strecke trat Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) als Jahresschnellste an. Sie wurde im Finale von Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) übertroffen, die schon im Vorlauf mit 7,15 Sekunden ihre Stärke an diesem Wochenende bewies. Über persönliche Bestzeit mit 7,14 Sekunden im Finale war die neue Deutsche Meisterin zu Tränen gerührt. Auch Haase war über 7,16 Sekunden glücklich: „In der Breite waren wir noch nie so schnell, da freue ich mich richtig auf die Freiluftstaffeln. Und wenn Eine vor mir ins Ziel kommen darf, dann ist es Gina.“

Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge/ mi.) läuft zu Silber und muss sich Gina Lückenkemper (Dortmund/ re.) geschlagen geben. Foto: Jan Kaefer

Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge/ mi.) läuft zu Silber und muss sich Gina Lückenkemper (Dortmund/ re.) geschlagen geben. Foto: Jan Kaefer

Ebenfalls einen guten Wettkampf erwischte die nun für den SV Halle startende Cindy Roleder. Sie erreichte in 7,84 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit über 60 Meter Hürden und wurde nur von Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid) geschlagen. „Die Zeit ist bombastisch, damit fahre ich auf jeden Fall gestärkt zur EM. Ich bin daher zufrieden, auch wenn Pamela heute besser war. Ich habe auch nach dem Vereinswechsel ein tolles Umfeld mit optimaler und professioneller Zusammenarbeit.“ Die Siegerin war umso glücklicher, da sie im Vorlauf noch in eine Hürde getreten war. Ihre 7,79 Sekunden im Finale bedeuteten Meisterschaftsrekord, den sie Roleder damit entriss.

Cindy Roleder (SV Halle) auf ihrer Ehrenrunde nach neuer persönlicher Bestzeit. Foto: Jan Kaefer

Cindy Roleder (SV Halle) auf ihrer Ehrenrunde nach neuer persönlicher Bestzeit. Foto: Jan Kaefer

Mit Robert Farken (14:12 Uhr) und Linda-Elisabeth Strigenz (14:22 Uhr) stehen somit morgen noch zwei Leipziger Athleten auf dem Programm und bestreiten jeweils das Finale über 800 Meter. Auch in anderen Disziplinen werden sicher wieder einige Bestleistungen das Publikum begeistern. Und die Freude an persönlichen Bestleistungen kann vielleicht die Zuschauer noch ehrlicher begeistern, als die Jagd nach absoluten Rekorden.

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