Ab dem Schuljahr 2026/2027 beginnt für die Kinder der Wilhelm-Busch-Schule ein neues Kapitel: Dann öffnet ihre Schule – die bis jetzt noch in der Heinrichstraße 43/45 in Reudnitz zu Hause ist – an einem neuen Standort in einem neu gebauten Schulgebäude, nämlich in der Reichpietschstraße 2, gar nicht so weit weg, direkt am Lene-Voigt-Park gelegen. Das beschloss am 28. Januar die Leipziger Ratsversammlung. Und zwar einstimmig.

„Bei der Maßnahme handelt es sich um die Standortverlagerung der Wilhelm-Busch-Schule – Grundschule der Stadt Leipzig vom Standort Heinrichstraße 43/44 in 04317 Leipzig an den Standort Reichpietschstraße 2 in 04317 Leipzig. Die frei werdenden Kapazitäten am Standort Heinrichstraße 43/45 können nach dem Auszug der Wilhelm-Busch-Schule durch die 125. Schule genutzt werden. Damit stehen zusätzliche Oberschulkapazitäten zur Verfügung“, schreibt das Dezernat Jugend, Schule und Demokratie in der Vorlage dazu.

Das neue Schulgebäude war nicht ganz billig. Auch beim Schulbau in Leipzig schlagen die drastisch gestiegenen Baukosten zu. Ursprünglich für 59 Millionen Euro geplant, erhöhte sich der Finanzbedarf für die neue Schule auf 66 Millionen Euro.

Die neue Wilhelm-Busch-Schule in der Reichpietschstraße. Visualisierung: Stadt Leipzig
Die neue Wilhelm-Busch-Schule in der Reichpietschstraße. Visualisierung: Stadt Leipzig

Das Problem dabei war aber gar nicht der Neubau selbst, sondern der Zustand der einstigen Schalterhalle des Eilenburger Bahnhofs, der einst auf dem Gelände des heutigen Lene-Voigt-Parks stand und bei den Bombardierungen der Stadt im Zweiten Weltkrieg  fast komplett zerstört wurde. Zuletzt stand die alte Schalterhalle – hinter Zäunen gesichert – jahrzehntelang leer.

Entsprechend desolat war dann der Zustand, als sich das Amt für Gebäudemanagement den inneren Bestand der alten Schalterhalle genauer anschaute. Sie war von Anfang an als Bestandteil des neuen Schulkomplexes geplant und ist direkt mit dem Neubau verbunden.

Das Ganze führte dann auch zu einer erwartbaren Bauverzögerung. Als man 2023 mit dem Bau begann, war noch ein Umzug Anfang 2026 geplant. Doch nun steht der Schuljahresbeginn in der zweiten Jahreshälfte auf der Tagesordnung.

Dem stimmte die Ratsversammlung dann am 28. Januar auch einstimmig zu, sodass im Sommer die ganze Wilhelm-Busch-Schule aus der Heinrichstraße in die neuen Gebäude an der Reichpietschstraße umziehen kann.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Ralf Julke über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar