Beschlossen ist es noch nicht. Die Dienstberatung des Oberbürgermeisters hat am Freitag, 28. Januar, erst einmal den Weg freigemacht für eine neue Kindertagesstätte in der Reichpietschstraße in Reudnitz gleich neben der neuen Wilhelm-Busch-Schule. Der Stadtrat muss das 8,6-Millionen-Euro-Projekt noch beschließen. Aber natürlich muss das jetzt flott gehen. Denn Baubeginn soll im Oktober sein.

Ab Herbst soll diese neue Einrichtung für 185 Kinder in der Reichpietschstraße gebaut werden. Sie ist künftig Teil eines Komplexes mit fünfzügiger Grundschule, 6-Feld-Turnhalle und Sport- sowie Freiflächen im nordwestlichen Bereich des Lene-Voigt-Parks. Während die neue Wilhelm-Busch-Schule bis 2025 an der Ecke Gerichtsweg/Reichpietschstraße entstehen soll, liegt das Baugelände für die neue Kindertagesstätte östlich davon.Den entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss für die Kindertageseinrichtung in Höhe von etwa 8,6 Millionen Euro – darin ein städtischer Anteil von rund 6,3 Millionen – hat die Stadtspitze jetzt auf Vorschlag von Baubürgermeister Thomas Dienberg auf den Weg gebracht. Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Der Stadtrat muss noch abschließend darüber entscheiden.

Die Kita neben dem künftigen Neubau der Wilhelm-Busch-Schule bietet voraussichtlich bereits ab Oktober 2024 Platz für 140 Kindergarten- und 45 Krippenkinder. Die direkte Nähe zur Grundschule ist absichtlich gewählt und soll später für Synergieeffekte sorgen.

Der Entwurf für das zweigeschossige, verklinkerte Gebäude stammt von der renommierten Berliner gmp Generalplanungsgesellschaft mbH: Es liegt in zweiter Reihe, über den westlichen Fußweg an der Reichpietschstraße erfolgt der Eingang. Die Einrichtung ist komplett barrierefrei zugänglich und bietet neben thematischen Gruppenräumen auch eine Ausgabeküche, einen großzügig geschnittenen Mehrzweckraum sowie Stellplätze für Kinderwägen.

Die äußeren Spiel- und Freiflächen orientieren sich nach Süden und Osten und sollen lebendig und intensiv bepflanzt werden, Sichtschutz und Sonnensegel beispielsweise über der Sandfläche sind vorgesehen.

Als Spielelemente sind etwa eine Nestschaukel, Balancierhölzer und eine Kletteranlage zum Toben geplant, dazu ein kleiner Bolzplatz. Zum öffentlichen Park werden die Freiflächen durch ein mit einer Stützwand erhöhtes Birkenband abgetrennt.

Das Flachdach wird umfangreich begrünt und zudem mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Auch für ein Kunstobjekt am Gebäude ist Budget eingeplant, ein entsprechender Wettbewerb hierfür ist vorgesehen.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar