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Sauer im Westen II – Techno der Gründerzeit

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    Das wird ein ganz besonderer Abend. Im Rahmen der „9. Tage der Industriekultur Leipzig“ gibt es ein Konzert, gespielt auf der ältesten Wilhelm Sauer Orgel Sachsens in der von Johannes Otzen (1886-1888) entworfenen und erbauten Heilandskirche.  

    Bekannte Persönlichkeiten der Stadt Leipzig wie z.B. Ernst Mey (Edlich & Mey)/ Stifter der W. Sauer Orgel, Rudolph Sack (Landmaschinenfabrik Rudolph Sack) sowie Hermann Pfabe (Direktor der Leipziger Wollgarnspinnerei) u.a. waren Teil der Gemeinde.

    Industriekultur und Musik – gibt es da Berührungspunkte?

    Die Industriearchitektur zur Gründerzeit ist wahrscheinlich das offensichtlichste Zeugnis einer engen Verbindung zwischen Kunst und Industrie in Leipzig Plagwitz. Anders als heute war es Fabrikanten wichtig, die Bedeutung ihres Unternehmens auch (städte-)baulich ästhetisch zu präsentieren. Durch Aufbau und Förderung der Industrie entwickelte sich ein Lebensgefühl und ein industriell geprägter Alltag, wodurch sich auch andere Künste wie die Malerei und die Bildende Kunst inspirieren ließen.

    Aber auch in der Musik versuchten Komponisten ihre jeweiligen Lebensumstände in eine musikalische Sprache zu übersetzen und in musikalischen Bildern festzuhalten. Die wohl berühmteste musikalische Darstellung eines industriellen Prozesses ist sicher die „Eisengießerei“ für großes Symphonieorchester von Alexander Mossolow aus dem Jahr 1928, gefolgt von Arthur Honeggers musikalischer Beschreibung der Fahrt einer Dampflock in seinem Stück „Pacific 231“ (1923).

    Aber auch in der Orgelmusik gibt es Anknüpfungspunkte. Für die Einweihung der großen Konzertorgel im Trocadéropalast zur Weltausstellung 1878 in Paris schrieb César Franck sein Pièce héroique. Charles Marie Widor und Leon Boëllmann ließen sich in ihren berühmten Toccaten vom gleichförmigen Rhythmus industrieller Maschinen inspirieren. Letztere zeichnet sich auch durch motivische Nähe zu Bachs c-Moll-Präludium aus dem ersten Teil des Wohltemperierten Claviers aus, welches später den Beinahmen „Nähmaschinen-Präludium“ erhielt und den Auftakt des Konzertes bilden soll. Freuen Sie sich auf abwechslungsreiche industriell inspirierte Orgelmusik auf der großen Sauer-Orgel aus der Gründerzeit und der holländischen Orgel aus der Postmoderne.

    Es spielen die Kantoren Stephan P. Audersch und Andreas Mitschke u. a. Stücke von Honegger, Franck u. Boëllmann.

    Reservierungen telefonisch unter 0341 26561087 (AB) oder per Mail an sandro.standhaft@evlks.de

    Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:

    3G – Tagesaktueller Test/ Testzentrum
    – Nachweis / Vollständig geimpft
    – Nachweis / Status Genesung
    Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung

    Sauer im Westen II – Techno der Gründerzeit

    Datum:  Mi. 08.09.2021
    Einlass: 20.30 Uhr
    Beginn: 21.00 Uhr
    Eintritt: Spende erbeten
    Ort: Heilandskirche

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