Zu einem Aktionstag zum Thema „Umwelt und Bewahrung der Schöpfung“ laden der Katholikenrat und das Bistum Dresden-Meißen am Sonnabend, 9. Juli 2022, von 10 bis 17 Uhr ein. Das Leitwort des Tages lautet „WERT.VOLL.LEBEN“. Als Veranstaltungsort dienen die Zentraldeponie Cröbern und der Bergbau-Technik-Park auf der Westseite des Störmthaler Sees, südlich von Leipzig.

Zum Gedanken des Tages sagt Bischof Heinrich Timmerevers: „Die Tragweite des Klimawandels wird immer deutlicher. Deshalb ist es dringend nötig, konkret zu werden; hier vor Ort, in unserem Bistum. Der Aktionstag ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg.“

Gebet und Vorträge, Workshops und Musik

Auf dem Programm des Tages stehen liturgische Angebote, Workshops, Führungen und Vorträge, aber auch Musik und ein Markt der Möglichkeiten. So spricht um 10.30 Uhr Prof. Dr. Markus Vogt (München) über „Die Wegwerfgesellschaft als ethisch-kulturelle Herausforderung“. Günther Wessel und Debora D’Ambruso (beide Berlin) referieren um 13.30 Uhr zum Thema „Klimawandel – eine Frage der Gerechtigkeit“.

Konkretes Umweltengagement können die Teilnehmenden parallel zu den Vorträgen bei Workshops etwa zum sparsamen Umgang mit Energie, zur Artenvielfalt durch Blühstreifen am Ackerrand oder mit Blick auf ökologisch nachhaltige Kleidung bei der „Clean Clothes Campaign“ kennenlernen.

Katholikenrats-Vorsitzende Martina Breyer sagt: „Wir wollen unseren Lebensstil, den Ressourcenverbrauch und unser Konsumverhalten hinterfragen und gemeinsam ganz konkret nach möglichen Zukunftswegen der Veränderung suchen. Denn die Zukunft der Erde geht uns alle an. Dazu ruft uns auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika ‚Laudato Si‘ auf. Untrennbar dazu gehören die ethischen Fragen nach mehr sozialer Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt.“

Ideen zu nachhaltigerem Leben

Auf einem Markt der Möglichkeiten können die Gäste bei einer Vielzahl an Angeboten unter anderem Wahrnehmungsübungen in der Natur erproben, mit einem Fahrrad selbst Smoothies zubereiten, einen Stromspar-Check machen, mit Naturmaterialien basteln oder sich über „Grüne Berufe“ informieren. Außerdem können sie bei Führungen die Arbeit der Zentraldeponie Cröbern und den Bergbau-Technik-Park des Leipziger Neuseenlands besichtigen.

Die Zentraldeponie Cröbern

Auf der Zentraldeponie Cröbern werden schadstoffhaltige Abfälle, die nicht recycelbar sind, dauerhaft eingeschlossen und gelagert, solange eine Verwertung oder Beseitigung der Schadstoffe nicht möglich ist. Dazu zählen mineralische Abfälle belasteter Böden, Aschen, Schlacken, aber auch Bauabfälle wie Asbest, Dämmmaterial oder Brandschutt.

Mit mehrfachen Barrieren wird das Grundwasser vor Verunreinigungen gesichert. Sickerwasser wird gesammelt und gereinigt, anfallendes Deponiegas ressourcenschonend verstromt. Durch einen Tunnel ist die Deponie von unten begehbar; die dadurch mögliche Überwachung der Basisabdichtung gilt als bundesweit einmalig.

Der 1992 für die Deponie gewählte Standort liegt auf einer früheren Braunkohleabbaufläche. Ein Teil der Landschaft wurde inzwischen wieder nutzbar gemacht.

Alle Informationen zum Programm und zur Anreise: www.bistumsumwelttag.de

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