Ostdeutsche Maschinenbauer schauen mit Skepsis auf die Auftragseingänge

Wer die ganzen Meldungen zu Konjunktur, Geschäftslage, Investitionsklima usw., die von Kammern, Verbänden und Wirtschaftsinstituten veröffentlicht werden, liest, der wird entweder närrisch oder ihn beschleicht das schlingernde Gefühl, dass die Ersteller dieser Statistiken alle in völlig verschiedenen Welten leben. Was sie ja auch tun. Aber warum widerspricht sich das alles?

Der Grund ist eher simpel: Es ist der wissenschaftlich verbrämte Glaube an den einen, alles umfassenden Markt. Es gibt ihn nicht. Aber er bildet das Konstrukt für die meisten Wasserstandsmeldungen – insbesondere all der Wirtschaftsinstitute, die noch immer glauben, sie könnten die Komplexität der Welt mit simplen Rechenmustern abbilden.

Aber die Absatzmärkte (schönes altes Wort, fast schon museal) unterscheiden sich von Region zu Region, von Land zu Land. Auch die Situation der Hersteller unterschiedlicher Branchen unterscheiden sich massiv – manchmal so stark, dass der Aufwind in der einen Branche der Absturz der anderen ist.

An dieser Stelle haben wir schon einige Beispiele für die durchaus robuste Wirtschaftsentwicklung in Sachsen und Ostdeutschland im Jahr 2015 gebracht.

Aber eine Branche wird jetzt tatsächlich vorsichtig.

Dazu berichtete am 21. Januar der Verband der Maschinenbauer VDMA. In der Rückschau war 2015 für den ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau nämlich ein durchwachsenes Jahr. „Nach einer hoffnungsvollen Entwicklung im Herbst enttäuschten wichtige Indikatoren wie Kapazitätsauslastung und Auftragsbestand. Ihre kurzfristigen Geschäftsaussichten beurteilten die Unternehmen dennoch überwiegend als gut.“ Das ergab die Konjunkturumfrage für das vierte Quartal 2015 unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Das ist noch keine Malaise. Noch brummt der Laden.

„Zirka drei Viertel der Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage als sehr gut oder gut. Das sind 9 Prozent weniger als im dritten Quartal 2015“, sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. „Die Auftragseingangsstatistik der vergangenen Monate schien vielversprechend. Die aktuelle Entwicklung überrascht uns daher ein wenig“, räumt Pätz ein.

Darüber hinaus beobachte der Verband wieder eine verstärkte Differenzierung innerhalb der Branche. So scheinen in einigen Unternehmen die globalen Belastungen und Unsicherheiten ihre Spuren zu hinterlassen, andere Betriebe hingegen schauten auf einen zufriedenstellenden Verlauf. Als die häufigsten Probleme nannten die VDMA-Mitglieder einen rückläufigen und stark schwankenden Auftragseingang, massive Umsatzeinbrüche in wichtigen Märkten wie Russland, eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Kunden sowie Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Neukunden.

„Gerade in den Krisenherden muss eine politische Lösung gefunden werden“, fordert Pätz. Es sei wichtig, die Märkte zu beruhigen und das Vertrauen in die Märkte wiederherzustellen.

Man sieht: Auch beim VDMA verwendet man den obskuren Begriff von den Märkten. Und lässt die eigentliche Analyse unter den Tisch fallen. Denn bevor die beschworenen „Krisenherde“ auch wieder zu Absatzmärkten für den ostdeutschen Maschinenbau werden, werden Jahre vergehen. Erst wenn der Wiederaufbau in den Bürgerkriegsländen beginnt, werden dort auch wieder verstärkt Maschinen gekauft.

Tatsächlich leidet der ostdeutsche Maschinenbau derzeit darunter, dass die sogenannten Schwellenländer schwächeln: Russland, Indien, auch China. Am Fall China schön erklärt am 25. Januar in einem „Spiegel“-Interview mit dem chinesischen Ökonomen Li Daokui. Nach den Verlierern der aktuellen Wirtschaftsdelle in China gefragt, sagte er: „Zum Beispiel deutsche Maschinenbauer. Generell gilt: Je näher Unternehmen am Bausektor oder einfacher Produktion sind, umso schlechter. Es gibt Überkapazitäten bei Zement, Eisen und Stahl, Kupfer oder auch Werkzeugmaschinen.“

Da herrscht unter chinesischen Ökonomen sichtlich mehr Realitätssinn als in den deutschen Analysestuben. Wenn ein Land erst im ökonomischen Aufbau ist und einen riesigen Nachholbedarf bei Infrastrukturen (Straßen, Schienennetz, Flughäfen), bei städtischen Strukturen und Wirtschaftsstrukturen hat, dann befeuert das logischerweise die Nachfrage nach all dem, was Maschinen- und Anlagenbauer zu bieten haben.

In China hat das über zwei Jahrzehnte die Nachfrage befeuert – jetzt dreht sich das Ganze: Das Riesenland beginnt, die Binnennachfrage zu steigern und sich zu konsolidieren. Die Nachfrage nach ostdeutschen Anlagen und Maschinen sinkt. In Indien und Russland kam der Dämpfer schon viel früher. Brasilien, der vierte dieser BRIC-Staaten, steckt schon länger in der Krise. Es sieht ganz so aus, als täten sich mindestens drei der BRIC-Staaten schwer, über die „Schwelle“ zu kommen. Zumindest in China heißt das noch lange nicht, dass der Import aus Ostdeutschland einbricht. Nur kauft man halt jetzt eher Autos und Nahrungsmittel.

Die Produktnachfrage ändert sich also. Was derzeit wieder die sächsischen Autobauer freut.

Was den Maschinenbauern erst mal nichts hilft, denn wo wären Märkte mit ähnlich starker Nachfrage? Eigentlich wäre Europa wieder dran. Osteuropa, Südeuropa, die ganzen Regionen, wo man aber derzeit gar nicht das Geld hat, ordentlich zu bauen und zu investieren. Man denke nur an die völlig schrägen Sparauflagen für Griechenland (wo sich jetzt die Chinesen billig einkaufen), Spanien und Portugal.

Noch ist Puffer da. Aber die Reichweite der Aufträge im ostdeutschen Maschinenbau ist gesunken: von 4,2 auf 3,9 Monate. Der VDMA Ost dazu: „3,9 Produktionsmonate. Die meisten Betriebe – 42 von 100 – wiesen dabei ein Auftragspolster von ein und zwei Monaten auf. Bundesweit liegt die durchschnittliche Reichweite bei fast sechs Monaten. Eine breite Streuung zwischen den Unternehmen zeigte sich bei der Entwicklung des Auftragsbestandes. Knapp 22 Prozent der Maschinenbauer registrierten einen besseren Auftragsbestand im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Das sagten etwa 4 Prozent mehr als bisher. Gleichzeitig erhöhte sich allerdings auch die Anzahl der Firmen mit weniger Aufträgen (plus 12 Prozent).“

Ungeachtet der mäßigen Entwicklung vieler Indikatoren sind die Geschäftserwartungen des ostdeutschen Maschinenbaus weiterhin positiv, so der VDMA. Nach wie vor 86 Prozent gehen im ersten Quartal 2016 von einer unveränderten oder besseren Lage aus. Im Vergleich zum Herbst 2015 stieg dabei der Anteil der Unternehmen, die bessere Geschäfte erwarten, um fast 6 auf 24 Prozent. Auch die nachhaltige Personalpolitik setzt sich fort.

„Es fehlen derzeit flächendeckend die positiven Impulse. So bewegen sich die Unternehmen zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Vollauslastung und Kurzarbeit“, fasst Pätz zusammen. Man warte weiter auf einen nachhaltigen Aufschwung. Anlass für übertriebenen Pessimismus sei das jedoch nicht. Wenn auch verhalten, expandiere die Weltwirtschaft und biete damit Absatzchancen.

Und man ahnt so ein wenig, was die ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbauer so alles absetzen könnten, wenn sich nicht ausgerechnet Europa derzeit eingeigelt hätte in nationale Selbstbejammerung. Statt die Krisenländer gemeinsam aus dem Tal zu holen, spielt man Zucht- und Grenzmeister und ist in die Verhaltensweisen einer Gesellschaftsordnung zurückgefallen, die 1989 völlig zu Recht in die Binsen gegangen ist.

Die Meldung des VDMA Ost.

KonjunkturExportMaschinenbauBRIC-Staaten
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