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Sachsens Gesundheitswirtschaft hat 2015 und 2016 tüchtig aufgeholt

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    Für FreikäuferDa staunten die sächsischen Statistiker, als sie die Zahlen zur Gesundheitswirtschaft 2016 addierten: Na hoppla, da mausert sich ja was zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige! Hat das keiner geahnt, dass man mit Gesundheit so viel Geld umsetzen kann? 12,1 Milliarden Euro. Fast 5 Prozent Wachstum. Jeder siebente Erwerbstätige arbeitet in einem Gesundheitsberuf.

    So ganz zufällig sind die sächsischen Statistiker nicht auf das Thema gekommen. Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) hatte sich zusammengesetzt und die Zahlen für die Gesundheitswirtschaft für ganz Deutschland ausgerechnet. Irgendwo müssen ja die ganzen Milliarden bleiben, die die Deutschen für Gesundheit und Pflege ausgeben. Älter werden sie ja auch noch, brauchen also immer mehr Gesundheitsleistungen.

    Die Bruttowertschöpfung der gesamten Gesundheitswirtschaft in der Bundesrepublik erreichte 2016 satte 284 Milliarden Euro. Jeder zehnte Job ist hier zu finden. Wachstum gegenüber dem Vorjahr: 2 Prozent.

    Und Sachsen?

    Die Bruttowertschöpfung in der sächsischen Gesundheitswirtschaft wuchs 2016 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent. Schon 2015 waren es satte 6,4 Prozent gewesen. Im Ländervergleich verzeichnete Sachsen in diesem Querschnittsbereich nach Baden-Württemberg (5 Prozent) das zweitstärkste Wachstum und lag zugleich deutlich über dem Länderdurchschnitt von zwei Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft Sachsens um 6.200 Personen bzw. 2,2 Prozent. Dies entsprach in etwa dem Durchschnitt der Bundesländer von 2,3 Prozent.

    Aber man ahnt schon: Hier ist eines jener Wachstumssegmente, in dem immerfort neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

    Dienstleistung am Menschen wird einmal der tragende Teil der modernen Wirtschaft sein, auch wenn Computerfirmen auch hier daran arbeiten, jeden einzelnen Arbeitsplatz durch Roboter zu ersetzen. Was braucht es eine Menschheit, wenn Menschen nicht mehr gebraucht werden? Und es sind nicht nur Patienten, die menschliche Betreuung brauchen. Auch für die Betreuer ist diese Arbeit sinnstiftend.

    Das ist der Grundfehler im Neoliberalismus: Er betrachtet Arbeit immer nur als Kostenfaktor, nicht als zentralen Ort menschlicher Sinnstiftung.

    Noch aber wächst die Branche aus gutem Grund: Mehr als elf Prozent der Bruttowertschöpfung Sachsens in jeweiligen Preisen wurden 2016 in der Gesundheitswirtschaft realisiert und jeder siebte Erwerbstätige (14 Prozent) war in diesem Bereich beschäftigt, teilt das Statistische Landesamt mit. Die Branche wächst stetig und kontinuierlich.

    Seit 2010 hat die Gesundheitswirtschaft ihre Bruttowertschöpfung von 9 auf 12 Milliarden Euro gesteigert und im selben Zeitraum 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Der reale Zuwachs bei der Bruttowertschöpfung der sächsischen Gesundheitswirtschaft betrug seit 2010 nahezu 20 Prozent, während dieser in der Gesamtwirtschaft Sachsens im gleichen Zeitraum bei nur knapp 12 Prozent lag, betonen die Statistiker.

    Und der Ländervergleich zeigt: Überall wird kräftig Personal aufgebaut – außer in Bremen. Wahrscheinliche Ursache: Der überall wachsende Pflegebedarf aufgrund der wachsenden Überalterung. Was dann freilich so gesund nicht mehr ist. Wenn eine Nation immer mehr zum Pflegefall wird, ist vorher eine Menge schiefgelaufen.

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