Für den Leipziger Nordraum soll erst mal eine ÖPNV-Machbarkeitsstudie erstellt werden

Für alle LeserManchmal fragt man sich wirklich: Wer hat da eigentlich die ganze Zeit geschlafen? Im Dezember 2013 ging das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz in Betrieb. Einige Stationen waren noch nicht fertig, waren aus Geldgründen verschoben worden. Und überall im Netz klaffen für jeden Leipziger noch offensichtliche Löcher. Da fährt nun ein schnelles Verkehrsmittel in den Leipziger Nordraum - aber gerade die großen Unternehmen dort sind mit der S-Bahn nicht erreichbar. Ein Unding.

Eine diese Stationen – die mögliche Station Güterverkehrszentrum / Porsche – beschäftigt nun seit zwei Jahren die Leipziger Öffentlichkeit. Egal, wen man von den Verantwortlichen fragt: Jeder hält sie für sinnvoll, zwangsläufig und wichtig.

Manche Medien erwecken gar den Eindruck, als würde sie auch gleich gebaut. Aber selbst der Blick in den jetzt vom ZVNL vorgelegten „Nahverkehrsplan 2017“ zeigt, dass für den Bau noch gar nichts geklärt ist. Statt dass der Bahn einfach ein Auftrag zum Bau erteilt wird, streitet man sich jetzt sogar über die geplanten Bahnsteighöhen. Die Bahn wünscht sich hier Bahnsteighöhen von 76 Zentimeter, die man einheitlich im gesamten Fernverkehrsnetz einführen will, um Barrierefreiheit herzustellen. So soll es wohl auch auf der Verkehrsministerkonferenz im Dezember 2017 besprochen worden sein.

Aber bundesweit gilt schon lange die Ausnahme, dass in regionalen Netzen wie solchen S-Bahn-Netzen wie in Leipzig auch eigene Regelhöhen von 55 Zentimeter möglich sind. Bedingung ist, dass die Bahnsteige möglichst ausschließlich für den Nahverkehr genutzt werden. Da lag für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz die Bahnsteighöhe 55 Zentimeter nahe. So sind alle der über 200 seitdem gebauten und umgebauten Haltepunkte ausgestattet. Die Fahrzeuge sind dafür angeschafft worden. Die Barrierefreiheit ist gegeben.

Deswegen findet Oliver Mietzsch, der Geschäftsführer des ZVNL, den Druck von Seiten der Bahn, nun ausgerechnet am Haltepunkt Güterverkehrszentrum mit 76 Zentimetern bauen zu müssen, völlig realitätsfremd. Ergebnis: Die Baupläne für die Station stecken fest. Niemand wagt, einen Bauauftrag auszulösen.

Das Problem wurzelt freilich tiefer. Denn gerade das Fehlen dieser Station zeigt, dass man beim Entwurf des S-Bahn-Netzes eine wirklich gute Einbindung des Leipziger Nordraums sträflichst unterlassen hat.

Selbst die Bahn sieht längst die Notwendigkeit, dass auch DHL in Schkeuditz einen eigenen Haltepunkt braucht, um den Tausenden am Flughafen Arbeitenden eine schnelle Anreise im Berufsalltag zu ermöglichen.

Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, wollte nun vom sächsischen Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) wissen, was da klemmt. Sie fragte zwar dezidiert nach dem Haltepunkt in Radefeld (Güterverkehrszentrum), aber Martin Dulig lässt in seiner Antwort ein wenig aus den Diskussionen im Hintergrund gucken. Denn die Diskussion um Radefeld hat 2015 auch den Leipzigern erst so richtig vor Augen geführt, dass man zwar im Nordraum an alles Mögliche gedacht hat – Containerterminal, zweite Startbahn, Gleisanschlüsse, Autobahnzubringer – nur hat irgendwie keiner von den emsig planenden Herren auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwendet, wie die Arbeiter und Angestellten jeden Tag zur Arbeit kommen sollen, wenn dort tatsächlich tausende neue Arbeitsplätze entstehen. Und die sind entstanden. Ergebnis: Stau auf den Zubringerstraßen, riesige Parkplätze – und ÖPNV-Angebote, die den Malocher nur kichern oder verzweifeln lassen. Nicht mal die S-Bahn hält …

Obwohl sie dran vorbei fährt.

Toll.

„Der ZVNL hat sich Ende 2015 erstmalig an das SMWA gewandt und auf das bestehende Fahrgastpotenzial bei Einrichtung eines neuen S-Bahn-Haltepunktes in Radefeld hingewiesen. Hintergrund ist die in den vergangenen Jahren erfolgte Ansiedlung von Investoren in großen Gewerbe- und Industriegebieten im Nordwestraum von Leipzig, was eine wachsende Arbeitsplatzdichte und einen Anstieg der Pendlerverkehre in diesem Raum bedingt“, stellt Martin Dulig nun fest.

Die Ansiedlung der Unternehmen im Norden muss also ziemlich unbemerkt von Allen vor sich gegangen sein. Auch wenn BMW und Porsche 2005 ziemlich viel Aufmerksamkeit für ihre Autoproduktion im Norden bekommen haben und dann jedes Jahr immer neue Global Player kamen und sich ansiedelten.

Nur löste das weder im verschlafenen Leipzig noch im ZVNL irgendeine Aktivität aus.

Was ziemlich symptomatisch ist: Man betrachtete das Thema ÖPNV immer als eines, das man im letzten Moment dann doch noch mit ein paar schnell angemieteten Bussen lösen kann.

So ticken die regionalen ÖPNV-Planer.

Nur im Ministerium kam man da doch ein bisschen ins Grübeln, so Dulig: „Die weitere Entwicklung der Gewerbeflächen im Nordraum von Leipzig erfordert eine Überprüfung und Anpassung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur. Daher wurde – parallel zum Ansinnen des ZVNL, den Neubau eines Haltepunktes Radefeld zu forcieren – zwischen den Unternehmen im Umfeld des GVZ, der Stadt Leipzig, dem SMWA und dem LASuV im November 2016 die Erarbeitung eines Verkehrsgutachtens für den Leipziger Nordwestraum vereinbart. Hier geht es insbesondere um die zukunftssichere Abbildung der Entwicklungspotenziale für den Straßen- und Öffentlichen Personennahverkehr und der sich daraus ergebenden infrastrukturellen Konsequenzen. Dies kann beispielsweise sowohl den Bau eines neuen S-Bahn-Haltepunktes erforderlich machen, als auch eine Anpassung der Bedienung des GVZ mit Bussen bedeuten. Die Aufgabenträger des ÖPNV sowie die örtlichen Nahverkehrsunternehmen werden in die Erarbeitung des Gutachtens einbezogen.“

Was ja im Klartext heißt: Eine solche Analyse hat man seit über zehn Jahren nicht gemacht und die Pendlerströme auf den Straßen einfach anschwellen lassen. Die LVB haben zwar entsprechende Buslinien in den Norden aus dem Boden gestampft – aber die sind so umständlich, dass sie für Erwerbstätige, die schnell zum Arbeitsplatz wollen, völlig unattraktiv sind. Entsprechend niedrig ist das Fahrgastaufkommen.

Während die logische Schaffung von S-Bahn-Haltepunkten einfach verschlafen wurde. Zeichen dafür, dass die Planer mit dem Thema Berufsverkehr überhaupt nicht mehr umgehen können. Das wäre nicht mal den Planern der hingeschiedenen DDR passiert, wo man sich eben nicht darauf verlassen konnte, dass die Leute sich dann ein Auto kaufen würden, wenn kein Zug zur Arbeitsstätte fährt.

Wenn es heute Stau- und Pendlerprobleme gibt, dann ist das schlicht Resultat fehlender ÖPNV-Kompetenz in den Planungsstäben.

Und wie löst man das? Man bildet einen Kirchenkreis. Quatsch: eine Komission. Oder man gibt ein Gutachten in Auftrag, damit igendein unabhängiges Ingenieursbüro herausbekommt, was die amtlichen Planer nicht rauskriegen – Zahlen von Beschäftigten, Anwohnern, Pendlern, Fahrtzeiten, Transportkapazitäten …

Und wenn das vorliegt (und nach Duligs Auskunft liegt es noch nicht vor), soll es so weitergehen: „Aufbauend auf den Ergebnissen des Gutachtens sollen später konkrete Maßnahmen zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur abgestimmt werden. Aktuell wird die Aufgabenstellung für eine verkehrsplanerische Machbarkeitsstudie erarbeitet. Weitere Ziele können erst definiert werden, wenn die aus dem Verkehrsgutachten erwachsenden Aufgaben für die verschiedenen Baulast- bzw. Aufgabenträger erkennbar sind.“

Man staunt nur noch,was die amtlichen Planer alles nicht wissen. Man sieht sie regelrecht däumchendrehend an ihren Schreibtischen sitzen und darauf warten, dass ihnen endlich ein Gutachten zeigt, was sie tun sollen.

Das kann jetzt dauern.

Die komplette Antwort von Verkehrsminister Martin Dulig. Drs. 11573

Silvesterknaller, Treuhandschatten, Sondierungs-Gerumpel und eine Stadt in der Nahverkehrs-Klemme

Mitteldeutsche S-BahnNordraum
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Quelle: Delikatessenhaus e.V.

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