Doch wie will man denn eigentlich effizienter bügeln? Bügeln ist Bügeln und das Hemd ist glatt oder eben nicht und glatte Hemden kosten Strom. Klingt alles etwas banal, doch tatsächlich unterschätzen die meisten von uns den Energieverbrauch ihres Bügeleisens. Zwischen 1.800 und 2.800 Watt zieht ein handelsübliches Dampfmodell aus der Steckdose, je nach Einstellung und Gerätetyp. Über das Jahr gerechnet macht dies einen beachtlichen Posten auf der Stromrechnung aus. Vor allem in Familien oder Mehrpersonenhaushalten läuft das Bügeleisen mehrmals pro Woche. Dabei lässt sich der Verbrauch mit ein paar gezielten Handgriffen deutlich senken, ohne auf faltenfreie Wäsche verzichten zu müssen.
So viel Energie frisst Ihr Bügeleisen wirklich
Den größten Anteil am Stromverbrauch hat die Dampferzeugung beim Bügeln. Läuft das Gerät dauerhaft auf höchster Stufe, steigt der Verbrauch rasant schnell an. Pro Bügelgang kommen so leicht 30 bis 50 Minuten zusammen, in denen das Heizelement auf Hochtouren arbeitet. Ein leistungsstarkes Bügeleisen von Braun beispielsweise, arbeitet, dank effizienter Heiztechnik, mit etwas weniger Energieaufwand, bei gleicher Dampfleistung. Die Gerätewahl allein reicht aber nicht aus, um wirklich signifikante Einsparungen beim Bügeln verzeichnen zu können. Auch die eigene Bügeltechnik beeinflusst den Verbrauch erheblich.
Bügeln mit weniger Stromverbrauch, so geht es
Sammeln Sie Ihre Wäsche und bügeln Sie alles in einem Durchgang. Jedes erneute Aufheizen kostet unnötig Strom. Das klingt simpel, macht über viele Wochen aber einen messbaren Unterschied. In einem durchschnittlichen Haushalt summieren sich die Aufheizvorgänge pro Monat auf eine erstaunliche Zahl. Sortieren Sie die Wäschestücke erst einmal nach Stoffart. Empfindliche Materialien kommen zuerst, robuste Stoffe wie Baumwolle oder Leinen am Ende. Das Bügeleisen heizt schrittweise hoch, ohne zwischendurch abkühlen zu müssen. So sparen Sie bei jedem Bügelvorgang einige Minuten, die sich direkt auf den Stromzähler auswirken.
Feuchtigkeit statt heißem Dampf
Leicht angefeuchtete Wäsche lässt sich wesentlich einfacher glätten als trockene. Ein kurzer Sprühstoß aus einer Wasserflasche ersetzt die Dampffunktion in vielen Fällen sogar vollständig. Das senkt den Energiebedarf pro Bügelgang merklich. Manche Stoffe, etwa Baumwollhemden, reagieren auf Feuchtigkeit sogar besser als auf heißen Dampf.
Trick 17: Schalten Sie das Gerät zwei bis drei Teile vor Ende aus. Die gespeicherte Hitze in der Bügelsohle reicht für dünne Stoffe locker aus. Hängen Sie die gebügelte Kleidung direkt auf einen Bügel, bleibt sie länger faltenfrei. So entfällt das lästige Nachbügeln.

Das richtige Gerät macht den Unterschied
Wer sich ohnehin von seinem alten Bügeleisen trennen möchte, sollte bei einer Neuanschaffung auf einige Merkmale achten:
- Kurze Aufheizzeit für einen schnellen Start
- Verstellbare Dampfleistung für verschiedene Stoffe
- Automatische Abschaltung bei Nichtgebrauch
Ein präziser Temperaturregler hilft zusätzlich, empfindliche Textilien mit möglichst niedriger Hitze zu behandeln. Schnelles Aufheizen verkürzt den gesamten Bügelvorgang, was den Stromverbrauch weiter reduziert. Prüfen Sie im technischen Datenblatt, ob sich Temperatur und Dampfmenge getrennt regulieren lassen. Ein Gerät, das beides unabhängig steuert, bietet Ihnen beim Bügeln deutlich mehr Flexibilität. Ähnliche Einsparmöglichkeiten bieten übrigens auch andere Haushaltsgeräte, etwa Kühlschrank oder Waschmaschine. Die Energieeffizienzklasse dieser Geräte wirkt sich langfristig erheblich auf die jährlichen Stromkosten aus.

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