Der Leipziger Westen ist Dreiviertelland. Schon seit gut drei Jahren begleitet die Leipziger Zeitung "3Viertel" die Entwicklungen der Weststadt. Kultur und Politik, Stadtteilentwicklung und deren nicht immer schönen Folgen, wie auch der Blick auf gesamtgesellschaftlich relevante Themen. Doch genug des Lobes - die Macher haben etwas Weiteres zum Mitnehmen, Lesen und Spielen kreiert. Oder besser, wollen kreieren. Ein Memo-Spiel mit lokalem Blick.

Die Bezüge im “3Viertel” zum Westen der Stadt bilden häufig den Aufhänger für die Artikel, um ab und zu den sogenannten hyperlokalen Rahmen in die großen Fragen der Zeit zu verlassen. Der lokale Bezug zur Weststadt hat nun dazu geführt, dass sich “3Viertel” zusammen mit der Spieleentwicklerin Sandra Hofmann-Trepák und der Fotografin Ildiko Sebestyén daran gemacht haben, die schönsten Orte fotografisch zusammenzutragen und daraus ein Memo-Spiel der besonderen Art zu machen. Eine Mischung aus Urbanität und Idylle, Wildheit und Gestaltung, Schönheit und Bruch kennzeichnet die Viertel und damit auch die gewählten Motive, die für das Spiel verwendet werden sollen.

Und etwas schwieriger als bei herkömmlichen Memo-Spielen soll es werden. Es geht bei diesem Spiel nicht wie beim ursprünglichen Memo-Spiel um das Finden von zwei identischen Bildern. Um zwei Karten vom Tisch zu räumen, müssen zwei verschiedene Abbildungen eines Motivs zu einem Paar zusammengefügt werden. Nicht einfach, aber machbar.
Da ein solches Vorhaben natürlich Geld kostet, haben sich die Macher des “3Viertel”-Memories entschlossen, eine Crowdfundingaktion bei der Vision Bakery zu starten. So können nach mittlerweile in Leipzig bekannter Art und Weise nun die zukünftigen Memoryspieler selbst zur Realisierung des Projekts beitragen. Diesmal geht es vom Unterstützerposter bis zum eigenen Memo-Spiel mit eigenen Wunschmotiven in der Königsklasse. Für Neulinge sei es nochmals ventiliert: Crowdfundig ist eine Art der Finanzierung, bei der viele Personen mittels kleiner Beträge den Machern bei der Finanzierung ihrer Projekte helfen können. Viele Projekte wie beispielsweise die Dokumentation “Geschichten hinter vergessenen Mauern – Lost Place Storys aus Leipzig” konnten auf diese Art in der Messestadt bereits erfolgreich umgesetzt werden.

Wer also Lust hat, sich auf spielerische Art der Weststadt zu nähern, sich und seine Lieblingsorte mittels des Memo-Spiels neu entdecken will oder schlicht ein originelles Weihnachtsgeschenk für die Lieben sucht, der kann ab sofort selbst mit anpacken. Neben den üblichen Gegenleistungen über das Spiel hinaus, die der Unterstützer für seine Bezahlung bekommt, gibt es auch ein Video zum Anlocken, in dem ein Affe tanzt und am Ende ein nicht ganz unbekannter Leipziger Musiker bis zum wichtigen Anruf singt.

Weitere Informationen unter: www.visionbakery.com/DreiViertelMemoSpiel

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