Es ist eine Menge Geld unter den Leuten. Zumindest den Leuten, die sich Immobilien leisten können und die Immobilien auch in Krisenzeiten für die beste Wertanlage halten. Sie haben 2025 wieder so fleißig in Leipzig eingekauft, wie seit 2022 nicht mehr. Mit mehr als 6.300 Transaktionen hat der Leipziger Immobilienmarkt 2025 die Anzahl der Kauffälle aus dem Jahr 2024 um rund 20 Prozent übertroffen und damit das Tief von 2023 (rund 3.750 Kauffälle) deutlich hinter sich gelassen, konnte das Dezernat Stadtentwicklung und Bau am Freitag, 6. März, melden.
Dennoch verharrt der Geldumsatz mit insgesamt rund 2,4 Milliarden auf Vorjahresniveau. Das liegt, so stellt der neue Grundstücksmarktbericht der Stadt Leipzig fest, am Ausfall von Transaktionen mit Umsätzen von mehr als 25 Millionen Euro. 2025 gab es davon insgesamt vier Kauffälle (Gesamtumsatz: rund 124 Millionen Euro), wohingegen im Vorjahr hier noch elf Transaktionen (510 Millionen Euro) verzeichnet worden waren.
Aber der Löwenanteil der Kauffälle sind nun einmal keine großen Immobilien, sondern Eigentumswohnungen, die in der Statistik unter dem Label „Sondereigentum“ auftauchen. Das war auch in den Vorjahren schon so.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leipzig, dessen Geschäftsstelle beim Amt für Geoinformation und Bodenordnung der Stadt Leipzig angesiedelt ist, hat die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2026 beschlossen und die wichtigsten Daten und Auswertungen zum Immobilienmarkt in seinem Grundstücksmarktbericht zusammengestellt.
Die einzelnen Teilmärkte
Der Teilmarkt der unbebauten Grundstücke umfasst demnach mit gerade einmal 276 Transaktionen nur noch rund die Hälfte der Jahre vor 2022. Die gezahlten Preise für Bauland waren in 2025 sehr heterogen, in Summe sind sie jedoch weitgehend stabil geblieben: So lag der durchschnittliche Wert für unbebaute Einfamilienhausgrundstücke bei durchschnittlich 316 Euro pro Quadratmeter (2024: 315 Euro). Lediglich im Geschossbau ist das Bodenwertniveau im Durchschnitt leicht angestiegen – von 858 Euro pro Quadratmeter auf zuletzt 892 Euro.
Im Marktsegment der bebauten Grundstücke wurden rund 9 Prozent mehr Transaktionen als 2024 erfasst. Die Preisentwicklung zeigt bei den Mehrfamilienhäusern nach oben. Bei sanierten Mehrfamilienhäusern wurden im Durchschnitt 1.800 Euro (+3 Prozent), bezogen auf den Quadratmeter Wohnfläche, erzielt.
Der Teilmarkt der Einfamilienhäuser stellt sich sehr heterogen dar und wird im Grundstücksmarktbericht sowohl nach Grundstückstypen (freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäusern) als auch nach unterschiedlichen Bauklassen (Neubau nach 1990, Altbau saniert, teilsaniert und unsaniert) differenziert. Gegenüber 2024 mussten Käufer für ein freistehendes Einfamilienhaus mit Baujahren zwischen 2010 und 2020 im Jahr 2025 rund 4 Prozent mehr zahlen und der Maximalpreis lag bei über einer Million Euro.
Das Marktsegment der Eigentumswohnungen dominiert traditionell, wie in den anderen Großstädten Deutschlands, den Leipziger Immobilienmarkt. 2025 lag der Anteil der Eigentumswohnungen an allen Transaktionen bei über 80 Prozent und erreichte beim Geldumsatz fast 53 Prozent.
Die Bodenrichtwerte können kostenfrei im Internet unter der Adresse bodenrichtwert.leipzig.de abgerufen werden, ebenso wie der Grundstücksmarktbericht als PDF unter leipzig.de/grundstuecksmarktbericht.
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