Neue Wege in der landwirtschaftlichen Ausbildung: Vier Betriebe aus dem Raum Oschatz bieten ihren Auszubildenden jetzt gemeinsame Lehrunterweisungen an. Ziel ist es, praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vertiefen sowie Einblicke in unterschiedliche Betriebsstrukturen zu ermöglichen. Die erste gemeinsame Schulung fand kürzlich in Bucha statt.

Im Mittelpunkt standen der Weidebau sowie das Bestimmen von Kennarten auf Grünflächen. Dabei gaben erfahrene Lehrlinge ihr Wissen an die Jüngeren weiter. So demonstrierte Manuel Eric Pendzialek, angehender Schäfer im dritten Lehrjahr, das Stecken von Weidezäunen. „Es hat bei mir auch gedauert, bis die Griffe sitzen. Das kann man nur durch Übung lernen“, sagte er.

Schäfer Markus Lehmann wiederum erklärte den Auszubildenden, welche Gräser und Kräuter für hochwertige Weideflächen entscheidend sind und wie diese bestimmt werden. Dabei handelt es sich um Wissen, das nicht nur für die tägliche Arbeit wichtig ist, sondern auch für die fachgerechte Bewertung von Grünlandflächen. Zudem sind die vermittelten Inhalte prüfungsrelevant. „Weidebau war beispielsweise schon Teil von Abschlussprüfungen, aber nicht jeder Betrieb kann alle Facetten des Berufs in der Praxis vermitteln“, sagt Kristina Hessler vom Landratsamt, die als Bildungsberaterin für Grüne Berufe die Kooperation initiiert hat.

Drei weitere gemeinsame Schulungstage sind bereits geplant. „Wir erleben einen sehr guten Austausch unter den Auszubildenden. Es ist eine ganz andere Ebene, wenn erfahrenere Lehrlinge ihr Wissen direkt weitergeben“, freut sich Kristina Hessler über die positive Resonanz.

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