In Leipzig-Markranstädt verlor ein 46-jähriger Motorradfahrer am Samstag auf tragische Weise sein Leben. Und: Die Ökofete hat in Leipzig wieder viele Besucherinnen und Besucher in den Clara-Zetkin-Park gelockt. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 13. und 14. Juni 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Markranstädt: Motorradfahrer stirbt nach Prall gegen Leitplanke
In Markranstädt verunglückte ein Motorradfahrer tödlich. Wie Polizeisprecher Tom Erik Richter mitteilt, befuhr der 46 Jahre alte Mann am frühen Samstagmorgen als Teil einer Biker-Gruppe die B87 in Richtung Südwesten. Gegen 07:20 Uhr verlor auf nasser Fahrbahn in einer Linkskurve die Gewalt über seine Maschine, stürzte und kollidierte mit der Leitplanke.
Trotz sofortiger Notmaßnahmen anderer Biker und eines Wiederbelebungsversuchs durch den Rettungsdienst kurz darauf kam für den 46-Jährigen jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Im Zuge der Unfallerfassung durch die Polizei wurde die B87 vorübergehend gesperrt. Die Ermittlungen zum Hergang des Unglücks laufen.
Ökofete im Clara-Park mit Protestbanner gegen Waldabholzung
Sie gilt als Mitteldeutschlands größte Umweltmesse: Zwischen 12:00 Uhr und 19:00 Uhr fand am Sonntag die alljährliche Ökofete im Clara-Zetkin-Park statt, die wie gewohnt durch den Ökolöwen e.V. ausgerichtet wird. Mehr als 130 Aussteller nahmen an der gut besuchten Veranstaltung teil.
Zum Rundgang kamen auch Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) sowie Ulf Middelberg, Geschäftsführer der LVB sowie Co-Geschäftsführer der Kommunalholding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft. Aus diesem Anlass protestierte der Ökolöwe mit einem Banner gegen die mögliche Abholzung des „RB-Waldes“ westlich der Kleinmesse.
Wegen laufender Bauarbeiten rund um das angestammte Bassin wurden die Stände der Ökofete diesmal teilweise verlegt. Kollege Jan Kaefer, der vor Ort war, wird einen Bericht nachliefern.
Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:
WM-Tagebuch (4): Deutschland vor Pflichtaufgabe Curaçao und Japan prüft die Niederlande
Sonntagskirche Nr. 161: Kirche St. Georgen zu Zabeltitz
WM-Tagebuch (3): Die lange Nacht und das erste Spitzenspiel
Bunter Mockauer Sommer 2026: Stadt lädt zu Musik, Kultur und zum Mitmachen ein
Termin steht fest: Melanie Müller muss wegen mutmaßlicher Urkundenfälschung erneut vor Gericht
Karacho: Ein Roman über das Entlieben, Verzweifeln und Wieder-Lebendigwerden
Was sonst noch so los war:
Geschätzt 150 bis 200 Menschen ließen es sich nicht nehmen, am Samstag in Grünau den 50. Geburtstag ihres Stadtteils mit einer Party im Rahmen des Grünauer Kultursommers zu feiern. Zu den – im wahrsten Sinne des Wortes – Höhepunkten der Veranstaltung auf der Stuttgarter Allee zählten die Darbietungen von Seiltänzern in mehr als 30 Metern über dem Boden.
Ein Mopedfahrer wollte sich Sonntag in Leipzig-Großzschocher einer Polizeikontrolle entziehen und verursachte auf der Flucht einen Unfall. Wie sich herausstellte, besitzt der Mann, gegen den nun ermittelt wird, keinen Führerschein.
Die Polizei in Halle/Saale ermittelt wegen des Verdachts auf ein schweres Sexualdelikt am Samstagabend. Vier Tatverdächtige wurden ausfindig gemacht, die Opfer sollen mehrere Mädchen sein.
Fusionieren die Gemeinden Bad Brambach und Bad Elster im oberen Vogtland? Je nach Ausgang des Bürgerentscheids am Sonntag könnte der Beschluss, wonach Bad Brambach Teil von Bad Elster werden soll, schon im Herbst Realität werden.
Eine ganz andere Frage entschieden die Bürgerinnen und Bürger bei einem deutschen Nachbarn negativ: Die Schweiz wird keine Zehn-Millionen-Obergrenze für ihre Bewohner einführen. Eine entsprechende Volksinitiative lehnten die Eidgenossen nach ersten Hochrechnungen mit etwa 55 Prozent mehrheitlich ab.
US-Präsident Donald Trump begeht am Sonntag, überraschenderweise mit sehr viel Glamour und Pomp, seinen 80. Geburtstag. Inflation, gesellschaftliche Zerrüttungen, Ukraine-Krieg und der längst entglittene Schlagabtausch mit dem Iran – wen kümmert’s? Doch die Kluft zwischen Trumps heilem XXL-Selbstbild und der Wirklichkeit wächst stetig an, kommentiert Karl Doemens im Deutschlandfunk.
Kalenderblatt: Spaziergang ohne Heimkehr – vor 140 Jahren stirbt Bayerns „Märchenkönig“ Ludwig II. im Starnberger See

Er ließ märchenhafte Schlösser wie Neuschwanstein, Linderhof oder Herrenchiemsee errichten, liebte Poesie, Kunst, Technik und Wissenschaft. Seine Vita mit so tragischem Ende hat auch die Popkultur inspiriert: Am 13. Juni 1886 wird bei Berg der Leichnam des bayerischen Königs Ludwig II. aus dem Starnberger See gezogen. Mit ihm war dort auch der Nervenarzt Bernhard von Gudden (62) gestorben, an dessen Seite der gefallene Monarch zu einem Spaziergang aufgebrochen war.
Erst kurz zuvor war der 40 Jahre alte König, der mit 18 völlig unvorbereitet den Thron bestiegen hatte, durch von Gudden für geisteskrank erklärt worden. Die Todesumstände beider Männer gelten bis heute als ungeklärt. In Bayern jedenfalls zeigte sich am Wochenende, dass man den mythenumrankten „Märchenkönig“ keineswegs vergessen hat und er bis heute eine prägende Figur darstellt.
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