Aufregung und Polizeieinsatz in Wahren! Das SEK musste einen bewaffneten Mann überwältigen. An der Uni beginnen heute die Wahlen für die Studierendenvertretungen, die Oper lädt zu einem Jugendtheaterprojekt ein, vor dem Landesamt für Schule und Bildung wird für bessere Bedingungen an Förderschulen demonstriert, und der Landtag gestaltet den Text unserer Landesverfassung verständlicher. Er wird am Mittag in Dresden vorgestellt.

Petition und Demo für Förderschulen

Mit einer Demonstration vor dem Landesamt für Schule und Bildung in Leipzig wollen  Betroffene heute auf die Situation pädagogischer Fachkräfte an sächsischen Förderschulen  aufmerksam machen. Die Kundgebung beginnt um 16 Uhr an der Nonnenstraße 17A und steht im Zusammenhang mit einer Petition an den  Sächsischen Landtag. Initiator der Petition ist der „Förderverein Adolph-Diesterweg-Schule Leipzig e.V.“

Die Unterstützer fordern vom sächsischen Kultusministerium, pädagogische Fachkräfte verbindlich in den Verwaltungsvorschriften für Förderschulen zu verankern. Zudem solle sich die personelle Ausstattung künftig am tatsächlichen Bedarf der Schülerinnen und Schüler orientieren. Nach Auffassung der Initiatoren sind die Fachkräfte für die individuelle Förderung, die soziale Entwicklung und die Bildungschancen der Kinder unverzichtbar.

Die Petition wurde am 12. Mai 2026 gestartet und hat nach Angaben der Organisatoren inzwischen mehr als 2.200 Unterstützerinnen und Unterstützer , die überwiegende Mehrheit davon aus Sachsen. Der Protest berührt mehrere aktuelle bildungspolitische Themen, darunter den Fachkräftemangel im Bildungsbereich, die Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, Fragen der Inklusion sowie die Finanzierung und Zuständigkeit des Freistaates Sachsen.

Verständliche Verfassung

Wer künftig nachvollziehen möchte, nach welchen Grundsätzen Sachsen regiert wird, soll dafür weniger juristische Vorkenntnisse benötigen: Der Sächsische Landtag präsentiert heute eine neue Ausgabe der Sächsischen Verfassung in „Leichter Sprache“. An der Vorstellung beteiligen sich unter anderem der Landtagspräsident Alexander Dierks und der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, sowie Vertreter der Inklusionspolitik.

Mit dem Projekt sollen die grundlegenden Regeln des Freistaates für Menschen mit Lernschwierigkeiten, eingeschränkten Deutschkenntnissen oder anderen Verständnishürden leichter zugänglich werden. Die Veröffentlichung geht über eine reine sprachliche Vereinfachung hinaus. Sie greift ein zentrales Thema demokratischer Teilhabe auf, denn Verfassungen gelten für alle Bürgerinnen und Bürger, sind in ihrer bisherigen Form jedoch häufig schwer verständlich.

Die neue Ausgabe soll deshalb dazu beitragen, politische Grundrechte und staatliche Strukturen verständlicher zu vermitteln und mehr Menschen den Zugang zu demokratischen Institutionen zu erleichtern. Die Veröffentlichung setzt damit zugleich ein politisches Signal für mehr Inklusion und Bürgernähe im Freistaat. Der Sächsische Landtag hatte die Sächsische Verfassung 1992 verabschiedet.

An der Dresdner Dreikönigskirche erinnert diese Tafel an die Verabschiedung der Verfassung des Freistaates Sachsen am 27. Mai 1992. Foto: „-wuppertaler“/Wikimedia

Teens bewegen das Theater

Heute feiert der Jugendtheaterclub „Break the Stage“ der Jungen Oper Leipzig seine neue Produktion auf der Probebühne 2 im Opernhaus Leipzig am Augustusplatz. Die Premiere von „CHECK IN – Wer bleibt – und wer geht?“ beginnt um 19 Uhr und ist nach Angaben der Oper Leipzig jedoch schon ausverkauft. Hoffnungsschimmer: Interessierte können sich auf eine Warteliste setzen lassen. Eine weitere Vorstellung folgt am 17. Juni ebenfalls um 19 Uhr.

Die Inszenierung entstand im Rahmen des Jugendtheaterclubs der Jungen Oper Leipzig. Im Mittelpunkt steht ein Hotel, in dem Gefühle und Emotionen die Kontrolle übernehmen. Die zwölf jungen Mitwirkenden entwickeln das Bühnengeschehen auf Basis von Improvisation und einer eigenen Bewegungssprache. Wie die Oper Leipzig mitteilt, arbeitet die Gruppe „ohne vorgefertigte Choreografien“ und setzt stattdessen auf eigene Ideen, Experimente und spontane Bewegungsgestaltung. Körper, Raum und Bewegung verbinden sich dabei zu einer eigenständigen Form des Bewegungstheaters.

Die künstlerische Leitung liegt bei Mieke Müllerschön, die für die szenische Einstudierung und Leitung verantwortlich zeichnet. Sara Cornelia Brandão übernimmt die szenische Einstudierung und Choreografie. Auf der Bühne stehen zwölf Jugendliche, darunter Amy, Alma, Charlie, Freya, Hermine, Ida, Kira, Lisa-Marie, Marlene, Mira und Tamara.

Die Vorstellungen finden auf der Probebühne 2 der Oper am Augustusplatz  statt. Für die regulären Vorstellungen kostet der Eintritt 13,22 Euro, ermäßigte Karten sind für 8,22 Euro erhältlich.

Zwölf Talente des Jugendtheaterclubs sind heute und morgen in der Oper zu erleben. Foto: Oper Leipzig

Wahlen an der Leipziger Uni

An der Universität Leipzig beginnen heute die Vertretungs-Wahlen für das kommende Studienjahr. Die Abstimmung läuft vom 16. Juni 2026, 12:00 Uhr, bis zum 23. Juni 2026, 12:00 Uhr, vollständig online über die Wahlplattform POLYAS. Organisiert werden die Wahlen gemeinsam vom „Student*innenRat“ (StuRa) und dem Wahlamt der Universität Leipzig. Auf dem Stimmzettel stehen die 32 Fachschaftsräte (FSR) sowie das Referat Ausländischer Studierender (RAS).

Parallel dazu wählen die Studierenden ihre Vertreterinnen und Vertreter in die Fakultätsräte, den Senat, den Erweiterten Senat, den Promovierenden-Rat sowie in die Gleichstellungsvertretungen einzelner Fakultäten. Besonders die Fachschaftsräte gelten als erste Anlaufstelle bei Problemen im Studium und vertreten die Interessen der Studierenden gegenüber Instituten und Fakultäten. Auch der Senat nimmt als zentrales Entscheidungsgremium der Universität Leipzig eine wichtige Rolle ein. Dort wirken vier studentische Vertreterinnen und Vertreter an Grundsatzentscheidungen, Entwicklungsplanungen und Satzungen mit.

Wahlberechtigt sind alle eingeschriebenen Studierenden, die im Wählerverzeichnis eingetragen sind. Die Stimmabgabe ist während des gesamten Wahlzeitraums rund um die Uhr möglich, da sie ausschließlich online stattfindet. Die erforderlichen Zugangsdaten werden über die Universitäts-E-Mail-Adresse bereitgestellt. Vor der Stimmabgabe empfiehlt sich ein Blick in die vom StuRa und dem Wahlamt veröffentlichten Kandidierendenlisten. Alle wichtigen Unterlagen gibt es HIER!

Der Stura ist die Vertretung der Studierenden der Uni Leipzig. Foto: Yaro Allisat
Der Stura ist die Vertretung der Studierenden der Uni Leipzig. Foto: Yaro Allisat

Polizei stellt Schwertkämpfer

Sein Frühstück nahm ein Mann aus Leipzig-Wahren heute Morgen im Haftkrankenhaus der JVA Leinestraße zu sich. Am Abend zuvor soll er mit einem Katapult Eisenkugeln in der Hopfenbergstraße verschossen haben. Die von Anwohnern gerufenen Polizeikräfte soll er anschließend mit einem Schwert bedroht haben. Das berichtete zuerst das Nachrichtenportal TAG24.

Wegen der Bedrohungslage wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen, das den Mann festnahm, wie ein Sprecher der Polizeidirektion am Morgen den Bericht des Mediums bestätigte. Welchen Grund der Missmut des Festgenommenen hatte, ist nun Gegenstand der eingeleiteten Ermittlungen.

Lizenzhinweis: Die Abbildung der Gedenktafel an die Verfassungsgebung Sachsens im Jahr 1992 stammt von Wikimedia-Nutzer „-wuppertaler“ und ist auf dieser Plattform zur Verwendung lizensiert.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar