Ein Polizeieinsatz in Markkleeberg führte am frühen Morgen zu einer Sperrung der nahen Bahnstrecke, die mehrere Stunden andauerte. Und: Vom Flughafen Leipzig/Halle aus wurden 32 Afghanen in der Nacht nach Kabul abgeschoben. Dagegen regte sich auch Protest. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 16. Juni 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Morgendlicher Polizeieinsatz in Markkleeberg schränkt Zugverkehr ein
Ein Polizeieinsatz in Markkleeberg hatte am Dienstagmorgen Auswirkungen auf den lokalen und regionalen Zugverkehr. Darüber berichtet die Leipziger Volkszeitung.
Hintergrund waren Meldungen über eine Person im Gleisbereich. Die Strecke rund um den S-Bahnhof Markkleeberg-Großstädteln wurde über mehrere Stunden gesperrt. Am Vormittag lief der reguläre Schienenverkehr der S3 nach ein paar Stunden wieder an.
Redaktioneller Hinweis: Über mögliche Suizide und Suizidversuche berichten wir in der Regel nicht. Ausnahmen sind möglich, wenn ein Ereignis wie hier im öffentlichen Raum zu spürbaren Auswirkungen führt.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor.
Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222. Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis. Die Telefonseelsorge finden Sie auch hier im Internet.
Das muslimische Seelsorgetelefon ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 030 / 44 35 09 821 erreichbar.
Weitere Möglichkeiten und Angebote finden Sie hier
www.suizidprophylaxe.de
Über Airport Leipzig/Halle: Charterflug bringt 32 Männer nach Afghanistan
Über den Flughafen Leipzig/Halle schob Deutschland in der vergangenen Nacht 32 Männer nach Afghanistan ab. Ein Charterflug brachte die Betroffenen demnach nach Kabul.
Bei ihnen soll es sich um Straftäter handeln, die beispielsweise mit Tötungsdelikten, sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung oder Drogenhandel auffällig geworden seien. Zu den an der Rückführung beteiligten Bundesländern zählten unter anderem Schleswig-Holstein, NRW, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen. Grundlage für die Maßnahme ist eine deutsche Vereinbarung mit dem islamistischen Taliban-Regime, die Abschiebungen auch ohne Einschaltung von Vermittlerstaaten wie früher Katar ermöglicht.
Dagegen protestierte am Flughafen eine kleine Gruppe von etwa 30 Menschen: „Wer Menschen in ein Land abschiebt, das von einem autoritären, islamistischen, frauenfeindlichen Regime kontrolliert wird, und dafür mit eben diesem Regime zusammenarbeitet, legitimiert dessen Herrschaft und macht sich von ihm abhängig“, kommentiert Karla Hahn, Sprecherin der Anti-Rassismus-Gruppe „We’ll Come United“, in einer Mitteilung und fasst damit die Kritik an den umstrittenen Abschiebungen zusammen. Den Abgeschobenen drohten in der Heimat Verhaftung, Folter und möglicherweise der Tod.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) als Abschiebungs-Befürworter hat seine Linie dagegen stets verteidigt und verweist auf das gesellschaftliche Interesse, ausreisepflichtige Straftäter rückzuführen.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
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Was sonst noch so los war:
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