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Einen buchstäblich heißen Ritt erlebte heute ein Autofahrer in Grünau. Sein Wagen geriet während der Fahrt in Brand – es blieb nur ein Wrack übrig. Preissprung in der Gartensparte: Leipzig will ab kommenden Jahr die Pacht für Kleingärten nahezu verdoppeln. Und: Vorsicht vor Taschendieben! Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Mercedes brennt in Grünau während der Fahrt

Da blieben heute in Grünau vor Schreck viele Münder offen stehen: Am frühen Nachmittag stand auf der Schönauer Straße – genau auf der Brücke vor dem Allee Center – ein Pkw meterhoch in Flammen. Der Mercedes Vito, welcher in Richtung Ratzelstraße unterwegs gewesen war, war gegen 13:53 Uhr während (!) der Fahrt in Brand geraten.

Der Fahrer konnte sich geistesgegenwärtig gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt. „Auf der Brücke über die S-Bahn roch es plötzlich verbrannt, und die Bremsen funktionierten nicht mehr richtig“, schilderte er anschließend das Geschehen. „Ich lenkte das Fahrzeug an den Bordstein in der Mitte und stieg aus. Da riefen mir schon Passanten zu, ich solle vom Auto weggehen. Kurz danach schlugen schon die ersten Flammen aus dem Fahrzeug.“ Wenige Minuten später traf die alarmierte Feuerwehr vor Ort ein und löschte das Feuer. Zurück blieb allerdings ein völlig ausgebranntes Pkw-Gerippe.

Die Feuerwehr löschte den Pkw-Brand. Foto: Thomas Köhler

Die große Hitzeentwicklung hat aber auch dem Asphalt der Straße arg zugesetzt. Die betroffene linke Fahrbahn muss daher bis zur Instandsetzung gesperrt bleiben. Wie die Polizeidirektion auf Nachfrage außerdem mitteilte, sei die Statik der Brücke durch das Unglück nicht beeinträchtigt worden.

Stadt Leipzig will Kleingarten-Pacht erhöhen

Da fällt einem doch glatt das Bierchen in den Rhabarber: Die Stadt Leipzig will ab 1. Januar 2027 die Kleingarten-Pacht fast verdoppeln. Von bisher etwas über 12 Cent pro Quadratmeter, soll der jährliche Pachtzins auf den kommunalen Gartenflächen dann auf 21 Cent ansteigen. Das wurde heute in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters besprochen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Der Stadtrat muss diesem Plan allerdings noch zustimmen.

Für Insolvenz in der Parzelle dürfte diese prozentual üppige Erhöhung dennoch nicht sorgen, da die Gesamtsumme überschaubar bleibt. Für einen 250 Quadratmeter-Garten betrüge die Jahresabgabe dann insgesamt nicht mehr 30 Euro sondern 52,50 Euro. Für die klammen Kassen der Stadt werden dadurch allerdings jährlich rund 694.000 zusätzliche Euros geerntet. „Diese Mittel verbleiben im städtischen Etat, aus welchem auch die Förderung des Kleingartenwesens im Rahmen der Fachförderrichtlinie finanziert wird“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Als Anlass für die Anhebung der Pacht werden die „allgemeinen Preissteigerungen der letzten Jahrzehnte“ angegeben. Bisher war der abzuführende Betrag seit dem Jahr 1998 stabil geblieben. Um die jetzt vorgesehene Anpassung auf eine rechtssichere Basis zu stellen, hatte die Stadt den Gutachterausschuss für Grundstückswerte beauftragt. In dessen Gutachten war der gesetzliche Höchstpachtzins von eben jenen 21 Cent ermittelt worden.

Eine Kleingartenanlage.
Kleingartenidylle in Leipzig. Foto: Ralf Julke

Vorsicht vor Taschendieben!

Die Polizeidirektion Leipzig warnt in einer heutigen Mitteilung ausdrücklich vor Taschendieben. Im Raum Eilenburg und Bad Düben haben diese seit Jahresbeginn immerhin knapp 5.000 Euro erbeutet. Die Tatorte des kriminellen Geschehens seien demnach vor allem Supermärkte. Hier haben es die Langfinger vor allem auf Geldbörsen oder Handtaschen abgesehen, die während des Einkaufs vertrauensselig im Einkaufswagen abgelegt werden. Vor allem wenn dichtes Gedränge herrscht, spielt das den Dieben in die Karten.

Entsprechend rät Mario Mucke, der Leiter des Polizeireviers Eilenburg, zu mehr Aufmerksamkeit: „Lassen Sie Wertsachen niemals offen in Taschen oder Einkaufskörben liegen. Was für Sie praktisch erscheint, ist für Diebe oft eine Einladung. Aufmerksamkeit und ein bewusster Umgang mit den eigenen Wertgegenständen sind der beste Schutz“, erklärt der Erste Polizeihauptkommissar. Sein Revier hat inzwischen bereits mehrere Strafverfahren eingeleitet, um Taschendiebe zu schnappen. Geschädigte sollten schnellstmöglich eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

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Was sonst noch wichtig war:

Pawel Durow, der Gründer des Messengerdienstes Telegram, ist in Russland zur Fahndung ausgeschrieben worden. Der Vorwurf lautet: Unterstützung von Terrorismus. Ukrainische Geheimdienste und Terrororganisationen hätten via Telegram in Russland Personal für Sabotage-Aktionen und Anschläge rekrutieren können. Russischen Angaben zufolge weigere sich der Messengerdienst die entsprechenden Chats und Bots zu schließen. Wo sich Durow aktuell aufhält ist allerdings nicht bekannt.

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will den Ländern mehr Geld für Angebote gegen Radikalisierung bereitstellen. Als Reaktion auf den CSD-Anschlag in Berlin, sollen daher fünf Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Demokratie leben!“ dafür aufgewendet werden. Dass solche Programme gegen Radikalisierung erfolgreich sein können, hat eine entsprechende wissenschaftliche Begleitung gezeigt.

Ein speziell hergerichteter Airbus der australischen Gesellschaft Quantas hat einen Rekordflug abgeliefert. Der A350 ist ohne Zwischenstopp von Melbourne in Australien bis nach Toulouse in Frankreich geflogen. Für diese über 23.000 Kilometer lange Strecke war er 24 Stunden und 24 Minuten in der Luft. So lange war noch keine Maschine oben. Um fast zwei Stunden ist der bisherige Langzeitrekord überboten worden. Ab kommenden Jahr will Quantas zunächst Direktflüge von Sydney nach London anbieten. Später soll New York folgen.

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