Um die Verkehrssicherheit insbesondere von Fußgängerinnen und Radfahrern zu erhöhen, wird auf der Prager Straße zwischen Volckmarstraße und Oststraße stadteinwärts ein Fahrradstreifen eingerichtet. Damit kann der vorhandene Gehweg künftig ausschließlich von Fußgängern sowie für Freisitze und Geschäftsauslagen genutzt werden. Die Arbeiten starten am Montag, 14. September, und sollen bis zum Freitag, 9. Oktober, abgeschlossen sein. 

Hintergrund ist, dass es hier immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrerinnen und Fußgängern auf dem derzeit noch gemeinsam genutzten, dafür jedoch zu knapp bemessenen Geh- und Radweg kommt. In diesem Abschnitt der Prager Straße gibt es stadteinwärts viele Freisitze und Geschäfte, zugleich sind hier allein in stadtwärtiger Richtung rund 1.500 Radfahrerinnen täglich unterwegs. Auch in der Bürgerbeteiligung zum Fußverkehrsentwicklungsplan war dies als Problemstelle gemeldet worden. Laut kommunaler Bürgerumfrage werden Radfahrerinnen auf Gehwegen zudem als Sicherheitsrisiko gesehen.

Um den Fuß- und Radweg baulich voneinander zu trennen, reicht der vorhandene Seitenraum nicht aus. Deswegen wurde eine sichere Alternative gesucht, die den Autoverkehr auf der Bundesstraße 2 nicht zu stark einschränkt: Der bisher als Kurzzeitparkstreifen genutzte Seitenraum wird nun zum Radfahrstreifen umgestaltet und muss dafür baulich nur minimal angepasst werden.

Michael Jana, Leiter des Mobilitäts- und Tiefbauamtes, sagt: „Die Prager Straße ist eine unserer Hauptrouten im Radnetz und an dieser Stelle eine lebendige Geschäftsstraße. Der zu schmale Seitenraum führt deshalb ständig zu Konflikten und der Umbau trägt nun zu einem besseren Miteinander von Fußgängerinnen und Radfahrern bei.“ 

Weil einige Kurzzeitparkplätze entfallen, werden vor dem Ostplatz sowie in der Volckmarstraße neue Lade- und Lieferzone eingerichtet, sodass die Geschäfte weiterhin gut angedient werden können. Michael Jana: „Durch die Umgestaltung können verschiedene Interessen des Fuß-, Rad- und Wirtschaftsverkehrs miteinander in Einklang gebracht und der öffentliche Straßenraum verschiedenen Nutzungsansprüchen gerecht werden.“

Die Idee war auf dem Fußverkehrsrundgang des Oberbürgermeisters 2024 entstanden und wurde vom Mobilitäts- und Tiefbauamt ausgearbeitet. Die Arbeiten kosten insgesamt rund 65.000 Euro und sind abgestimmt auf das aktuell in der Prager Straße bereits laufende Bauvorhaben der Wasserwerke.

Einen aktuellen Überblick über alle Baustellen, Sperrungen und Verkehrseinschränkungen im Leipziger Straßennetz bietet die interaktive Seite unter www.leipzig.de/baustellen.

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