An der Kreuzung Kurt-Eisner-/ August-Bebel-Straße sind heute bei einem Verkehrsunfall zwei Menschen verletzt worden – ein Auto war mit einem Fahrrad zusammengestoßen. In Leipzigs Osten ist eine wichtige, mehrere Kilometer lange Verbindungsstraße nach zweimonatiger Sanierung jetzt wieder freigegeben. Und: Für die Festival-Woche „Gutes Leben Leipzig“ 2026 fiel heute im Hauptbahnhof der offizielle Startschuss. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 11. September 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
„Tief im Ooosteeen“ ist die Straße fertig
„Tief im Ooosteeen, wo’s aus Leipzig raus geht, ist die Faaahrbaaahn endlich wieder komplett.“ Irgendwie so hätte möglicherweise Herbert Grönemeyer diese Verkehrsmeldung vorgesungen. Nur leider wird er von der Fertigstellung der Brandiser Straße noch keine Kenntnis erlangt haben. Deshalb schreiben wir das jetzt hier auf. Ohne Melodie – und natürlich absolut seriös. Denn nach zweimonatiger Bauzeit ist die Straßenverbindung von Mölkau, über Baalsdorf, nach Hirschfeld wieder für den Verkehr freigegeben.
Das umfasst immerhin einen Streckenabschnitt von rund 4,2 Kilometern – beginnend vom östlichen Ende der Zweinaundorfer Straße – unter der Autobahn A14 hindurch bis hin zum Kreisverkehr Hirschfeld. Denn hier waren die Deckschichten der stark frequentierten Straße stark geschädigt, Spurrinnen und Risse gefährdeten die Verkehrssicherheit. Diese gesamte Straßenkonstruktion wurde über den Sommer für rund 1,3 Millionen Euro saniert. Nun ist es vollbracht.
Zwei Verletzte bei Unfall in der Südvorstadt
Einen schweren Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen hat es am heutigen Freitagmittag in der Leipziger Südvorstadt gegeben. Dabei kam es gegen 11:45 Uhr an der Kreuzung Kurt-Eisner-/ August-Bebel-Straße zur Kollision zwischen einem Auto und einem E-Bike. Ein 19-Jähriger war mit seinem roten Peugeot auf der Kurt-Eisner-Straße in Richtung Osten unterwegs. Gleichzeit radelte ein 38-Jähriger mit seinem E-Bike auf der August-Bebel-Straße in nördlicher Richtung.
An der Kreuzung beider Straßen kam es – aus noch zu klärenden Gründen – zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Dabei geriet der Peugeot offenbar außer Kontrolle, knickte noch ein Verkehrsschild und eine Ampel um und zog noch zwei geparkte Pkw in Mitleidenschaft. Beim Unfall wurde der Fahrradfahrer schwer verletzt und musste zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch der junge Autofahrer brauchte medizinische Versorgung, die er ambulant ebenfalls in einem Krankenhaus erhielt.
Die Straße war während der Unfallaufnahme über zwei Stunden lang voll gesperrt. Erst gegen 14 Uhr konnte der Verkehr wieder fließen. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt nun zum Unfallhergang und wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung. Die Höhe des insgesamt entstandenen Sachschadens ist noch nicht abschließend bezifferbar.
Festival „Gutes Leben Leipzig“ in die zweite Runde gestartet
Was macht ein gutes Leben in Leipzig aus – heute und in Zukunft? Dieser essentiellen Frage geht in den nächsten Tagen das Festival „Gutes Leben Leipzig“ 2026 auf den Grund. Vom 12. bis zum 20. September laden mehr als 100 Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt zur Auseinandersetzung mit diesem Thema ein. Den offiziellen Auftakt der zweiten Festival-Auflage gab es heute mit der Eröffnungsveranstaltung in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs.
Gäste waren dabei unter anderem Heiko Rosenthal (Die Linke/ Bürgermeister für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig) und Kathrin Franke (Referentin der Gemeinwohl-Ökonomie Mitteldeutschland). Nach dem musikalischen Auftakt durch die Leipziger Band „Lipsi Tight “ begrüßte das Festivalteam die Gäste, gab einen Einblick in das diesjährige Programm und stellte die beteiligten Akteur/-innen vor. Parallel lud ein dreistündiger „Markt der Möglichkeiten“ zu einem ersten Austausch ein.
Die bevorstehende Festivalwoche ist prall gefüllt mit Workshops, Gesprächen, Stadtspaziergängen, Kultur – und Bildungsangeboten, Mitmachaktionen, Konzerten und Begegnungsformaten. Inhaltlich greifen diese unterschiedliche Aspekte eines guten Lebens auf und machen sichtbar, wie vielfältig gutes Leben in Leipzig bereits heute gestaltet wird. Es versteht sich als eine Einladung dazu, neue Perspektiven kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und selbst aktiv zu werden.

Worüber die LZ heute berichtet hat:
Urteil am Landgericht: Acht Jahre Haft für Wurzner wegen Mordversuchs
Was bedeutet der erneute PISA-Schock? Gespräch mit Burkhard Naumann (GEW)
Der Stadtrat tagte: Am Kohlrabizirkus könnte es jetzt irgendwann losgehen
Hallo Leipzig: So startet Freitag, der 11. September, ins Wochenende
Wie Faschismus funktioniert: Jason Stanleys Warnung nun auch als Taschenbuch
Ab 12. September: Galerie Schwind zeigt Bilder aus dem Nachlass von Günter Thiele
Was sonst noch wichtig war:
Die USA stand heute ganz im Zeichen des Gedenkens. Vor 25 Jahren war das Land, war die ganze Welt, von mehreren Terroranschlägen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida erschüttert worden. Dieses hatte vier Passagierflugzeuge entführt, von denen es zwei in die beiden Türme des World Trade Centers steuerte und zerstörte. Ein weiteres Flugzeug schlug im Pentagon bei Washington ein, ein viertes stürzte ab, bevor es sein – nicht bekanntes – Ziel erreichte. Knapp 3.000 Menschen wurden getötet. An der heutigen Gedenkveranstaltung am Ground Zero in New York nahmen mehrere Ex-Präsidenten teil. Die Flaggen an den Bundesgebäuden wehten auf Halbmast.
Ein Reisebus aus den Niederlanden ist im Schweizer Kanton Graubünden verunglückt. Das Fahrzeug, das knapp 50 Menschen an Bord hatte, kam von der Straße ab, ist gegen eine Leitplanke gefahren und dann umgekippt. Dabei sind fünf Menschen gestorben. Zudem gab es 40 Verletzte, drei davon schwer. Was die Ursache dieses Unfalls war, ist bisher noch unklar.
In Berlin hat die Bundesanwaltschaft sieben mutmaßliche Mitglieder der radikalislamischen Hamas – mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten – angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, an der Beschaffung von Waffen beteiligt gewesen zu sein. Diese sollten bei einem Mordanschlag auf israelische oder jüdische Ziele in Deutschland oder Österreich zum Einsatz kommen. Über einen möglichen Prozess muss nun der Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin entscheiden.
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