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Kleiner Bruch, große Wirkung. Ein geplatztes Abwasserrohr ist Reisenden an den Cospudener See im Weg. Auf der A38 gehts heute etwas langsamer zu, das Mendelssohn-Haus erinnert an die tragische Liebe von Gustav Mahler und deren Auswirkung auf die Musikwelt. Und das Capa-Haus eröffnet mit einer Ausstellung über Synagogen die Herbst-Saison.

Loch Nass in Markkleeberg

In Markkleeberg muss nach einer Havarie die Zöbigkerstraße zwischen Birken- und Fliederweg gesperrt werden. Ein Abwasserrohr war gebrochen und hatte die Fahrbahn unterspült. Pkw und Lkw werden während der Arbeiten über Koburger Straße, Seenallee und Städtelner Straße umgeleitet. Für die Linienbusse gilt eine andere Streckenführung über Lindenthal-Straße und Schmiedestraße.

Zugleich werden zwei Ersatzhaltestellen eingerichtet: eine an der Schmiedestraße/Ecke Sonnenweg und eine weitere an der Schmiedestraße/Ecke Koburger Straße. Der Fußweg entlang der Zöbigkerstraße bleibt trotz der Vollsperrung benutzbar. Radfahrer können den betroffenen Abschnitt ebenfalls passieren, müssen dort jedoch absteigen.

Die Sperrung ist nach derzeitiger Planung der Stadtverwaltung bis einschließlich 18. September vorgesehen.

Ein Wasserrohrbruch hat die Straße unterspült. Symbolfoto: artemtation/pixabay

Augenmaß auf Autobahn

Auf der Bundesautobahn A38 in Richtung Leipzig ist heute zwischen dem Rastplatz Fuchsaue Ost und der Abfahrt Leipzig-Süd besondere Vorsicht geboten. Grund sind dort stattfindende Vermessungsarbeiten. Nach der aktuellen Verkehrswarnmeldung der Polizei Sachsen ist dort von 7 bis 17 Uhr eine „Tagesbaustelle auf dem Standstreifen“ eingerichtet.

Die Sperrung der gesamten Richtungsfahrbahn oder eine Umleitung sind für diese Arbeiten nicht angezeigt. Lediglich mit einer Geschwindigkeitsreduzierung ist zu rechnen. Unabhängig von dieser Tagesbaustelle finden 2026 auf der A38 im Leipziger Raum umfangreichere Bauarbeiten statt.

Die Autobahn GmbH des Bundes erneuert noch bis Dezember zwischen Leipzig-Neue Harth und Leipzig-Südost in Richtung Dresden auf rund 7,2 Kilometern die Fahrbahn. Zudem werden Schutzeinrichtungen erneuert und neun Brückenbauwerke instandgesetzt.

Achtung! Auf der A38 sind heute Landvermesser unterwegs.

Mahlers Kummer und seine 10. Sinfonie

Diese Liebe machte ihn fertig, doch mit seiner 10. Sinfonie gelang ihm dies nicht: Als Gustav Mahlers Ehefrau Alma eine Affaire begann, stürzte das den in Böhmen geborenen Komponisten in eine tiefe Krise, die ihn schließlich in die gute Stube von Siegmund Freud führte. Unter dem Titel „Für dich leben! Für dich sterben“ beschäftigt sich der Musikjournalist Hagen Kunze heute in einem Vortrag mit Mahlers unvollendet gebliebener 10. Sinfonie.

Die Veranstaltung ist Teil des „Treffpunkt Salon“ im Mendelssohn-Haus, Goldschmidtstraße 12. Hagen Kunze, Publizist, Musikjournalist und Dramaturg, hat mehrere Bücher zu musikalischen und historischen Themen veröffentlicht, darunter Arbeiten über den Thomanerchor, den Opernchor Leipzig und die Musikgeschichte der Stadt Leipzig. Seine Ausführungen begleitet der Journalist mit eigenem Klavierspiel. Beginn ist 16 Uhr bei freiem Eintritt.

Mahler arbeitete von Juli bis September an seiner letzten Sinfonie, die es nicht mehr bis zur fertigen Partitur schaffte. Er starb am 18. Mai 1911 in einem Wiener Sanatorium. Nach Mahlers Tod vollendete seine Witwe zumindest ihre Liebschaft und heiratete, wenn auch nur für fünf Jahre, ihren Geliebten, den Architekten Walter Gropius.

Gustav Mahler mit seiner Frau Alma bei einem Spaziergang in der Nähe von Toblach. Foto: ÖNB, Bildarchiv Austria, Inventarnummer NB 610.838 – B / Wikimedia Commons

Saisonstart im Capa-Haus

Das Museum im Capa-Haus beendet die Sommerpause mit einer Ausstellungseröffnung am heutigen Abend um 19:00 Uhr. „100+ Synagogen in Deutschland“ zeigt Arbeiten aus einem Bildband des Fotografen und Musikers Alex Jacobowitz, in dem er historische Gebäude, die über Jahrhunderte erhalten geblieben sind, ebenso wie ehemalige Synagogen, die später einer anderen Nutzung zugeführt wurden, dokumentiert. Hinzu kommen Neubauten wiedererstarkter jüdischer Gemeinden.

Damit verbindet die Ausstellung Zeugnisse der Geschichte mit dem jüdischen Leben der Gegenwart. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig bezeichnet sie als Zeugnis „jüdischer Vergangenheit und Gegenwart in Deutschland“. Jüdinnen und Juden lebten bereits im 4. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Mit dem Anwachsen der Gemeinden entstanden über die Jahrhunderte zahlreiche Synagogen mit unterschiedlicher Architektur. Einige überstanden Krieg und Zerstörung durch die sogenannte „Arisierung“, viele andere wurden vernichtet. Auch nach 1945 noch vorhandene Synagogen gingen verloren, wurden abgerissen oder für andere Zwecke genutzt.

Jacobowitz wurde 1960 geboren, ist US-Amerikaner und Israeli und lebt unter anderem in Leipzig. Als Xylophonvirtuose hat er sich auf traditionelle jüdische Musik spezialisiert. Zudem engagiert er sich für jüdische Kultur, Musik und Literatur in Europa. Wer die Ausstellung nicht zur heutigen Vernissage besucht, kann sie noch bis zum 30. November sehen.

Musiker und Fotograf Alex Jacobowitz eröffnet heute seine Ausstellung im Capa-Haus. Foto: Archiv Jacobowitz

Das Capa-Haus ist regulär dienstags bis freitags von 11:00 bis 16:00 Uhr sowie an jedem dritten Sonntag im Monat ebenfalls von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet (Feiertage sind ausgenommen). Der Eintritt in das Capa-Haus ist frei.

Das Gebäude befindet sich im Leipziger Westen (Jahnallee 61), schräg gegenüber vom Straßenbahnhof Angerbrücke. Seinen Namen trägt es nach dem US-amerikanischen Kriegsfotografen Robert Capa, der dort am 18. April 1945 seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“ aufnahm, die unter anderem den Tod des US-Soldaten Raymond J. Bowman während der Befreiung Leipzigs dokumentiert. Erreichbar ist das Capa-Haus mit den Straßenbahnlinien 3, 7, 8 und 15. Haltestelle Angerbrücke.

Blick in die Straubinger Synagoge. Foto: Alex Jacobowitz / Verlag Hentrich & Hentrich

 

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