Nach dem erfolgreichen Warnstreik am Dienstag, den 08.09.2026, fand am Donnerstag die vierte Verhandlungsrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Leipziger Messe GmbH statt. Nach intensiver und ausführlicher Diskussion der Verhandlungspositionen legte die Arbeitgeberseite ein neues Angebot vor. Dieses beinhaltet eine Verbesserung von lediglich 0,2 Prozent im Jahr 2027 sowie eine etwas erhöhte, nicht tabellenwirksame Einmalzahlung im Jahr 2026.
Die arbeitgeberseitig erhobenen Gegenforderungen, wie bspw. eine Streichung der Erschwerniszuschläge, liegen weiterhin auf dem Tisch. Dazu sagt Paul Schmidt, ver.di-Verhandlungsführer: „Das neue Angebot ist nur minimal besser als das, was die Mitglieder in den vergangenen Wochen deutlich abgelehnt haben. Aus diesem Grund sind sie auch in den Warnstreik getreten.“
Besonders kritikwürdig ist, dass das Angebot weiterhin hinter dem zurückliegt, was arbeitgeberseitig früher im Jahr in Aussicht gestellt wurde. „Bei einer Betriebsversammlung im März wurden durch den Arbeitgeber eine Entgelterhöhung von 5,8 Prozent in den Raum gestellt. Jetzt sollen wir lediglich rund 4,4 Prozent bekommen – obwohl die Geschäftsführung sagt, dass das aktuelle Geschäftsjahr besser läuft als geplant. Das ist völlig unverständlich“, ordnet Mathias Krempien, Mitglied der Tarifkommission und seit 2022 Beschäftigte der Leipziger Messe, ein.
Um einer Lösung näherzukommen, hat die ver.di-Tarifkommission einen Kompromissvorschlag erarbeitet und vorgelegt. Dieser sah vor, die Forderung im Volumen zu reduzieren und auch die Laufzeit auf 24 Monate auszudehnen. Darauf erfolgte arbeitgeberseitig eine deutliche Ablehnung sowie ein Hinterfragen der Ernsthaftigkeit. Leider war im Nachgang auch eine respektvolle, sachorientierte Fortführung des Gespräches nicht mehr möglich, so dass dieses durch die ver.di-Tarifkommission beendet wurde.
Paul Schmidt ergänzt: „Die Arbeitgeberin sagt einerseits, dass sie nach einem Kompromiss sucht. Auf unsere Lösungsvorschläge dann mit einer derartigen Ablehnung zu reagieren und nicht einmal weitere Gespräche darüber zuzulassen, erhöht die Gefahr einer Eskalation, die wir eigentlich nicht wollen. Nun bleibt uns nichts anderes übrig, als mit unserem Mitgliedern die weiteren Schritte zu diskutieren.“






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