In der letzten Nacht brannte – wieder einmal – ein Tauschschrank durch mutmaßlichen Vorsatz aus. Und: Der aus Sachsen stammende AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla beendete Spekulationen um eine OBM-Kandidatur für Leipzig – mit einer Absage. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 10. September 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Tauscho in Schleußig abgebrannt, Zukunft ungewiss

Der bekannte Tauschschrank an der Entenbrücke Limburger Straße in Schleußig fiel letzte Nacht einem mutmaßlichen Brandanschlag zum Opfer. Laut Leipziger Volkszeitung kam wenige Minuten vor Mitternacht ein Notruf. Die herbeigeeilte Feuerwehr löschte die Flammen, es gab offenbar keine Verletzten.

Bereits im Juli 2024 hatte es am gleichen Ort ein Feuer gegeben. Ein neuer Schrank, der als unkompliziertes Tausch-Drehkreuz für ausrangierte Kleidung, Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände dient, war damals vom BUND Leipzig gemeinsam mit dem Bildungsanbieter Inab aus Plagwitz nach einem Monat wieder aufgestellt worden. Wer hinter den Bränden steckt, ist bisher unklar. Auch der Sachschaden steht noch nicht fest.

Am Donnerstagnachmittag fanden nach dem nächtlichen Feuer bereits provisorische Aufräumarbeiten statt. Die Zukunft des sogenannten Tauschos ist vorerst offen: „Der Wille zum Aufbauen ist da, wir können es aber nicht garantieren“, sagte eine Helferin vor Ort gegenüber der LZ. Vor allem die Müllablage und entsprechende Beschwerden von Anwohnern waren in der Vergangenheit immer wieder ein Problem. Mehrheitlich wurde und wird das Projekt nach Angaben Verantwortlicher aber positiv wahrgenommen.

Er macht’s nicht: Tino Chrupalla sagt OBM-Kandidatur in Leipzig ab

Tino Chrupalla wird nicht in das Rennen um das Oberbürgermeister-Amt in Leipzig einsteigen: Dies gab der Bundessprecher der in Teilen rechtsextremen AfD heute bekannt, wie unter anderem die Leipziger Volkszeitung meldet.

Zuvor hatte es tagelange Unklarheit gegeben, ob der im sächsischen Weißwasser geborene Chrupalla für die AfD im Jahr 2027 neuer OBM von Leipzig werden will. In einem Gespräch habe er nunmehr geäußert, nicht für den Posten zur Verfügung zu stehen, so der Vorsitzende des Leipziger AfD-Kreisverbands Siegbert Droese am Donnerstag.

Nach der Absage des 51-Jährigen Chrupalla bleibt offen, wen die AfD Ende September als OBM-Bewerber für Leipzig in die Spur schicken wird. Chrupalla ist seit 2019 einer der AfD-Bundessprecher, seit 2022 gemeinsam mit Alice Weidel. Durch das starke Abschneiden bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund befand sich die Partei zuletzt im Auftrieb und gibt sich entsprechend selbstbewusst.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Die Botschaft ist nicht angekommen: Der Eiertanz von Sachsens Kultusminister um den Unterrichtsausfall

Zeugnis der Trichterbecherkultur: Trapezförmige Grabanlage der Jungsteinzeit bei Markranstädt entdeckt

Hallo Leipzig: So startet Donnerstag, der 10. September 2026

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Das „Alles ist möglich“-Dilemma: Siegmund verspricht den Menschen die Selbstwirksamkeit – ein Kommentar

Erinnerungstafeln für ehemalige jüdische Einwohner des Waldstraßenviertels gestohlen: Ariowitsch-Haus und Bürgerverein bitten um Hilfe bei der Suche

Was sonst noch so los war:

Die Dessauer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den umstrittenen Kabarettisten Uwe Steimle (63) eingestellt.

Er gestaltete die schwierige Transformations- und Aufbauzeit in den neunziger Jahren: Der sächsische CDU-Politiker und frühere Landessozialminister Hans Geisler starb, wie heute bekannt wurde, mit 86 Jahren.

Machtkrimi in Sachsen-Anhalt: Vier Tage nach der Landtagswahl stellt sich die Frage, ob CDU-Überläufer der AfD als Beschaffer für die knapp verfehlte, absolute Mehrheit dienen könnten.

Im Deutschen Bundestag hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) seine Ausgaben-Priorität verteidigt.

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