Zwei Autos brannten völlig aus, drei weitere wurden stark beschädigt – das ist die Bilanz einer mutmaßlichen Brandstiftung letzte Nacht in Leipzig-Altlindenau. Große Hitze bereiten auch Sperling, Amsel und Co. ernsthafte Probleme. Eine Stiftung schlägt Alarm und rät zum Aufstellen von Vogeltränken. Und: Die Regionalliga-Teams von Lok und Chemie haben neue Offensiv-Power verpflichtet. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 12. August 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Mutmaßliche Brandstiftung beschädigt fünf Autos
Gleich fünf Fahrzeuge sind in der Nacht durch ein Feuer im Leipziger Stadtteil Altlindenau teils stark beschädigt worden, teilte die Polizeidirektion Leipzig heute mit. Gegen 2:30 Uhr wurde der Brand gemeldet, woraufhin die Kameraden der Feuerwache West zum betreffenden Parkplatz in der Erich-Köhn-Straße ausrückten. Trotz ihres raschen Eingreifens, waren dennoch zwei Autos komplett ausgebrannt. Nach einem Bericht von tag24.de handelte es sich dabei um zwei Seat Ibiza.
Die Flammen hatten allerdings noch nach drei weiteren Pkw gegriffen. Zwei E-Autos trugen starke Schäden davon, ein anderes musste der großen Hitze Tribut zollen. Die Polizei vermutet, dass es sich um Brandstiftung handelt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Zudem werden mögliche Zeuginnen und Zeugen gesucht, die Hinweise zum Sachverhalt oder zu möglichen Tatverdächtigen geben können.
Kühlwasser für Vögel
Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) schlägt Alarm: Denn die anhaltend heißen Sommertemperaturen machen ganz besonders auch unseren wild lebenden Vögeln große Probleme. An diesen heißen Tagen brauchen sie nämlich deutlich mehr Wasser als sonst, allerdings ist das in Parks, Gärten und der freien Landschaft kaum vorhanden. Besonders betroffen davon sind Jungvögel und kleinere Vogelarten. Wasser benötigen diese nicht nur zur Flüssigkeitsaufnahme, sondern auch zur Kühlung und Körperpflege.
Denn Wildvögel sind im Gegensatz zu Säugetieren nicht in der Lage zu schwitzen, und ihr Federkleid können sie auch nicht einfach ablegen. Überschüssige Wärme kann daher nur über unbefiederte Körperstellen wie Beine und Schnabel abgeben werden. Zudem versuchen sie auch, sich mit Hecheln zu kühlen, was aber nur begrenzt gelingt. „Mit dem Aufstellen einer Tränke im Garten oder selbst auf einem Balkon kann jeder relativ einfach den gefiederten Freuden helfen, an heißen Tagen gut über die Runden zu kommen“, regt daher die LaNU an.
„Die Gefäße sollten flache Ränder und eine leicht raue Oberfläche haben. Günstig ist eine Tiefe von zwei bis zehn Zentimetern. Idealerweise wird in der Mitte des Gefäßes als Insel noch einen Stein postiert. Unbedingt muss darauf geachtet werden, dass das Wasser in der Tränke ein bis zwei Mal täglich gewechselt wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Tränke sich zu einem Infektionsherd entwickelt. Die Tränken sollten an überschaubaren und gut anzufliegenden Stellen positioniert werden. Zu empfehlen ist, sie in der Nähe von Hecken, Büschen und Bäumen anzulegen. Dann haben Fressfeinde kein zu leichtes Spiel.“
Neue Stürmer für Lok und Chemie
Neun Tore haben die Fußballer des 1. FC Lok Leipzig in ihren bisherigen vier Partien der noch jungen Regionalliga-Saison bereits erzielt. Nun haben die Blau-Gelben einen Offensiv-Mann verpflichtet, der diese Zahl weiter nach oben treiben soll. Die Rede ist von Julian Kügel. Der 29-Jährige kommt vom Drittligisten FC Ingolstadt und bringt die Erfahrung von insgesamt 88 Spielen in der Dritten Liga mit nach Probstheida. Dabei gelangen ihm neun Treffer sowie 13 Vorlagen.
„Ich hatte vom ersten Gespräch an ein super Gefühl. Sowohl Torsten Ziegner als auch Toni Wachsmuth haben mir vermittelt, dass sie großes Vertrauen in mich haben und mich unbedingt hier haben wollen. Deshalb freue ich mich sehr, jetzt Teil dieses großartigen Clubs zu sein. Ich bin schon richtig heiß darauf, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und das erste Mal in Blau-Gelb aufzulaufen“, ist der 1,91 Meter-Recke voller Tatendrang. Sein Vertrag gilt zunächst bis zum Saisonende.

Tore braucht auch Ortsrivale BSG Chemie mehr als dringend. Ein einziger Treffer steht bei den Leutzschern nach vier Spielen auf der Haben-Seite, was sie aktuell auch nach ganz unten in der Tabelle führte. Um das zu ändern wurde heute die Verpflichtung des Mittelstürmers Philipp Kühn bekanntgegeben. Auch der 23-Jährige ist mit 1,90 Meter hoch gewachsen und kommt vom Liga-Gegner BFC Preußen zu den Grün-Weißen.
„Ich bin glücklich, dass es mit dem Wechsel zu Chemie geklappt hat und ich künftig mit dieser grünen Wand an meiner Seite statt gegen mich hier auflaufen kann. Mit meiner Spielweise möchte ich dazu beitragen, dass wir als Mannschaft die Fans richtig anzünden. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, loszulegen!“, ist Philipp Kühn ebenfalls Feuer und Flamme. Er hat einen Einjahresvertrag mit Verlängerungsoption unterschrieben und ist ab sofort spielberechtigt.

Worüber die LZ heute berichtet hat:
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Was sonst noch wichtig war:
Schülerinnen und Schüler sollten dazu verpflichtet werden, Gedenkstätten zur DDR-Geschichte zu besuchen. Das fordert zumindest die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke. Auch solle diese Geschichte stärker im Schulunterricht behandelt werden. Dadurch solle ein Verständnis dafür entstehen, „dass es sich um eine Diktatur und einen Unrechtsstaat gehandelt hat“.
Mit ab heute geltenden schärferen Regeln für Verpackungen, will die EU deutlich weniger Müll entstehen lassen. Das große Ziel lautet dabei, bis zum Jahr 2030 nahezu alle Verpackungen recyclebar zu machen. Ganze 124 Seiten füllt das dafür ausgearbeitete Regelwerk. Unter anderem geht es dabei auch um bisher für Lebensmittelverpackungen eingesetzte Chemikalien, die einerseits gesundheitliche Risiken mit sich bringen, andererseits aber auch in der Umwelt kaum abbaubar sind.
Der vom Bundesministerium der Finanzen vorgelegten Gesetzentwurf zur Einführung einer Frühstartrente ist heute vom Bundeskabinett beschlossen worden. Dabei geht es darum, künftig allen Kinder in Deutschland ein Startkapital für die eigene private Altersvorsorge auf den Weg zu geben. Vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr eines Kindes zahlt der Bund pro Monat 10 Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot ein. Die Eltern müssen das Depot bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen und können zusätzlich selbst auch bis zu 50 Euro monatlich zuschießen. Die Frühstartrente startet rückwirkend zum 1. Januar 2026 mit dem Geburtsjahrgang 2020.
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