Jetzt ist es amtlich: Der neue Cheftrainer beim 1. FC Lok Leipzig heißt Torsten Ziegner. Der Regionalligist stellte den 48-Jährigen heute Mittag auf einer Pressekonferenz in Probstheida offiziell vor. Ziegner, der damit die Nachfolge von Meister-Trainer Jochen Seitz antritt, geht voller Vorfreude in seine neue Aufgabe – und hat „extrem viel Bock“ darauf.

Das ging schnell. Vor gerade einmal 13 Tagen hatte Jochen Seitz nach der zweiten gewonnenen Regionalliga-Meisterschaft sowie dem zweiten Scheitern in der Aufstiegs-Relegation sein Engagement beim 1. FC Lok beendet. Heute dann vermeldeten die Blau-Gelben in Sachen Trainernachfolge bereits Vollzug. Der Name Torsten Ziegner hatte in der Zwischenzeit bereits sehr früh in der Gerüchteküche heftig vor sich hin geköchelt. Das wurde auch durch die „alte“ Verbindung zwischen dem Kandidaten und Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth befeuert, die beide in Neuhaus am Rennweg das Licht der Welt erblickt hatten.

Zudem hatte Wachsmuth von 2014 bis 2019 als Spieler beim FSV Zwickau gekickt. Vier Jahre dieser Zeit hieß sein Trainer dort Torsten Ziegner. Die gegenseitigen Kontakte blieben bestehen, und so wundert es wenig, dass die Tinte unter dem Leipziger Trainervertrag bereits nach einer reichlichen Woche des Austauschs trocknen konnte. „Jetzt kann es losgehen, ich bin bereit!“, gibt sich der Neue tatenfreudig.

Dass die Erwartungen an ihn keine geringen sein werden, schreckt Ziegner nicht ab: „Ich habe Respekt vor dem, was hier geleistet wurde – aber nicht vor der Aufgabe“. Vielmehr verspüre er Vorfreude. Schließlich habe er „sowieso nichts anderes vor, als erfolgreich zu sein. Das ist mein Anspruch, dafür werde ich alles tun!“ Auf eine konkrete Platzierung als Saisonziel lässt sich der Trainer allerdings nicht festnageln. Aber: „Wir sind hier nicht zusammengekommen um zu sagen, wir wollen im gesicherten Mittelfeld spielen. Wir wollen wieder vorne mit dabei sein!“

Torsten Ziegner auf dem Weg zu seiner ersten Pressekonferenz als Cheftrainer des 1. FC Lok Leipzig. Foto: Jan Kaefer

Damit das klappen kann, muss nun der Mannschaftskader aufgefrischt werden. Die Vorstellungen davon, was für Spieler hier noch fehlen, decken sich in den Vorstellungen von Ziegner und Wachsmuth wohl größtenteils. Klar ist: In der Offensive besteht dringender Handlungsbedarf. Zwei junge Talente aus den eigenen Reihen werden künftig jedenfalls bei den Profis mittrainieren. Die beiden 18-Jährigen Julian Lempe (Mittelfeld) und Samim Bigi (Angriff) werden aus dem U19-Team nach oben gezogen.

In neun Tagen, am 24. Juni, ist in Probstheida scharfer Trainingsstart. Mal schauen, welche Personalien bis dahin bereits neu hinzugekommen sind. Spätestens zum Regionalliga-Auftakt am letzten Juli-Wochenende sollte eine schlagkräftige Lokomotive auf dem Rasen stehen. Die Zeit drängt – oder um es mit Torsten Ziegner zu sagen: „Wir müssen jetzt loslegen!“.

Torsten Ziegner – neuer Cheftrainer beim 1. FC Lok – während seiner offiziellen Vorstellung. Foto: Jan Kaefer

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