Volle Fontäne voraus! Nach der Sanierung der fünf Wasserbecken am Richard-Wagner-Hain, sprudelt hier wieder munter das Wasser. Mit einer Sekt-Fontäne hätte seinerseits gern der 1. FC Lok den Aufstieg gefeiert. Nachdem das misslang und sich zudem Coach Jochen Seitz verabschiedete, berief der Verein heute eine Pressekonferenz ein. Ein Fußball-Länderspiel in Leutzsch steht bevor! Doch zwei von drei Leipziger Spielerinnen mussten bereits passen. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Am Richard-Wagner-Hain sprudelts wieder
„Es ist wunderschön geworden!“, würdigte Leipzigs Bau-Bürgermeister Thomas Dienberg (Grüne) die frisch sanierte Anlage um die fünf Wasserbecken am westlichen Richard-Wagner-Hain. Gemeinsam mit seinem Rathaus-Kollegen Umwelt-Bürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) sowie Rüdiger Dittmar vom Amt für Stadtgrün und Gewässer, nahm er diese am Mittag symbolisch wieder in Betrieb. Seit über 15 Jahren sprudelnd im Terrassengarten nun endlich wieder die Wasserfontänen bis zu sechs Meter in die Höhe. Insgesamt 1,5 Millionen Euro wurden dafür investiert. Eine Million förderte das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“, die Stadt Leipzig steuerte 500.000 Euro Eigenanteil bei.
Das rechteckige 15 mal 12 Meter große Zentralbecken und die vier an dessen Ecken angelegte Rundbecken mit 4,5 Meter Durchmesser wurden aufwendig instandgesetzt. Ebenfalls neu sind die seit 2009 nicht mehr funktionierenden Wasserspiele mit je einer größeren Zentralfontäne und den ringförmig darum angeordneten kleineren Fontänen. Für die Staudenpflanzungen gibt es jetzt eine Hydrantenanlage und für die Weiden auf den Bastionen eine unterirdische Bewässerung.
„Mit der Sanierung der Wasserbecken geben wir dem Terrassengarten ein zentrales und funktionales Gestaltungselement zurück. Die Anlage gewinnt damit nicht nur an Aufenthaltsqualität, sondern auch an historischer Lesbarkeit“, war auch Heiko Rosenthal erfreut. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten rundherum aber noch nicht. So steht noch die Sanierung der Wege und der Stauden auf der To-Do-Liste.
Vorm Länderspiel in Leutzsch: Zwei Leipzigerinnen fallen aus
Erst vor einer Woche hatte Michael Urbansky, Cheftrainer der DFB-U23-Frauen, seinen 24-köpfigen Kader für die anstehenden beiden Spiele gegen Dänemark nominiert. Einen Tag vor der morgigen ersten Partie im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark ist diese Liste allerdings bereits um drei Akteurinnen geschrumpft. Neben Loreen Bender (Bayer 04 Leverkusen), die aus privaten Gründen abreisen musste, traf es verletzungs- und krankheitsbedingt auch gleich zwei der drei Leipzigerinnen im Team.
Zunächst hatte sich Lisa Baum von der gesamten Länderspielmaßnahme abmelden müssen, nun hatte es auch noch RB-Teamkollegin Delice Boboy erwischt. Beim heutigen Training im AKS fehlte die 19-Jährige und taucht auch im Kader fürs Spiel nicht mit auf. Einzig Abwehrreckin Julia Landenberger kann nun als Lokalmatadorin die Fahne in der eigenen Stadt hochhalten. Für die 22-Jährige wird es das achte U23-Länderspiel sein. Anpfiff im Leutzscher AKS ist am Donnerstag um 18 Uhr. Die Tickets für Dammsitz und Tribüne kosten zwischen vier und 12 Euro.
Der 1. FC Lok hat wieder Bock
Die letzten beiden Tage hängen den Regionalliga-Fußballern des 1. FC Lok Leipzig noch ein bisschen in den Klamotten. Erst platzte am Montag der Aufstiegstraum, dann verkündete Meister-Trainer Jochen Seitz gestern auch noch seinen überraschenden Rücktritt. Zu den Gründen hat der Verein bisher nichts nach außen kommuniziert. Es sei vereinbart, dass sich der Coach selber in einem persönlichen Statement dazu äußert.
Um die neuen Entwicklungen auch für die Öffentlichkeit einzuordnen, berief die Loksche für heute kurzfristig eine Pressekonferenz ein, in der Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth Rede und Antwort stand. Dabei war es ihm wichtig, trotz der beiden Nackenschläge, eine neue Aufbruchsstimmung zu entfachen. „Es zerbricht jetzt nichts oder ist ungewiss. Wir werden uns schütteln und werden weitermachen. Wir werden auch nächstes Jahr wieder voller Elan, voller Vorfreude und voller Energie in die neue Saison gehen“, verkündete der 39-Jährige. „Bei aller Enttäuschung über den verpassten Aufstieg ist die Regionalliga Nordost – und da bin ich zu einhundert Prozent ehrlich – eine Liga, in der es Spaß macht mitzuspielen“.
Und das wollen die Blau-Gelben auch in der kommenden Saison wieder möglichst weit oben in der Tabelle. Für die Suche nach einem neuen Trainer bleibt wenig Zeit, das ist auch Wachsmuth klar. Denn in drei Wochen, auf den 24. Juni, ist der Trainingsauftakt terminiert. Dennoch soll bei der Auswahl eines neuen Trainers „absolute Sorgfalt“ gelten. „Wir werden keine übereilten Entscheidungen treffen und sehr genau überlegen“, stellt der Sport-Geschäftsführer klar.
Ähnliches gilt auch für Spielerverpflichtungen. „Wir werden verjüngen, junge, entwicklungsfähige Spieler dazunehmen“, kündigt Wachsmuth an. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen und wieder einen guten Kader zusammenbauen, da bin ich mir sicher.“ Zumal das Grundgerüst ja sowieso steht. Während die Lok-Fußballer nun in den kommenden drei Wochen körperlich und mental durchlüften, wird Toni Wachsmuth auf Anschlag rotieren. Aber mit Spaß.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Der Stadtrat tagte: Hilfe für wohnungslose junge Volljährige in Leipzig
Hallo Leipzig: So startet Mittwoch, der 3. Juni 2026
Lesbische Selbstbehauptung in der DDR: Die ganz besondere Geschichte der Karin Daubenheimer
Was sonst noch wichtig war:
Die durch „TV total“ mit ihrem Ärger um den Knallerbsenstrauch am Maschendrahtzaun bekannt gewordene Zwickauerin Regina Zindler ist nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben.
Deutschland ist mit seiner Bewerbung um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat erstmals gescheitert. Nur 104 von den 193 Mitgliedsstaaten stimmten für die Bundesrepublik.
US-Präsident Donald Trump hat erneut mit zusätzlichen Zöllen gedroht. Diesmal soll es 60 Volkswirtschaften betreffen – unter anderem die EU, Kanada und China.
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