Länderspiel im Alfred-Kunze-Sportpark Leutzsch. Das gibt es auch nicht alle Tage. Doch am Donnerstag trafen hier die U23-Frauen von Deutschland und Dänemark in einem Testspiel aufeinander. Vor knapp 2.100 Zuschauer/-innen ging das DFB-Team dabei am Ende als Sieger vom Platz. Beim 2:0-Erfolg war es ausgerechnet eine Leipzigerin, die als erste Torschützin glänzte.

Nach dem Abpfiff des U23-Länderspiels gegen Dänemark hatte Julia Landenberger jede Menge zu tun. Die einzig verbliebene RB Leipzig-Akteurin im DFB-Team war bei den Fans in Sachen Autogramme und Selfies stark gefragt. Zuvor hatte die 22-Jährige auf dem Rasen ordentlich abgeliefert. Mit einem gefühlvollen Kopfball, den ihr Marie Steiner (TSG Hoffenheim) per Freistoß aus dem rechten Mittelfeld präzise in den Strafraum servierte, sorgte die Leipzigerin für die 1:0-Führung (25.) der deutschen Mannschaft. Es war in ihrem achten U23-Länderspiel überhaupt das erste Tor für die Abwehrspielerin.

Und weil das so schön war, schlug der Ball nur drei Minuten später erneut im rechten oberen Toreck ein. Diesmal hieß die Absenderin Dilara Acikgöz. Aus über 20 Metern Torentfernung auf halblinks hatte die gerade erst 22 Jahre alt gewordene Frankfurterin einfach mal draufgehalten. Mit diesem sehenswerten Treffer sorgte sie für das frühe 2:0 (28.) und damit auch schon für den Endstand. Denn alle durchaus vorhandenen Chancen für weitere Treffer, brachten kein zählbares Resultat. Die größte Möglichkeit vergab die Dänin Karoline Olesen in der 58. Minute, als sie per Elfmeter an der zur Halbzeit eingewechselten DFB-Keeperin Lina Altenburg (Eintracht Frankfurt) scheiterte.

Julia Landenberger (20, Deutschland U23, RB Leipzig). Foto: Jan Kaefer

„Es war heute eine schwierige Herausforderung, denn Deutschland hat ein gutes Team“, resümierte die dänische Abwehrspielerin Nikoline Dudek. „Nach dem harten Start in der ersten Halbzeit, sind wir gut in die zweite Halbzeit reingekommen. Ich denke, wir haben das ganz gut gemacht – und ich bin mir sicher, dass wir uns auch auf das nächste Level pushen können.“ Dudek spielt ebenfalls bei RB Leipzig, ist im Liga-Alltag also eine Teamkollegin von Julia Landenberger. „Es macht immer Spaß, wenn wir gegeneinander spielen“, lacht die ebenfalls 22-jährige Dänin. „Wir kennen uns gegenseitig und haben Respekt voreinander.“

Nikoline Dudek (14, Dänemark U23, RB Leipzig). Foto: Jan Kaefer

Der Sieg ging diesmal an Landenberger, die sich hinterher entsprechend zufrieden zeigte: „Im heimischen Leipzig fühlt es sich natürlich um so besser an zu gewinnen. Es war eine richtig coole Kulisse, es sind ordentlich Leute da gewesen, das freut mich sehr.“ Den Sieg schätzt sie als verdient ein – und „klar, hätten wir nach hinten raus auch noch ein paar Tore mehr machen können, aber alles in allem sind wir zufrieden mit der Leistung.“

Das Duell Landenberger gegen Dudek erfährt schon sehr bald eine Neuauflage. Denn bereits am Montagabend treten die U23-Teams von Deutschland und Dänemark wieder gegeneinander an. Diesmal im benachbarten Halle an der Saale. Anpfiff im Leuna-Chemie-Stadion ist dann um 20:15 Uhr.

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